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Solun Decius

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
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Solun Decius war Mitglied im Kommandotrupp von Nathaniel Garro, dem Captain der 7. Großkompanie der Death Guard.1 K.1
Nachdem er zu einem Anhänger Nurgles geworden war, nannte er sich Lord of the Flies.1 K.16

Beschreibung

Kurz vor Ausbruch der Horus Häresie war Decius das jüngste Mitglied des Kommandotrupps. Er war von draufgängerischem Charakter und neigte manchmal zum Angeben.1 K.1 Er hatte zwar den Ruf, ein tumbes Muskelpaket zu sein, besaß aber in der Tat großes taktisches Geschick.1 K.5

Er kämpfte häufig mit Bolter und Energiefaust, wobei er den Nahkampf bevorzugte.1 K.2,K.6 Die Energiefaust war am linken Arm befestigt.1 K.11
Für den Kampf gegen die Seuchenhüter an Bord der Eisenstein benutzte er einen Flammenwerfer. Im Kampf gegen Grulgors Seuchenmarines führte er seine Energiefaust und ein Kettenschwert.1 K.11

Nach seiner Hinwendung zu Nurgle verwandelte er sich in eine halb-humanoide, halb-insektoide Kreatur. Sein Körper überzog sich mit grünschwarzen Panzerplatten, ihm wuchsen Facettenaugen, aus seinem Mund wuchsen Mandibeln und sein abgetrennter linker Arm regenerierte sich zu einer Gliedmaße mit Fingern wie Dolche. Er war von einem riesigen Schwarm Fliegen eingehüllt.1 K.15 Solun Decius redete, indem diese Fliegen ihre Flügel und Panzer aneinander rieben und so Geräusche erzeugten. Er war von üblem Gestank umgeben.1 K.16
In dieser Gestalt konnte er auch im Vakuum des Weltalls überleben.1 K.16
Er hinterließ nicht nur Krankheiten, sondern die Dinge, mit denen er in Kontakt kam, alterten und verrotteten auch beschleunigt.1 K.16

Geschichte

Solun Decius stammte von Barbarus.1 K.5

Solun Decius nahm an der Enteraktion gegen die Jorgall im Iota Horologii-System teil. Dort scherte er er aus der Formation aus, um einen Jorgall mit seiner Energiefaust totprügeln zu können, anstatt ihn einfach mit seinem Bolter zu erschiessen.1 K.2 Tollen Sendek hielt ihm nach der Schlacht einen ausführlichen Vortrag, welche Gefechtsregeln er alles verletzt habe. Aber Solun Decius entgegnete, sie wären beide noch am Leben und hätten gewonnen, nur das zähle. Auch von seinem Captain Nathaniel Garro bekam er deswegen eine freundliche Verwarnung.1 K.3

Er nahm auch am Angriff auf Istvaan Extremis teil. Dabei führte er wieder einen Bolter und eine Energiefaust. Beim Angriff auf die Anlage wurde kein Loch in die Seitenwand gesprengt, sondern die komplette Wand zum Einsturz gebracht. Solun übernahm die Aufgabe, mit seiner Energiefaust eine Schneise in die Stahlbeton-Trümmer zu schlagen, durch die Death Guard dann eindringen konnte.1 K.5 Bei dem folgenden Kampf im Inneren der Anlage versuchte ein Warsinger Garro und Decius zu töten, aber Garro schubste Decius aus der Schusslinie. Decius überlebte, aber Garro wurde schwer verwundet. Garro rappelte sich wieder auf und kämpfte eine Weile Rücken an Rücken mit Decius, da er nur noch ein Bein hatte und sich abstützen musste, bevor er wieder zusammenbrach. Decius gab ihm seinen Bolter und machte sich auf die Suche nach einem Apothekarius. Er befand sich gerade mit Meric Voyen auf dem Rückweg, als der Kampf endete: Mit dem Tod der Warsingerin hörten die Istvaaner einfach auf zu kämpfen. Decius bahnte sich mit brutalen Schlägen seiner Energiefaust einen Weg durch die schockierte Menge, was die anderen Space Marines dazu anspornte, ebenfalls die nun hilflosen Feinde zu töten. Als Decius und Voyen bei Garro ankamen, fanden sie Fabius Gallus neben ihm, der ihm das Leben gerettet hatte.1 K.6

Solun Decius begleitete Garro auf die Eisenstein. Er und Tollen Sendek waren auf der Brücke, als es zum Zwischenfall mit dem fliehenden Saul Tarvitz kam. Als Garro die Waffenkontrollen übernahm und schoss, dachten alle außer Sendek, er hätte Tarvitz abgeschossen. Sendek wollte das aber nicht glauben und stritt sich deswegen mit Decius. Als Garro schließlich von der Funkstation zurückkehrte wurde klar, dass er die Abfangjäger abgeschossen und Tarvitz geholfen hatte. Solun Decius fragte Garro abschätzig, wie er Tarvitz' wilder Geschichte von einem Verrat durch Horus einfach so glauben könne, als dieser ihn am Kragen packte und ihn anschnauzte, sein Pakt mit ihm als Ehrenbruder wäre alles was er benötige. Wenn Decius erst einmal so lange gedient hätte wie er, würde er erkennen, dass es Wichtigeres gibt als die Befehle von Vorgesetzten. Als Kaleb Arin hereinstürzte und von Virusbomben auf dem Waffendeck berichtete, brach Garro mit Sendek dorthin auf. Decius blieb auf der Brücke.1 K.8

Schließlich beorderte Garro Decius und Andus Hakur samt Trupp in das Observatorium der Eisenstein. Dort stießen Voyen, Sendek, Garro, Ship-Master Baryk Carya und Racel Vought zu ihnen. Garro berichtete von Horus' und Mortarions Verrat und dem bevorstehenden Bombenangriff auf die Loyalisten auf Istvaan III. Decius war hin- und hergerissen zwischen seiner Loyalität zu Garro und seiner Loyalität zur Legion, aber er erkannte schnell, wie gefährlich diese Rebellion werden könnte und dass Flucht und Warnung die beste Strategie wäre. Als er Garro fragte, wieso sie alle eigentlich nicht auch zum Sterben nach Istvaan III geschickt worden wären, klopfte sich dieser auf sein bionisches Bein und erklärte lächelnd, dass es ohne seine Verletzung wohl so gekommen wäre. Als Tirin Maas mit einer Funkbotschaft für Grulgor hereinplatzte, der Bombenabwurf sei zu beginnen und alle Hindernisse zu beseitigen, leisteten alle Anwesenden einen Eid auf Garros Schwert Libertas, die Warnung nach Terra zu bringen.1 K.8

Solun Decius war bei den Kämpfen dabei, als die Eisenstein von Ignatius Grulgors Männern gesäubert wurde. Die Kämpfe waren brutal und er tötete persönlich drei von ihnen. Solun Decius war frustriert, weil er keine andere Wahl gehabt hatte, als sich Garro anzuschließen, auch wenn es die richtige Entscheidung war. Nach dem Kampf konfrontierte er Garro in den Quartieren: Wie könne er die anderen als Verräter verurteilen? Was gäbe ihm und ihnen dieses Recht? Was, wenn Garro und sie alle die Verräter wären? Decius erhielt seine Antwort, als er und Garro durch ein Fenster die Bombardierung von Istvaan III beobachteten.1 K.9

Während des Fluchtmanövers der Eisenstein befand sich Solun Decius auf der Brücke. Dort machte er mehrmals pessimistische Bemerkungen, dass sie es nicht schaffen würden. Als Garro ihn deswegen zurecht wies, trat Decius nahe an ihn heran und flüsterte ihm zu, er werde nicht schweigen, da er recht hätte und Garro wüsste es. In diesem Moment betrat Euphrati Keeler die Brücke und erklärte, sie müssten Glauben haben und den Sprung in den Warp trotz aller Gefahren wagen. Decius versuchte zu widersprechen, sie könne unmöglich wissen, dass sie überleben würden, aber sie entgegnete, sie wüsste es. Garro befahl den Sprung.1 K.10

Da das Geller-Feld instabil war, konnten Dämonen eindringen. Andus Hakur gab die Meldung an Decius, der sie an Garro weitergab. Garro brach sofort dorthin auf und nahm Decius mit. Dieser konnte unterwegs einen Flammenwerfer auftreiben. Hakur verlor vier Männer, aber dann tauchten Garro, Decius und weitere Verstärkungen am anderen Ende des Ganges auf. Durch den Angriff von zwei Seiten konnten sie die Seuchenhüter besiegen. Kaum war der Kampf vorbei, als Meldungen eintrafen, weitere Seuchenhüter würden in mehreren Sektionen des Schiffes materialisieren.4 K11
Apothekarius Meric Voyen machte Meldung, auf dem Waffendeck würden merkwürdige Dinge vor sich gehen und die Death Guard brach dorthin auf. In einem langen Korridor kamen ihnen der wiederbelebte Ignatius Grulgor und seine Seuchenmarines entgegen, sowie wiederbelebte Crewmitglieder. Decius führte die Breitseite der Death Guard an, bevor der Kampf schließlich in einen Nahkampf umschlug. Solun Decius wurde vom Rest der Truppe getrennt. Als sein Flammenwerfer keinen Brennstoff mehr hatte, musste er mit Energiefaust und Kettenschwert gegen die zombieartigen Crewmitgleider kämpfen. Als er nicht aufpasste, griff Ignatius Grulgor ihn von hinten an und verwundete ihn am linken Arm. Seine Energiefaust wurde dabei beschädigt. Der Schmerz war kaum zu ertragen und Decius konnte sehen, wie Verfall von der Wunde aus seinen Arm hochkroch, während sein Immunsystem urplötzlich eine extrem starke Infektion zu bekämpfen hatte. Solun Decius konnte sich noch mit dem Kettenschwert selbst den Arm knapp unterhalb des Ellbogens abschneiden, bevor er vor Schmerzen ohnmächtig wurde. Als Grulgor zum Todestoß ansetzen wollte, ging Nathaniel Garro dazwischen und bot sich als neuen Gegner an.1 K.11

Die Eisenstein konnte die Angreifer abschütteln, indem sie den Warp verließ, allerdings starb der Navigator durch den Schock. Die Eisenstein war nun gestrandet. Solun Decius lag im Koma und wurde in eine luftdicht isolierte Krankenstation der Eisenstein gebracht. Meric Voyen versuchte, ihm zu helfen, aber die Seuchen imitierten immer neue Krankheitserreger und Decius' Immunsystem konnte von mal zu mal immer weniger ausrichten. Nach Ansicht von Voyen war Decius' Tod nur noch eine Frage der Zeit und er empfahl Nathaniel Garro, Decius einen Gnadentod zu gewähren, was dieser aber entrüstet ablehnte: Zuviele Death Guard waren seinetwegen schon gestorben.1 K.12 Solun Decius war für Garro zu einer Art Symbol geworden: Seine gesamte restliche Legion war Tod und Verderbnis anheim gefallen, aber die verbliebenen Männer unter seinem Befehl würde er nicht verlieren.1 K.13
Inzwischen war Decius' Zustand immer schlimmer geworden: Die Wunde an seinem Arm weigerte sich, sich zu schließen und blutete ununterbrochen, während die Wundränder nekrotisch und mit Pusteln überzogen waren. Er war bleich, litt ununterbrochen Schmerzen und hörte, laut eigener Aussage, den "Donner in seinem Blut". Er musste künstlich beatmet werden und überall am Körper hatte man ihm Sonden in die Haut gesteckt, um ihn versorgen zu können. Die Infektion beschränkte sich nicht nur auf seinen Körper: Er stieß auch Krankheitserreger in die Luft aus, die jeden Medicae-Servitor langsam zerstörte indem sie dessen Fleisch-Bestandteile abtötete. Deswegen musste er in einer luftdichten Abteilung untergebracht werden. Als Garro ihn einmal besuchte, erlangte er kurz das Bewusstsein zurück und verlangte von ihm Antworten, wieso er sie alle gerettet habe. Decius fühlte sich vom Imperator verlassen und hatte alle Hoffnung verloren, die Warnung würde Terra noch rechtzeitig erreichen.1 K.13

Als die Eisenstein von den Imperial Fists gerettet wurde, wurde Decius' komplettes Isolationsmodul aus der Krankenstation der Eisenstein ausgebaut und von Fracht-Servitoren auf der Phalanx installiert. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Lippen und Nasenlöchern mit Geschwüren bedeckt, seine Augenlider mit getrocknetem Eiter zugeklebt. Solun Decius rief im Delirium Angriffsbefehle und Schlachtrufe, als wäre die Infektion ein Kampf auf dem Schlachtfeld. Irgendwann mutierten die Erreger so weit, dass sie sich über die Luft übertragen konnten. Von da ab wurde seine Isolationskammer nicht mehr geöffnet. Meric Voyen war mit seinen Ideen am Ende und Captain Sigismund befahl dem medizinischen Stab der Phalanx, dass alles über Decius genauestens zu dokumentieren sei.1 K.14

Im Sol-System angekommen, wurden die Überlebenden der Eisenstein vorsichtshalber auf Luna unter Arrest gestellt. Sie wurden dabei bei den Sororitas Silentum in der Somnus Citadel einquartiert. Auf dem Überführungsflug dort hin, wich Meric Voyen nicht von Decius' Seite. Angekommen, brachten die Sororitas Solun Decius auf ihre eigene Krankenstation.1 K.15

Die Death Guards etablierten ein Schichtsystem, damit immer jemand an Decius' Seite wäre. Sie wussten, er würde sterben, aber wenigstens sollte er nicht alleine sterben.1 K.16

Mehrere Tage nach der Ankunft auf Luna war Solun Decius am Ende mit seiner Widerstandskraft. Er fing an zu beten und wurde erhört. Von Nurgle, der in ihm eine Gelegenheit für ein weiteres Experiment sah. Solun Decius fühlte sich verraten: Er hatte an der Seite seiner Kameraden gekämpft und nun hatten sie ihn verlassen und ließen ihn hier langsam zugrunde gehen. Schließlich setzte sich in ihm der Gedanke fest, er wäre schwach gewesen. Er war Nathaniel Garro gefolgt und dieser hatte ihn schwach gemacht. Horus dagegen war stark, ihm hätte er folgen sollen. An dieser Stelle stellte Nurgle, nur eine Stimme in seinem Kopf, ihn vor die Wahl: Tod oder ein neues Leben ohne Verwundbarkeit? Solun Decius verfluchte seine Kameraden und wählte das Leben. Nurgle gab es ihm: Über seine pustelüberzogene Haut wuchsen grünschwarze Panzerplatten aus Chitin, seinen verschrumpelten Augäpfel verwandelten sich in Facettenaugen, im Mund wuchsen neben seinen braunen Zähnen Mandibeln, aus seinem Armstumpf wuchs eine neue Gliedmaße mit Fingern wie Dolche. Er befreite sich aus seiner Kapsel und als er brüllte, schoss aus seinem Mund ein riesiger Schwarm Insekten, die ihn wie ein Mantel einhüllten.1 K.15 Er tötete den Wache haltenden Iago bevor dieser Alarm geben konnte.1 K.16
Zu einem unbekannten Zeitpunkt häutete er sich.1 K.16
Irgendwann kam Tollen Sendek um Iago abzulösen und fand die Kampfspuren. Er konnte noch einen halben Alarm-Ruf an Andus Hakur absetzen, bevor Solun Decius ihn aus dem Hinterhalt angriff. Sendek stellte sich zum Kampf in der Überzeugung, dass das Monster Decius und Iago getötet hatte, aber dann erkannte er Decius und zögerte. Decius schlug Sendek mit seiner Pranke einfach den Schädel ein. Anschließend machte er sich auf den Weg und kam in eine andere Krankenstation, wo Sororitas in ihren Betten lagen. Er infizierte sie mit verschiedenene Krankheiten, möglicherweise als Test. Am Ende des Raumes stellte sich ihm ein Vigilatortrupp entgegen. Er verstopfte ihre Boltpistolen mit Schleim und tötete sie dann mit seinen Klauen. Die Schüsse, die sie abgaben, brachten aber Nathaniel Garro und ein paar Space Marines auf seine Spur. Schließlich kam er in einen Hangar, wo sich ihm Amendera Kendel und ein Dutzend Sororitas im Nahkampf entgegenstellten. Der Kampf lief gut für ihn, da ihn eine Fliegenwolke umgab, so dick, dass seine eigentliche Gestalt von außen nicht zu sehen war. Dann trafen Garro, Iacton Qruze und ein paar Death Guard-Space Marines ein. Wegen der Gefahr, eine Treibstoff- oder Sauerstoffleitung zu erwischen, konnten sie nicht feuern. Garro befahl den Sororitas, dafür zu sorgen, dass das Monster nicht entkam, während seine Männer es umzingeln sollten und er sich ihm im Nahkampf stellen würde. Als Garro tief genug in die Fliegenwolke eingedrungen war, erkannte er Solun Decius. Es entspann sich ein harter Kampf, in dem Garro fast unterlegen wäre. In einem günstigen Moment ließ er Kendel eine Luftschleuse öffnen und er und Decius wurden auf die Mondoberfläche gesaugt. Irgendwie überlebte der Lord of the Flies auch in diesem kalten Vakuum. Seine Fliegenwolke war abgestorben, seine blutenden Wunden zugefroren, aber irgendwie lebte er noch. Er überraschte Garro und stürzte sich auf ihn. Garro war so gut wie tot, als Keeler ihm telepathisch Mut zuredete. Er bekam einen Brocken Mondgestein zu fassen und schlug ihn Decius ins Gesicht, was ihn blendete. Danach schlug Garro ihm den Kopf ab. Der Körper des Lord of the Flies zerfiel zu schwarzer Asche, die sich in Nichts auflöste, während der Kopf erst zusammenschmolz und dann zu brennen anfing. Am Ende schoß etwas wie glänzender Rauch aus dem Schädel und schoss nach oben, weg von Luna.1 K.16

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