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Eldar

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
Version vom 26. Januar 2021, 19:33 Uhr von DetlefK (Diskussion | Beiträge) (Erschaffung und Krieg im Himmel)
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Eldar vom Weltenschiff Alaitoc im Kampf mit Space Marines vom Orden der Ultramarines

Die Eldar sind eines der ältesten und technologisch fortgeschrittensten noch existierenden Völker der Galaxis. Wenn man die leblosen Körper der Necrontyr und die vielleicht noch existenten Slann nicht zählt, sind sie wohl sogar das älteste noch existierende Volk. Sie sind ausgesprochen agil, allerdings auch extrem stolz, was sich nicht selten in ausufernder Arroganz bemerkbar macht.

Die ursprüngliche Bezeichnung für ihr Volk, vor dem Fall der Eldar und der daraus resultierenden Spaltung ihrer Spezies, war Aeldari.17 K.4

Beschreibung

Physische Erscheinung

Aus der Distanz sehen Eldar den Menschen ähnlich.11 Sie besitzen eine leichte Körperstatur, Mandelaugen und spitze Ohren, doch damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten.9 S.23f
Das Skelett wächst nicht wie beim Menschen durch Verknöcherung von Gewebe, sondern aus einer unbekannten Flüssigkeit, die sich verfestigt. Es gibt kein Knochenmark, sondern die Knochen sind von feinen Kanälen durchzogen. Die Knochen sind leichter als menschliche Knochen. Das Rückgrat ist sehr beweglich und es gibt quasi zwei Brustkörbe: Der obere und der untere Torsobereich besitzen jeweils ein Rippennetzwerk zum Schutz. Die Zähne wachsen direkt aus den Kiefern.9 S.24 Ihre Finger sind vielgelenkig und wirken auf Menschen wurmartig.11 Die Muskelfasern sind spiralförmig und die Muskelstruktur insgesamt ist elastisch und belastbar.9 S.24 Das Gehirn ist sehr stark strukturiert, äußerst komplex aufgebaut und dicht gepackt.9 S.24 Die Augen sind menschenähnlich, allerdings mit unbekannten Strukturen auf der Netzhaut. Die Ohrspitzen sind stark mit Nerven durchsetzt und sensibel. Möglicherweise sind sie eine erogene Zone.9 S.24
Die inneren Organe sind von einer seltsamen Ästhetik und Komplexität.9 S.24 Eldar benötigen nur wenig Nahrung und ihr Kot ist kristallin und geruchlos.9 S.28 Zur Verdauung werden keine Enzyme verwendet. Eldar besitzen kein Körperfett. Wie sie stattdessen Energie speichern ist unbekannt. Im Körper befindet sich ein Organ zur Temperaturregulierung in zwölffacher Ausführung. Außerdem gibt es, sich frei im Körper bewegende, Lymphdrüsen.9 S.24
Die Geschlechtsorgane und sekundären Geschlechtsmerkmale ähneln äußerlich denen von Menschen, trotz der beträchtlichen anatomischen Unterschiede.9 S.24; 16 K.11 Der Austausch genetischen Materials geschieht vermutlich in mehreren zeitlich getrennten Stufen.9 S.24

Die Eldar existieren schon seit mehreren Millionen Jahren als raumfahrende Spezies, doch an ihrem biologischen Erscheinungsbild hat sich in all der Zeit nichts geändert: Es gab trotz ihrer anatomischen Komplexität keine evolutionäre Entwicklung oder Optimierung. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass die Eldar eine künstlich geschaffene Rasse sind.9 S.27
Der genetische Code ist als Sequenz von Basenpaaren gespeichert, wie beim Menschen. Allerdings ist die Sequenz zu einer Fünffachhelix zusammengedreht.9 S.28 (Beim Menschen ist es nur eine Doppelhelix, sodass die Sequenz bei den Eldar weniger Volumen beansprucht.) Zusätzlich besitzen sie als Bits des genetischen Codes 20 Basen.9 S.28 (Beim Menschen sind es nur vier Basen, sodass die genetischen Daten bei den Eldar nur etwa halb so viel Speicherplatz beanspruchen.)

Eldar sind meist etwas größer als Menschen. Die Reflexe der Eldar sind für gewöhnlich um einiges denen der Menschen überlegen und fast zu schnell für das menschliche Auge, ihre Sinne sind schärfer und sie haben eine bessere Wahrnehmung. Der größte Unterschied, ist wohl die Bewegung der Eldar. Es wird berichtet, dass sich diese mit einer übermenschlichen Eleganz, fast schwebend fortbewegen. Es wird angenommen, dass der Verstand eines Eldar Probleme schneller lösen kann, er verarbeitet Emotionen und Gefühle in Bruchteilen von Sekunden, um einiges schneller als der Verstand eines durchschnittlichen Menschen.Quelle?

Ein Eldar-Herz schlägt doppelt so schnell wie das eines Menschen.Quelle?

Die Eldar führen nach menschlichen Maßen ein langes Leben und die meisten von ihnen leben hunderte, manche sogar tausende von Jahren. Ihre immense psychische Kraft zeigt sich an einer hohen Dichte an Psionikern, vor allem auf dem Weltenschiff Ulthwé.Quelle? Schon allein Eldar-Zellgewebe ist psionisch sensibel. Es wurde spekuliert, dass es quasi als Empfänger psionischer Botschaften dienen kann und so den Eldar ihre psionischen Fähigkeiten verleiht.9 S.28
Eldar, die ihr psionisches Potential ausbauen und trainieren, scheinen eine weitaus höhere Lebensspanne zu besitzen als die übrigen. Aus diesem Grund kann es sein, dass die Runenleser und Runenpropheten tausende von Jahren leben.Quelle?
Wenn ein Runenseher der Eldar stirbt vergeht sein Körper nicht einfach, ein sterbender Eldar-Psioniker verwandelt sich in pures Phantomkristall. Dies kann auch passieren, wenn ein Runenseher zu lange Zeit damit verbringt, in die Zukunft zu blicken. Eldrad Ulthrans Körper bestand kurz vor seinem Tod fast gänzlich aus Phantomkristall.Quelle?

Mentalität

Die Psychologie der Eldar ist von mehreren Grundmustern bestimmt, die er willentlich annimmt. Ein Eldar, der seine Fähigkeiten dem Tanz widmet, wird darin völlig und bis zur Perfektion aufgehen. Wenn er sich dagegen entscheidet, ein Krieger zu sein, dann lässt er eine Persönlichkeit in den Vordergrund treten, die dieser Rolle angemessen ist. Die Eldar verwenden die Formulierung, dass er dann seine "Kriegsmaske" "im Vordergrund" trägt. Wenn ein Eldar die Kriegsmaske vollständig mit sich verschmelzen lässt, dann wird er zu einem brutalen, gnadenlosen Krieger, dem auch sentimentale Bindungen zu anderen Eldar egal sind.12a Wenn ein Eldar die Kriegsmaske trägt, sind für ihn Tod und Zerstörung etwas Großartiges. Wenn er sie dagegen wieder aus dem Vordergrund seines Bewusstseins weggedrängt hat, empfindet er Tod und Zerstörung als unangenehm. Wenn ein Eldar die Kriegsmaske trägt, nimmt er auch beispielsweise von seiner Umgebung keine Details war, sondern nur, was für den Kampf wichtig ist. 12 K.21

Talos Valcoran von den Night Lords folterte im Laufe seines Lebens unzählige Eldar, aber sie brachen nie unter seiner Folter zusammen und sagten nie etwas, das sie nicht sagen wollten.13 K.26

Mythologie der Eldar

Die Eldar fühlen sich zutiefst mit ihren Legenden verbunden. Jeder Eldar kennt die Geschichten, die Namen der Helden und die Gesänge und Tänze. Ihre Mythen sind das einzige was sie noch an ihre alte Heimat erinnert und verbindet. Die wichtigsten Bestandteile ihrer Legenden sind wohl ihre Götter:

Geschichte

Erschaffung und Krieg im Himmel

siehe auch Artikel: Krieg im Himmel

Vor Milliarden Jahren gab es einen galaxisweiten Krieg der Necrontyr gegen Die Alten. Die Necrontyr waren Den Alten zwar zahlenmäßig überlegen, allerdings besaßen diese eine weit mächtigere Technologie, darunter das Netz der Tausend Tore. Als die Necrontyr zu unterliegen drohten, nahmen sie die Hilfe der C'tan an und wurden zu den Necrons. Der Krieg im Himmel eskalierte auf katastrophale Weise.18 S.6f
Auf der Exoditen-Welt Torakal IV wurde eine Steintafel gefunden. Die Steintafel zeigt in Piktogrammen, dass Die Alten verschiedene Völker erschufen, die für sie gegen die Necrons kämpften. Die oberste Symbol-Reihe, die vierte, zeigt, dass einige wenige Alte überlebt haben oder zumindest in irgendeiner Weise fortbestehen. Eine der Figuren, die die Alten repräsentiert, ist mit einem Symbol verknüpft, das auf den Lachenden Gott der Eldar hindeuten könnte. Eine andere Figur ist der Alten ist mit einem beschädigten Symbol einer blutigen Hand verknüpft, also möglicherwiese ein Hinweis auf Kaela Mensha Khaine.9 S.86f
Die Eldar kämpften damals gegen die Necrons. Die Necrons haben aus diesem Krieg (u.a.) Eldar-Leichen in der Gruft der Verlorenen auf Kronus gesammelt.6 Der Krieg im Himmel endete mit der Niederlage und dem Verschwinden der Alten, allerdings wandten sich die Necrons direkt danach gegen die C'tan. Die Necrons konnten die C'tan zwar besiegen und einsperren, waren aber durch diese ganzen Kriege extrem geschwächt worden. Die Alten waren verschwunden, aber die Eldar, die im Krieg im Himmel an der Seite der Alten gegen die Necrons gekämpft und diese zu hassen gelernt hatten, existierten noch und waren eine aufstrebende Spezies. Die Necrons hatten nicht die Kraft, jetzt noch einen Krieg gegen die Eldar durchzustehen, und so zogen sie sich in ihre Gruftwelten zurück: Sie wollten einfach das Aussterben der Eldar abwarten, 60 Millionen Jahre schlafen, und dann zurückkehren.18 S.6f

Anmerkung: Die Mythen der Hrud über ihre Entstehungsgeschichte weisen bemerkenswerte Parallelen zur Entstehungsgeschichte der Eldar auf.9 S.78 Möglicherweise sind die Hrud eine weitere von Den Alten erschaffene Spezies.

Blütezeit der Eldar

Vor etwa 1 Million Jahren war die Blütezeit der Eldar. Sie herrschten zu dieser Zeit über den Großteil der Galaxis.3 S.4

Die Eldar waren die technologisch und kulturell fortschrittlichste Spezies der Galaxis, was sie extrem arrogant machte. Nichts lag jenseits ihrer Möglichkeiten und sie gaben sich einem Leben der Forschung, der Schönheit und der Harmonie hin.3 S.4 Die Gentechnik der Aeldari war extrem fortschrittlich und der Gentechnik des späteren Imperiums der Menschheit weit überlegen.17 K.5,K.8 Eine Aeldari klonten beispielsweise eine Art Hautgewebe, das ähnlich wie ein Gehirn Informationen speichern konnte.17 K.7

Details zu dieser Epoche der Eldar sind nicht mehr bekannt. Es gibt nur noch mythische Erzählungen, zum Beispiel bei den Weltenschiff-Eldar.3 S.4

Fall der Eldar

Siehe auch im Hauptartikel: Fall der Eldar

Angetrieben von mysteriösen Kulten wurden die Eldar immer hedonistischer.3 S.4; 14 K.25 Zu dieser Zeit waren sie isolationistisch: Die anderen Spezies der Galaxis führten brutale Kriege gegeneinander, aber die Eldar hielten sich da heraus.14 K.25 Die gesellschaftliche Entwicklung führte zu einer Spaltung, da einige Eldar mit dem neuen Kurs der Eldar-Zivilisation nicht einverstanden waren: Die Exoditen gründeten neue Kolonien, manche Eldar siedelten auf die Weltenschiffe um, aber die meisten Eldar gaben sich ohne Rücksicht der Vergnügungssucht und Gewalt hin.3 S.4

Diese unbändige Perversion führte zu einer Eldar-Zivilisation, die von Blutvergießen, Krieg und Dekadenz geprägt war. Aus all diesen Emotionen entstand im Warp Slaanesh. In einer gewaltigen Implosion saugte Slaanesh Milliarden von Eldar die Seele aus. Das Epizentrum lag im Herzen der Eldar-Zivilisation, wo im Umkreis von tausend Lichtjahren alle Eldar getötet wurden. Dort brach der Warp in den Realraum und dieser Warpeinbruch stabilisierte sich schließlich als der Wirbel des Chaos.3 S.4f
Die Exoditen-Welten wurden von der Schockwelle von Slaaneshs Geburt kaum beeinträchtigt, da sie so weit entfernt lagen. Die meisten Weltenschiffe lagen aber zu nah und wurden vernichtet, nur wenige entkamen unbeschadet.3 S.5
Ein Teil der dekadenten, korrumpierten Eldar hatte sich in das Netz der Tausend Tore zurückgezogen. Sie überstanden Slaaneshs Geburt unbeschadet. Der Untergang der Eldar-Zivilisation war ihnen so egal, dass sie nicht einmal in ihrer Gewalt und Dekadenz innehielten.15 S.7

Aber nicht nur die Eldar waren davon betroffen: Ein gewaltiger Warpsturm raste durch die Galaxis und traf Millionen von Psionikern aller Spezies: Menschen, Orks und andere. Überall in der Galaxis brach der Warp in den Realraum und es kam zu Zerstörungen. Als diese Schockwelle jedoch endete, offenbarte sich eine neue Entwicklung: Für zehntausend Jahre war die Galaxis von so starken Warpstürmen heimgesucht gewesen, dass menschliche interstellare Raumfahrt fast unmöglich war. Diese Schockwelle hatte jedoch den Warp beruhigt. Die Menschheit konnte mit Leichtigkeit durch den Warp reisen und so begann der Große Kreuzzug des Imperiums.3 S.5

Es offenbarte sich, dass Slaanesh den Eldar, die den Fall überlebt hatten, langsam aber sicher die Seelen aussaugte. Während die Weltenschiff-Eldar jedoch Möglichkeiten fanden, ihre Seelen durch Seelensteine und Unendlichkeitsmatrix dauerhaft vor Slaanesh zu schützen, entdeckten die Eldar im Netz der Tausend Tore eine völlig andere Methode: Sie entdeckten, dass das Leid anderer Slaaneshs schwächenden Einfluss ausgleicht. Der Schmerz anderer nährte und stärkte sie geistig und körperlich. Das war die Geburtsstunde der Dark Eldar.15 S.7

Heutige Eldar

Eldar sind über die ganze Galaxis verteilt.
Aktivitäten der Dark Eldar.

Die Eldar-Rasse ist unterteilt in vier große Fraktionen:

Daneben gibt es noch die Eldarpiraten, die sich immer aus einer der ersten beiden Fraktionen rekrutieren.

Weiterführende Links

Trivia

Das Wort "Eldar" ist dem Quenya entlehnt, der fiktiven Elbensprache aus J.R.R. Tolkiens Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe". Es ist dort die Bezeichnung der Elben für einen Teil ihres eigenen Volkes, und bedeutet soviel wie "Volk der Sterne". Im Warhammer 40.000 Universum wurde von den Autoren noch keine eigenständige Erklärung für das Wort geliefert, weshalb es vermutet werden kann, dass man sich hiervon hat inspirieren lassen.

Quellen