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Ambull: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach der Meinung der meisten [[imperial]]en [[Xenologe]]n{{A|2}} stammen Ambulls urprünglich aus den gefährlich heißen Polarwüsten von [[Luther McIntyre IX]]{{A|1}}. Ihre Tunnelnetzwerke boten dort Zugang zu seltenen Ressourcen und Metallen tief unter der Oberfläche.{{A|3 S.12}} Ihre natürlichen Eigenschaften haben dazu geführt, dass es im Laufe der Zeit aus verschiedensten Beweggründen zum Export von Ambulls von Luther McIntyre auf andere Planeten gekommen ist:{{A|1; 2; 3 S.12f}} Aufgrund ihrer hohen Hitzeresistenz, auch über längere Zeiträume, wurde auf mehreren [[Wüstenplanet]]en versucht, Ambulls zu domestizieren.{{A|1}} Auch auf [[Bergbauwelt]]en hat man versucht, sich ihre natürlichen Grabfähigkeiten zunutze zu machen.{{A|3 S.12}} Auch wenn sie sich entwickelt haben, um untertage zu leben, können sie sich gut an die meisten Umgebungen anpassen.{{A|1}} Das gilt auch für Nicht-Wüstenplaneten, auf die Ambulls entgegen eines [[Imperiales Gesetz|Banns der Stufe Delta]] von schlecht informierten, aber ehrgeizigen Gruppen, welche von reichen [[Adel|Adligen]] bis hin zu verbotenen [[Kult]]en reichen können, importiert wurden. Das Ziel war dabei meist, die Ambulls zu zähmen, um sie als Kampf- oder Wachtiere nutzen zu können, was selbst bei nicht ausgewachsenen Ambulls jedoch bisher stets in einer spektakulären Katastrophe endete. Dabei gelang Gruppen von Ambulls die Flucht, die sich dann auf ihren neuen Heimatplaneten zu vermehren begannen. Da kaum eine Umwelt lebensfeindlicher ist als ihre Angestammte, und Beute meist zahlreicher und einfacher zu jagen ist, verbreiten sich Ambulls mit erschreckender Geschwindigkeit und werden schnell zu einer ernsthaften Bedrohung ihrer Umgebung.{{A|2}} Auch die Versuche, sich Ambulls auf [[Minenwelt]]en nutzbar zu machen, führten oft zu vernichtenden Verlusten, die Kreaturen nicht nur wie geplant gewaltige Tunnelnetzwerke wie auf [[Luther McIntyre]] anlegten, was den Zugang zu Rohstoffen erleichterte, sondern sich auch oft in [[Atmosphärenprozessor]]en gruben, was unkontrollierte Stürme auf den Planetenoberflächen verursachte, oder in Makro-[[Plasmagenerator]]en, was zu Kernschmelzen führte, die die Arbeiterpopulation dezimierte und den Bergbau behinderte. Und auch die Versuche, Ambulls aufgrund des kräftigen Geschmacks ihres Fleisches (laut Einschätzung des [[Techpriester]]s [[Logash]] ähnlich wie [[Grox]]fleisch{{A|5 K6}}) als Zuchttiere zu halten, führten nicht zum erwünschten Ergebnis{{A|3 S.13; 4 K6}}, da die Verlustrate bei den Züchtern meistens über 95% lag. Die größte Schwierigkeit bei den Domestikationsversuchen lag allerdings bereits im Transport. War es erstmal gelungen, Ambulls lebend zu fangen, gruben sie sich oft aus ihren Zellen, ohne Rücksicht darauf, ob man bereits versuchte sie interstellar zu transportieren. Einmal frei, töteten sie schnell die Crew ihres [[Raumschiff]]es oder gruben sich durch die Außenhülle, was das Schiff dem All oder gar dem [[Warp]]raum aussetzte.{{A|3 S.13}} Insgesamt haben die Versuche, Ambulls abseits ihrer Heimatwelt nutzbar zu machen, jedoch dazu geführt, dass sie im [[imperial]]en Raum inzwischen vielerorts angetroffen werden können.{{A|1, 3 S.12}}
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Nach der Meinung der meisten [[imperial]]en [[Xenologe]]n{{A|2}} stammen Ambulls urprünglich aus den gefährlich heißen Polarwüsten von [[Luther McIntyre IX]]{{A|1}}. Ihre Tunnelnetzwerke boten dort Zugang zu seltenen Ressourcen und Metallen tief unter der Oberfläche.{{A|3 S.12}} Ihre natürlichen Eigenschaften haben dazu geführt, dass es im Laufe der Zeit aus verschiedensten Beweggründen zum Export von Ambulls von Luther McIntyre auf andere Planeten gekommen ist:{{A|1; 2; 3 S.12f}} Aufgrund ihrer hohen Hitzeresistenz, auch über längere Zeiträume, wurde auf mehreren [[Wüstenplanet]]en versucht, Ambulls zu domestizieren.{{A|1}} Auch auf [[Bergbauwelt]]en hat man versucht, sich ihre natürlichen Grabfähigkeiten zunutze zu machen.{{A|3 S.12}} Auch wenn sie sich entwickelt haben, um untertage zu leben, können sie sich gut an die meisten Umgebungen anpassen.{{A|1}} Das gilt auch für Nicht-Wüstenplaneten, auf die Ambulls entgegen eines [[Imperiales Gesetz|Banns der Stufe Delta]] von schlecht informierten, aber ehrgeizigen Gruppen, welche von reichen [[Adel|Adligen]] bis hin zu verbotenen [[Kult]]en reichen können, importiert wurden. Das Ziel war dabei meist, die Ambulls zu zähmen, um sie als Kampf- oder Wachtiere nutzen zu können, was selbst bei nicht ausgewachsenen Ambulls jedoch bisher stets in einer spektakulären Katastrophe endete. Dabei gelang Gruppen von Ambulls die Flucht, die sich dann auf ihren neuen Heimatplaneten zu vermehren begannen. Da kaum eine Umwelt lebensfeindlicher ist als ihre angestammte, und Beute meist zahlreicher und einfacher zu jagen ist, verbreiten sich Ambulls mit erschreckender Geschwindigkeit und werden schnell zu einer ernsthaften Bedrohung ihrer Umgebung.{{A|2}} Auch die Versuche, sich Ambulls auf [[Minenwelt]]en nutzbar zu machen, führten oft zu vernichtenden Verlusten, da die Kreaturen nicht nur wie geplant gewaltige Tunnelnetzwerke wie auf [[Luther McIntyre]] anlegten, was den Zugang zu Rohstoffen erleichterte, sondern sich auch oft in [[Atmosphärenprozessor]]en gruben, was unkontrollierte Stürme auf den Planetenoberflächen verursachte, oder in Makro-[[Plasmagenerator]]en, was zu Kernschmelzen führte, die die Arbeiterpopulation dezimierten und den Bergbau behinderten. Und auch die Versuche, Ambulls aufgrund des kräftigen Geschmacks ihres Fleisches (laut Einschätzung des [[Techpriester]]s [[Logash]] ähnlich wie [[Grox]]fleisch{{A|5 K6}}) als Zuchttiere zu halten, führten nicht zum erwünschten Ergebnis{{A|3 S.13; 4 K6}}, da die Verlustrate bei den Züchtern meistens über 95% lag. Die größte Schwierigkeit bei den Domestikationsversuchen lag allerdings bereits im Transport. War es erstmal gelungen, Ambulls lebend zu fangen, gruben sie sich oft aus ihren Zellen, ohne Rücksicht darauf, ob man bereits versuchte sie interstellar zu transportieren. Einmal frei, töteten sie schnell die Crew ihres [[Raumschiff]]es oder gruben sich durch die Außenhülle, was das Schiff dem All oder gar dem [[Warp]]raum aussetzte.{{A|3 S.13}} Insgesamt haben die Versuche, Ambulls abseits ihrer Heimatwelt nutzbar zu machen, jedoch dazu geführt, dass sie im [[imperial]]en Raum inzwischen vielerorts angetroffen werden können.{{A|1, 3 S.12}}
  
 
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* Auf der [[Urzeitwelt]] Volonx war ein primitiver Stamm möglicherweise in die Geschäfte von [[Xenos]]-[[Schmuggler]]n im [[Adrantisnebel]] verwickelt. Mit groben Methoden und narkotischen Breiumschlägen aus der lokalen Fauna gelang es ihnen, die "Tunnelbestien", wie sie im lokalen Dialekt heißen, zu domestizieren. Sie fanden sie in einem Tal in den Bergen, das den Legenden des Stammes zufolge von "uralten Geistern" verflucht war. [[Akolyth]]en der [[Inquisition]] untersuchten im Rahmen ihrer Ermittlungen zu dem Schmugglerring auch das Tal.{{A|2}}
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* Auf der [[Urzeitwelt]] [[Volonx]] war ein primitiver Stamm möglicherweise in die Geschäfte von [[Xenos]]-[[Schmuggler]]n im [[Adrantisnebel]] verwickelt. Mit groben Methoden und narkotischen Breiumschlägen aus der lokalen Fauna gelang es ihnen, die "Tunnelbestien", wie sie im lokalen Dialekt heißen, zu domestizieren. Sie fanden sie in einem Tal in den Bergen, das den Legenden des Stammes zufolge von "uralten Geistern" verflucht war. [[Akolyth]]en der [[Inquisition]] untersuchten im Rahmen ihrer Ermittlungen zu dem Schmugglerring auch das Tal.{{A|2}}
 
* Auf [[Aryus Eins]] liegen die Überreste des [[Quecksilberpalastes]], vernichtet von seismischen [[Sprengladung]]en, die [[Inquisitor]] [[Felroth Gelt]] selbst platzierte, um Ambulls auszurotten, die von [[Ketzer]]n eingeführt worden waren.{{A|2}}
 
* Auf [[Aryus Eins]] liegen die Überreste des [[Quecksilberpalastes]], vernichtet von seismischen [[Sprengladung]]en, die [[Inquisitor]] [[Felroth Gelt]] selbst platzierte, um Ambulls auszurotten, die von [[Ketzer]]n eingeführt worden waren.{{A|2}}
 
* Hinzu kommen Ambulls, die von einer [[Pirat]]enbande auf ihrer Basis in einem ausgehöhlten Asteroiden als eine Falle für Eindringlinge zurückgelassen wurden: Ein Andockmanöver ohne die korrekten Sicherheitscodes führt zur Freisetzung der Ambulls an verschiedenen Punkten überall in der [[Raumstation]].{{A|2}}
 
* Hinzu kommen Ambulls, die von einer [[Pirat]]enbande auf ihrer Basis in einem ausgehöhlten Asteroiden als eine Falle für Eindringlinge zurückgelassen wurden: Ein Andockmanöver ohne die korrekten Sicherheitscodes führt zur Freisetzung der Ambulls an verschiedenen Punkten überall in der [[Raumstation]].{{A|2}}

Aktuelle Version vom 28. Juli 2020, 20:52 Uhr

"Unter Abenteurern gibt es nur wenige, die noch nicht vom Ambull gehört haben - aber noch weniger sind die, die einer der Bestien begegnet sind und die Geschichte noch erzählen können."
+++ Janus Draik3 S.4 +++
"RRRAAAAAHHRRR!"
+++ Wütender Ambull3a +++
Ambull9

Allgemeines

Ambulls sind große, außerirdische Kreaturen, die sich in den Polarwüsten von Luther McIntyre IX entwickelt haben, aber inzwischen vielerorts in der Galaxis angetroffen werden können.1

Anatomie

Ambulls verfügen über große und breit gebaute Körper,1 mit einem insektenartigen Exoskelett,2 fast bis zum Boden reichenden Armen sowie kurzen und krummen Beinen, was ihnen ein affenartiges Aussehen verleiht.1 Ihre ausgeprägt bucklige Haltung täuscht dabei über ihre wahre Größe hinweg, die aufrecht und mit über den Kopf ausgestreckten Klauen bei gut 4m liegt.2 Die chitinartigen Platten, die ihre Körper bedecken, sowie ihre Symbiose mit Strahlungsmaden führen auf einzigartige Weise dazu, dass sie starke Energieausbrüche überleben können, da verletztes Fleisch schnell von den Strahlungsmaden gefressen wird und deren hyperstimulierender Speichel dafür sorgt, dass das Fleisch des Ambulls in Sekundenbruchteilen heilt.3 S.5 Sowohl Arme als auch Beine eines Ambulls enden in stahlharten Klauen, welche sie benutzen, um sich durch das Gestein ihrer Heimatwelt zu graben.1 Die ultraharte Kante der Klaue erlaubt dem Ambull jedoch zum Beispiel auch, einen Space Marine mit einem einzigen Schlag in zwei Teile zu reißen, sie fetzt durch Fleisch, Knochen und Servorüstung gleichermaßen mit schrecklicher Leichtigkeit. Auch Fahrzeugpanzerung bietet keinen Schutz - viele Goliath Rockgrinders, die versehentlich einen Ambullbau angebohrt hatten, wurden Monate später mit aufgebrochenen Rümpfen und zerstückelter Besatzung gefunden.3 S.5 Auffällig bei der Anatomie der Ambulls sind ihre charakteristischen, ausgeprägten Kauwerkzeuge. Ambulls sind sowohl zäh als auch langlebig2 und bleiben selbst unter den rauhesten, radioaktivsten oder verseuchtesten Umweltbedingungen genetisch stabil und morphologisch gleich, abgesehen von einer gewissen, erwartbaren Varianz in der Farbgebung ihrer Panzer. Ihre extreme Stabilität gegenüber Mutationen waren das Thema mehrerer intensiver Studien, welche bislang allerdings ergebnislos verliefen. Radikalere Elemente der Xenos Biologis haben die Idee geäußert, dass es sich bei Ambulls um eine gezüchtete Rasse handelt, die dem Chaos widerstehen soll. Die meisten Adepten gehen jedoch von einer natürlichen Evolution, einem intensiven Überlebenskampf auf ihrem höllischen Heimatplaneten aus.2
Trotz einer Neigung dazu, andere Lebewesen anzugreifen, sind Ambulls nicht ausschließlich carnivor. Vielen Berichten zufolge können sie auch von Hitze- oder radioaktiver Energie leben und graben sich auf der Suche nach Quellen von dieser durch die Kruste von Planeten.3 S.5 Die Augen des Ambulls sind so beschaffen, dass sie ein umfangreiches Spektrum von Hitze1 oder anderen Energien wahrnehmen können, wodurch sie Lavaströme oder Adern exotischer Elemente durch Fels hindurch auf mehrere Kilometer Entfernung erfassen können. Auf imperialen Welten werden sie deshalb oft auch von künstlichen Energiequellen angezogen - mehr als einmal hat sich ein Ambull in die Reaktorkammer eines Plasmagenerators gegraben und eine katastrophale Schmelze ausgelöst.3 S.5

Lebensweise und Verhalten

Ambull im Report eines Xenologen3 S.13

Ambulls graben Tunnel, um in ihnen einen Großteil der Zeit der Hitze der direkten Sonneneinstrahlung zu entgehen. Diese Lebensweise wird von vielen Kreaturen auf Luther McIntyre IX geteilt, unter anderem auch von der bevorzugten Beute des Ambulls, dem Crawler.1 Sie verlassen ihren Bau, teilweise in Rudelstärke, bei Nacht, um Nahrung zu suchen und zu jagen.2 Allerdings nutzen sie zur Jagd auch ihre Tunnelnetzwerke: Ambulls sind soziale Kreaturen und leben oft in eng verbundenen Familiengruppen, bei denen sich mehrere Erwachsene um Bruten von 4-7 Nachkommen kümmern.2 Da sie über Jahre in denselben Tunneln leben, können dadurch über einen längeren Zeitraum riesige Tunnelsysteme ausgehoben werden.1 Diese Gemeinschaftsbaue können viele Kilometer Ausmaße ausnehmen und bilden ein gewaltiges Netzwerk, das Unvorsichtige leicht ungerechtfertigterweise für eine sichere Zuflucht vor Gefahren auf der Oberfläche halten können.2 Ambulls graben in erheblicher Geschwindigkeit, um Crawler und andere Beutetiere durch den Untergrund zu verfolgen und nutzen ihre ausgeprägten Kiefer zum Greifen und Festhalten ihres Fangs.1 Eine Kombination stellt das Jagen aus dem Bau heraus dar: Sie können plötzlich aus dem Boden hervorbrechen und ihre Beute mit ihren mächtigen Armen zu zerschmettern und Fleisch mit ihren Mandibeln verschlingen. Bewusstlose Opfer werden oft auch in den Bau geschleift, damit vor allem die jüngeren Ambulls, die die Jagd noch lernen müssen, sich davon ernähren können. Ambulls bevorzugen zwar lebende Beute, können sich jedoch von allem ernähren, was ihren Weg kreuzt.2 Die Tunnel werden zuweilen von Schmugglern und Piraten als Basis oder Lager genutzt. Da Ambulls recht übellaunige Kreaturen sind, die Eindringlinge sofort attackieren, ist es allerdings weise zu prüfen, ob diese noch bewohnt werden6 S.64 - Die Kreaturen sind aggressiv territorial und verteidigen ihr Revier gegen Eindringlinge.3 S.5

Fortpflanzung

Die Larven des Ambulls sind als Borewyrms bekannt und schlüpfen aus Nestsäcken, die von ihren Eltern in den Tunneln abgelegt werden. Sie sind ebenso wie der Ambull sehr widerstandsfähig und können radioaktives Material, Energiezellen oder Energie strömende Technologie als Nahrungsquelle benutzen. Zwar besitzen sie nur den Bruchteil der Größe eines ausgewachsenen Ambulls, ein einzelner Borewyrm ist jedoch fast so groß und dabei sehr viel schwerer als ein Mensch. Seine gezackten Mundwerkzeuge können den Torso eines gepanzerten Soldaten mit erschreckender Leichtigkeit durchbohren.3 S.5

Vorkommen

Ambull2

Nach der Meinung der meisten imperialen Xenologen2 stammen Ambulls urprünglich aus den gefährlich heißen Polarwüsten von Luther McIntyre IX1. Ihre Tunnelnetzwerke boten dort Zugang zu seltenen Ressourcen und Metallen tief unter der Oberfläche.3 S.12 Ihre natürlichen Eigenschaften haben dazu geführt, dass es im Laufe der Zeit aus verschiedensten Beweggründen zum Export von Ambulls von Luther McIntyre auf andere Planeten gekommen ist:1; 2; 3 S.12f Aufgrund ihrer hohen Hitzeresistenz, auch über längere Zeiträume, wurde auf mehreren Wüstenplaneten versucht, Ambulls zu domestizieren.1 Auch auf Bergbauwelten hat man versucht, sich ihre natürlichen Grabfähigkeiten zunutze zu machen.3 S.12 Auch wenn sie sich entwickelt haben, um untertage zu leben, können sie sich gut an die meisten Umgebungen anpassen.1 Das gilt auch für Nicht-Wüstenplaneten, auf die Ambulls entgegen eines Banns der Stufe Delta von schlecht informierten, aber ehrgeizigen Gruppen, welche von reichen Adligen bis hin zu verbotenen Kulten reichen können, importiert wurden. Das Ziel war dabei meist, die Ambulls zu zähmen, um sie als Kampf- oder Wachtiere nutzen zu können, was selbst bei nicht ausgewachsenen Ambulls jedoch bisher stets in einer spektakulären Katastrophe endete. Dabei gelang Gruppen von Ambulls die Flucht, die sich dann auf ihren neuen Heimatplaneten zu vermehren begannen. Da kaum eine Umwelt lebensfeindlicher ist als ihre angestammte, und Beute meist zahlreicher und einfacher zu jagen ist, verbreiten sich Ambulls mit erschreckender Geschwindigkeit und werden schnell zu einer ernsthaften Bedrohung ihrer Umgebung.2 Auch die Versuche, sich Ambulls auf Minenwelten nutzbar zu machen, führten oft zu vernichtenden Verlusten, da die Kreaturen nicht nur wie geplant gewaltige Tunnelnetzwerke wie auf Luther McIntyre anlegten, was den Zugang zu Rohstoffen erleichterte, sondern sich auch oft in Atmosphärenprozessoren gruben, was unkontrollierte Stürme auf den Planetenoberflächen verursachte, oder in Makro-Plasmageneratoren, was zu Kernschmelzen führte, die die Arbeiterpopulation dezimierten und den Bergbau behinderten. Und auch die Versuche, Ambulls aufgrund des kräftigen Geschmacks ihres Fleisches (laut Einschätzung des Techpriesters Logash ähnlich wie Groxfleisch5 K6) als Zuchttiere zu halten, führten nicht zum erwünschten Ergebnis3 S.13; 4 K6, da die Verlustrate bei den Züchtern meistens über 95% lag. Die größte Schwierigkeit bei den Domestikationsversuchen lag allerdings bereits im Transport. War es erstmal gelungen, Ambulls lebend zu fangen, gruben sie sich oft aus ihren Zellen, ohne Rücksicht darauf, ob man bereits versuchte sie interstellar zu transportieren. Einmal frei, töteten sie schnell die Crew ihres Raumschiffes oder gruben sich durch die Außenhülle, was das Schiff dem All oder gar dem Warpraum aussetzte.3 S.13 Insgesamt haben die Versuche, Ambulls abseits ihrer Heimatwelt nutzbar zu machen, jedoch dazu geführt, dass sie im imperialen Raum inzwischen vielerorts angetroffen werden können.1, 3 S.12

Ambulls auf Necromunda

Auf Necromunda existierte im Makropolabgrund ein Warptor, das nach Luther McIntyre IX führte. Der berüchtigte Karloth Valois benutzte es, um mehrere Ambulls mit seinen Kräften nach Necromunda zu locken, die er als Elitetruppen bei einem großangelegten Angriff seiner Seuchenzombies auf die Makropole einsetzte. Ihm standen das Adeptus Arbites und eine örtliche Gang gegenüber, die den Angriff solange aufhalten konnten, bis zusätzliche Verstärkungen eintrafen.12

Ambulls um 815.M41 im Calixis-Sektor

  • Auf der Urzeitwelt Volonx war ein primitiver Stamm möglicherweise in die Geschäfte von Xenos-Schmugglern im Adrantisnebel verwickelt. Mit groben Methoden und narkotischen Breiumschlägen aus der lokalen Fauna gelang es ihnen, die "Tunnelbestien", wie sie im lokalen Dialekt heißen, zu domestizieren. Sie fanden sie in einem Tal in den Bergen, das den Legenden des Stammes zufolge von "uralten Geistern" verflucht war. Akolythen der Inquisition untersuchten im Rahmen ihrer Ermittlungen zu dem Schmugglerring auch das Tal.2
  • Auf Aryus Eins liegen die Überreste des Quecksilberpalastes, vernichtet von seismischen Sprengladungen, die Inquisitor Felroth Gelt selbst platzierte, um Ambulls auszurotten, die von Ketzern eingeführt worden waren.2
  • Hinzu kommen Ambulls, die von einer Piratenbande auf ihrer Basis in einem ausgehöhlten Asteroiden als eine Falle für Eindringlinge zurückgelassen wurden: Ein Andockmanöver ohne die korrekten Sicherheitscodes führt zur Freisetzung der Ambulls an verschiedenen Punkten überall in der Raumstation.2

Ambulls auf Simia Orichalcae

Ambulls wurden 932.M41 auf der Eiswelt Simia Orichalcae gesichtet, als das 597. Valhalla eine wichtige Promethiumraffinerie verteidigte. Späteren Einschätzungen zufolge waren die Ambulls durch ein Warpportal gekommen, das eine Necron-Scoutstreitmacht von einem unbekannten Planeten aus nach Simia Orichalcae geöffnet hatte. Die Ambulls töteten mehrere Promethium-Minenarbeiter in den unteren Tunneln, bevor Kommissar Ciaphas Cain und ein valhallanischer Aufklärungstrupp mehrere der Kreaturen töten konnten. Es wurde beobachtet, dass die Ambulls sich durch Eis genauso enfach graben konnten wie durch Sand oder Fels, und auch abseits ihrer gewohnten Wüstenumgebung problemlos überlebten.5 K5f Im Anschluss an den Feldzug auf Simia Orichalcae dinierte Cain mit Inquisitorin Amberley Vail in einem gehobenen Hotel, das Ambullsteak auf seiner Karte führte.5 K16

Ambulls auf Antro

Auf der Bergbauwelt Antro setzten Squats mit Bionics modifizierte Ambulls in den Schächten als Last- und Arbeitstiere ein, die für sie Tunnel durch das Gestein trieben. Diese waren u.a. mit hydraulischen Hämmern und rotierenden, gezähnten Steinbohrern an den Armen ausgestattet, wiesen außenliegende Energiekabel auf, waren am Kopf mit Wolframplatten gepanzert und verschlangen den frisch aus dem Felsboden gebrochenen Schutt. Sie wurden von Gildeningenieuren der Squats gelenkt, die ihnen über implantierte Steuerknöpfe am Sattel und über Steigbügelpedale, die direkt in den Rippen der Tiere verschwanden, Kommandos übermittelten. Lexandro d'Arquebus und seine Space Marine-Kameraden von den Imperial Fists wurden mit diesen mechanisierten Tieren und ihren Herren während der Suche nach dem abtrünnigen Gouverneur Fulgor Sagramoso von Karkason konfrontiert.4

Ambulls auf der siebten Schwarzen Festung

Ambulls wurden auf der siebten Schwarzen Festung heimisch, als die als Graue Herzogin bekannte Erforscherin, eine auf gefährliche Kreaturen spezialisierte Schmugglerin, ein Exemplar auf der Festung aussetzte, in der Hoffnung, dass die Instinkte des Ambulls zur Anlegung eines Tunnelnetzwerkes führen wurde, das sich bis tief in die Festung erstrecken sollte. Sie hoffte dadurch, die verrückte Natur der Festung mit ihren labyrinthartigen Korridoren und ständigen Veränderungen überwinden zu können. Sie verschwand jedoch bei ihrer Expedition mit dem Ambull spurlos.3 S.12f Erst später wurde das Überleben des Ambulls auf der Raumstation Abgrund, von welcher die Expeditionen zur Festung ausgehen, bekannt. Der Ambull hatte in der Festung ein Nest gebaut, das einige Borewyrm-Larven hervorbrachte, und die tödliche, von verschiedenen Energien gesättigte Umgebung sorgte in Kombination mit seinen natürlichen Fähigkeiten dafür, dass er perfekte Jagdgründe vorfand, in denen er gedeihen konnte. Die Borewyrms ernährten sich dabei von Energie abstrahlender Archäotech. Neben den offensichtlichen Gefahren einer steigenden Ambullpopulation auf der Festung für künftige Expeditionen machten sich die Bewohner Abgrunds vor allem Sorgen darum, dass die Ambulls die Festung selbst katastrophal beschädigen oder ein Reservoir apokalyptisch mächtiger Energie angraben und entfesseln könnten.3 S.14 Der abtrünnige Genetor Gandar Sett legte die Ambull-Forschungsstation "Bioeinschlussanlage Sett VII" an und warb Erforscher für Expeditionen an, um Ambull-Spezimen zu fangen.3 S.15 Erforscher wie die Freihändlerin Ava Victrix ließen sich von Seth anheuern.13 K1ff
Zu einem anderen Zweck begab sich der Freihändler Janus Draik an der Seite des Kroot Dahyak Grekh und eines kleinen Kontingents seiner Haustruppen auf die Suche nach dem Ambull an Bord der Festung. Draik, der in der Jagd auf Ambulls bereits über Vorerfahrung von Adruss Prime verfügte, war darauf aus, den Ambull mit einem modifizierten Lichtbogen-Gewehr zu töten, um zu verhindern, dass andere Bewohner Abgrunds die Kreatur oder ihren Nachwuchs lebend nach Abgrund bringen konnten. Er sah die lebende Unterbringung eines Ambulls als eine zu große Gefahr für Abgrund und hielt Genetor Sett für einen Verrückten.13 K1 Nach einer verlustreichen Auseinandersetzung mit Borewyrms und dem Zusammentreffen mit Victrix, die im Kampf all ihre Begleiter verloren hatte, 13 K2ff gerieten Draik, Grekh und Victrix beim Versuch, den Ambull aufzuspüren, in Gefangenschaft durch die dem Seuchengott verfallenen Traitor Guardsmen unter Hauptmann Samos.13 K6 Victrix ließ sich aus Furcht auf die Verräter ein und versprach, ihnen einen Zugang zu Abgrund zu eröffnen. Da griff der Ambull das Lager der Nurgle-Anhänger an, was Draik und Grekh die Flucht ermöglichte: Draik hatte eine Plasma Snare in Victrix' Tasche geschmuggelt, welche den Ambull dazu brachte, die Freihändlerin und ihre neuen Chaos-Verbündeten durch die Festung zu verfolgen. Draik setzte später seine Versuche fort, den Ambull mit seinem speziellen Lichtbogen-Gewehr zu jagen.13 K6

Galerie

Ambull1
Skizze eines Ambul(l)-Kopfes8
Ambulls auf Gladius11

Miniaturen

Ambull von Michael Perry, 19886 S.48
Ambull und Borewyrms für Warhammer Quest Blackstone Fortress, 201910

Siehe auch

Quellen