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Tabletopspiel

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Als Tabletopspiel (von Englisch tabletop = Tischoberfläche), im Spielerjargon nur kurz Tabletop genannt, bezeichnet man ein Strategiespielsystem, bei dem mit Miniaturen auf einer freien Oberfläche ohne Spielfelder gespielt wird.

Ursprung

Die heutigen Tabletopspiele sind Weiterentwicklungen des sogenannten Kriegsspiels, das Anfang des 19. Jahrhunderts von Baron von Reisswitz entworfen wurde, um preußische Offiziere in Strategie zu trainieren.

Allgemeines

In einem Tabletop wird mit einem sehr komplexen System von Spielregeln versucht, möglichst alle Aspekte einer tatsächlichen Schlacht im Spiel umzusetzen. So werden in vielen Tabletops Panik, Flucht, Vor- und Nachteile von Gelände, Bewegungsbeeinträchtigung durch schwere Rüstung sowie Einheiten mit spezieller Taktik, Eigenschaften und verschiedenen Waffen und Ausrüstungen regeltechnisch umgesetzt. Zur Zufallssimulation werden in der Regel Würfel verwendet.

Der kreative bzw. Hobby-Aspekt eines Tabletops nimmt für die Hobbyisten einen großen Raum ein. Die Miniaturen (früher aus Zinn gegossen oder aus Papier ausgeschnitten, heute meist aus Spezialgussmetall oder Kunststoffen wie Resin oder Polystyrol hergestellt) werden meistens sorgfältig aus Einzelteilen zusammengebaut (oftmals sogar umgebaut) und aufwändig bemalt. Die Spielfläche besteht aus einer beliebigen freien Oberfläche oder einem selbstgebauten Spieltisch und wird oft mit so genannten Geländeteilen (Hügel, Wälder, Ruinen aus Modellbauläden oder selbstgebaut) gestaltet. Da es kein herkömmliches Spielbrett gibt und somit auch keine Spielfelder vorhanden sind, werden Entfernungen (z.B. Bewegungs- oder Schussreichweiten) mit einem Maßband ausgemessen.

Auch der optische Aspekt wird bei Tabletops großgeschrieben. Im Gegensatz zu Brettspielen kann man hier die Figuren in beliebigen Posen und mit unterschiedlichen Waffen, Ausrüstung und anderen Teilen zusammenbauen, und sie sind dafür gedacht, zur Erkennung ihrer Eigenschaften und Zugehörigkeit bemalt zu werden. Außerdem belohnen die Regeln des Spiels oft großen Aufwand, indem für den Einsatz bestimmter Regeln oft Umbauten zwingend nötig sind. So stellen viele Spieler Armeen auf, bei der jede Figur aufwendig umgebaut wurde. Man kann auch immer wieder Armeen sehen, deren Bemalstandard dem eines Vitrinenstücks entspricht.

Maßstab

Tabletops teilen sich in verschiedene Maßstäbe auf. Die kleineren Maßstäbe werden fast ausschließlich genutzt um Schlachten zwischen gigantischen Armeen darzustellen. 25mm Tabletops teilen sich jedoch noch einmal in normale und in Skirmish-Tabletops (Skirmish = engl. für Scharmützel, d.h. kleinste Konflikte) bzw. zahlreiche Zwischenbereiche auf. Warhammer 40.000 zählt zu den traditionelleren Systemen und stellt Schlachten zwischen Armeen dar, deren Größe grob der einer modernen Infanteriekompanie entspricht. Truppen werden in Einheiten zusammengefasst und gruppiert gesteuert. Das einzelne Modell erfährt weniger Beachtung. Die Modellanzahlen liegen pro Armee meist bei etwa 100 Modellen.

Für weitere Informationen siehe den Artikel Maßstab.

Tabletop und Games Workshop

Von allen Tabletops sind weltweit die 3 Hauptsysteme von Games Workshop am weitesten verbreitet: Warhammer 40.000, Warhammer und Herr der Ringe.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Tabletop aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, dort kann man den Artikel bearbeiten.