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Symbiont

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
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Symbiont

Symbionten (wissenschaftlicher Name: Corporaptor Hominis bzw. Corporaptor Ymgarli8 oder auch Vermis (tyrannus) furii9 S.63f) sind Vorhut- und Nahkampfkreaturen der Schwarmflotten der Tyraniden, wobei offenbar auch autonome, nomadische Populationen existieren.
Symbionten sind auch unter den Namen Genräuber/Genestealer (zuweilen auch nur Räuber bzw. Stealer) bekannt.

Allgemeines

Ihren Namen verdanken Symbionten ihrer Fähigkeit, anderen Spezies ihr Erbgut in Form einzelner Zellen mittels eines Ovipositors in ihrer Zunge zu injizieren, welches sich dann mit dem des Wirts verbindet. Die fremdartige DNA verändert die Opfer grundlegend (siehe Symbiokultisten), statt normaler Nachkommen gebären sie Hybriden aus ihrem eigenen Volk und Symbionten, sie sind sowohl den Symbionten als auch ihren entstellten Nachkommen fanatisch loyal ergeben2,5,7. Diese genetische Infiltration wird von den Tyraniden dazu genutzt, Welten im Weg der Schwarmflotten zu destabilisieren und damit zu schwächen3,6,7.

Ausbreitung

Bei weiter entfernten Welten, die von den vom Schwarmbewusstsein unabhängigen Symbionten durch Frachter oder Space Hulks erreicht werden3,5, können sich sogenannte Symbiontenkulte bilden, welche sich auf einem Planeten etablieren und diesen sogar übernehmen können2,5,7. Von dort aus breitet sich die Infiltration, wenn sie nicht aufgehalten wird, weiter aus, korrumpiert und versklavt weitere Welten und somit stellen die Symbionten allein schon eine massive Bedrohung für die Spezies dieser Galaxis dar2,5.

Rottenbewußtsein

Alle Symbionten sind psionisch aktiv und kommunizieren auf telepathischem Weg untereinander, was eine effektive Koordination ihrer Aktionen ermöglicht. Dieses Rottenbewußtsein ist nicht sonderlich komplex aber so stark, daß es selbst im Warp existiert und am ehesten mit einem unstillbarem Hunger und einem ewigen Drang zu Expansion und Fortpflanzung umschrieben werden kann. Aus diesem manifestierten Bewußtsein beziehen auch die Psioniker der Symbiontenkulte ihre Kräfte2.

Anatomie

Für nähere Informationen siehe Hauptartikel: Anatomie der Tyraniden

Größer und weitaus stärker als ein Mensch, besitzen Symbionten die für Tyraniden typischen sechs Gliedmaßen und bewegen sich gebückt auf zwei Beinen fort. Ihr mittleres Gliedmaßenpaar besteht - zumindest bei den Exemplaren, die in den imperialen Raum eingedrungen sind10 - aus Armen mit "Händen", während die Vordergliedmaßen in kraftvollen Klauen enden, mit denen sie selbst Plastonid-T-Stahl zerreißen können7. Der Schädel existiert als Endoskelett und ist mit einer ledrigen Haut überzogen, die aus Poren feucht gehalten wird. Die Augen sind vom Aufbau menschenähnlich, die Kiefermuskulatur sehr kräftig und Geruchs- und Geschmackssinn sind kombiniert.9 S.64 Der Rest des Körpers ist mit einem Exoskelett aus einer Art Chitin, aber mit Kalk-Einlagerungen, bedeckt.9 S.64 Frühere Berichte weisen auf freiliegende Muskelstränge auf dem Rücken hin.4 Direkt unter dem Exoskelett liegt das Muskelgewebe. Es ist mit Drüsen durchsetzt, die bei Abnutzung das Exoskelett wieder aufbauen.9 S.64 Die Atmung geschieht über Atemlöcher an Gliedmaßen und Kopf, die in eine Art Kiemensystem im Brustkorb münden.9 S.64 Die meisten Inneren Organe sind komplex und untereinander deutlich unterschiedlich, als wären sie von mehreren Spezies zusammengestohlen. Die Ausnahme ist der Magen, der einfach aufgebaut ist. Im Magen befinden sich auch Kauplatten, die das Zerkleinern geschluckter Nahrung übernehmen.9 S.64

Allgemein bekannt ist, dass sie niemals Waffensymbionten besitzen. Im Vergleich zu anderen Tyraniden besitzen Symbionten außerdem ein ungewöhnlich großes und komplexes Gehirn und zudem allerlei physiologische Eigenheiten wie etwa Verdauungstrakte, die sie effektiv nicht benötigen4.

Mutationen und Varianten

Normalerweise gleichen sich Symbionten untereinander, allerdings können, je nach Wirtsvolk oder Schwarmflotte, diverse Eigenheiten, wie etwa Biomorphe, auftreten8. Infiltrieren die Symbionten zudem ein bestimmtes Wirtsvolk, nehmen die aus dem Reproduktionszyklus entstandenen reinrassigen Symbionten mit der Zeit bestimmte Merkmale von diesem an.10 Extremere Variationen bilden die sogenannten Symbiarchen, die möglicherweise eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Symbiontengenotyps in den Schwarmflotten darstellen8, und der Patriarch eines Symbiontenkultes, der sich im Laufe der Zeit aus einem normalen Symbionten entwickelt2,7. Die Färbung der Symbionten variiert; während die nomadischen Populationen meist ein violettes Farbschema aufweisen, sind sie in den Armeen der Schwarmflotten fast immer der Grundfärbung der anderen Tyraniden angepaßt4.

Ymgarl-Symbionten

Eine besondere Variation der Symbionten stellen die Ymgarl-Symbionten dar. Diese Kreaturen besitzen statt Zähnen Fresstentakel und die Fähigkeit, ihren Körper in extrem kurzer Zeit ihren Bedürfnissen entsprechend anzupassen. Die Ymgarl-Symbionten scheinen eine besondere, wenngleich instabile Mutation des Symbiontengenstrangs darzustellen und werden von den anderen Tyraniden offenbar eher gemieden. Umgekehrt ist dies nicht so, da die Ymgarl-Symbionten aktiv nach den Schwarmflotten suchen.10

Symbionten und das Imperium

Symbionten

Der erste dokumentierte Kontakt des Imperiums mit Symbionten fand auf den Monden von Ymgarl statt, wo eine bisher unbekannte Spezies das parasitäre Xenos-Volk der Csith befallen hatte.1,4 Da der Kontakt zur Forschungsstation Trojan Lunar abgebrochen war, wurden Truppen entsandt, die auch sogleich auf tentakelmäulige Symbionten stießen und nach mehreren Verlusten wieder abzogen. Einige Überlebende waren allerdings unwissentlich infiziert worden, und vermutlich in Folge dessen verbreiteten sich diese Symbionten über die Ymgarlmonde hinaus4, wobei später auch andere Symbiontenpopulationen ihren Weg in den imperialen Raum fanden.10 Das wurde zunächst nicht weiter ernst genommen, bis Xeno-Biologen (unter anderem Jarv Advent) ihren Lebenszyklus und damit ihr wahres Bedrohungspotenzial entschlüsselten.5 Sofort wurden sie verstärkt gejagt, aber es war bereits zu spät. Weitere Welten und Space Hulks wurden infiziert, und auch wenn die Imperialen Streitkräfte mit aller Härte zuschlugen, konnten die Symbionten nicht ausgelöscht werden. Nach dem Angriff der Schwarmflotte Behemoth wurde dann die genetische Zugehörigkeit der Symbionten zum Volk der Tyraniden festgestellt. Die Bemühungen, sie auszurotten, wurden noch intensiviert, so wurden die Symbionten der Ymgarlmonde durch den Space Marine-Orden der Salamanders ausgerottet und viele infizierte Welten durch den Exterminatus gereinigt. Allerdings kann der Erfolg dieser Maßnahmen aufgrund der unzähligen Opfer und der Tatsache, dass Symbionten noch immer überall in der Galaxis zu finden sind, bestenfalls als mäßig bezeichnet werden. Bei zahlreichen Tyranideninvasionen spielten Symbiontenkulte eine wichtige Rolle, die Schlacht um Ichar IV, die dem Erscheinen der Schwarmflotte Kraken vorausging, ist nur die berühmteste.7 Die mögliche Verwendung von Symbionten als biologische Waffe wurde bereits von Jarv Advent angedeutet, gesichert ist eine solche aber erst durch die Maßnahmen von Inquisitor Kryptman gegen die Orks des Octavius-Systems während des Vorstosses der Schwarmflotte Leviathan - allerdings war diese Aktion in keinster Weise durch imperiale Institutionen sanktioniert.8 Der offizielle Erstkontakt mit einem durch Symbionten erschaffenen Kult fand 680.M41 auf Ghosar Quintus statt.14

Symbionten bei Warhammer 40.000

Symbionten erschienen erstmals 1987 im Warhammer 40.000 Regelbuch der 1. Edition, wo sie in der Sektion für außerirdische Kreaturen zu finden waren. Wenig mehr als ein eingeschleppter Parasit einer anderen Alienrasse (den sogenannten Csith), unterschieden sich sowohl Aussehen als auch Hintergrund recht stark von dem, was wir heute kennen. Da es auch keine Miniaturen für sie gab, stellten die Symbionten kaum mehr als eine weitere Kuriosität im Rogue Trader Universum dar. Das änderte sich schlagartig mit dem Erscheinen des 3D-Brettspieles Space Hulk im Jahre 1989, dem Paul Murphy umfangreiches Hintergrundmaterial beifügte. Zudem erschienen erstmals Miniaturen; neben den in der Space Hulk-Box enthaltenen Plastikmodellen auch Metallfiguren von Symbionten, Hybriden, Magi und Patriarchen. Im gleichen Jahr wurden im White Dwarf 115 und 116 auch die ersten Armeelisten (ebenfalls von Paul Murphy) für die Symbionten veröffentlicht, jeweils eine für eine Invasionsstreitmacht und für einen Kult. Der Begriff Kult bezog sich damals auf das Chaos, dem sich sogenannte Symbiontenclans (was im Prinzip das ist, was wir heute unter einem Symbiontenkult verstehen) öffnen konnten, wenn sie bedroht wurden oder keine Chance zum Erreichen ihrer Ziele sahen (siehe auch Chaos-Symbiontenkult).

1990 erschien das 3D-Brettspiel „Advanced Space Crusade“, in dessen Hintergrund die Symbionten als Subspezies zu den zu diesem Zeitpunkt völlig überarbeiteten Tyraniden gestellt wurden. Folgerichtig tauchten in der im White Dwarf 145 erschienenen Tyraniden-Armeeliste (von Jervis Johnson und Andy Chambers) auch Symbionten auf.

In der 2. Edition von Warhammer 40.000 (1993) waren die Symbionten zunächst in einer Symbionten- und einer Tyraniden-Armeeliste im Codex Armeelisten zu finden und später im Codex Tyraniden, zweite Edition, in einer Tyraniden-Armeeliste und einer Armeeliste für einen Symbiontenkult (dieser hatte mit dem Chaos nichts mehr zu tun, konnte sich allerdings noch mit dessen Truppen alliieren). Mit der 3. Edition verschwanden die Symbionten zunächst als eigene Armee, bis im Jahre 2000 im Citadel Journal 40 und 41 ein Symbiontenkult-Codex, geschrieben von Tim Huckelbery, erschien. Da er jedoch auf Turnieren nur mit Erlaubnis benutzt werden konnte und nie im White Dwarf erschien, blieb er im Prinzip semioffiziell (und zudem größtenteils auf den Kreis der zumeist englischen Leser des Citadel Journals beschränkt).

Im Codex Tyraniden, dritte Edition, und Codex Tyraniden, vierte Edition, sind Symbionten als Standardauswahlen enthalten. Um sie weiter in das Tyranidenkonzept einzubinden, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, Biomorphe, wie sie auch die anderen Tyraniden besitzen können, zu erhalten. Mit dem Codex der 4. Edition wurden diese Optionen auch in einen neuen Plastikgußrahmen eingefügt. Zudem wurde mit dem Symbiarchen ein neuer Truppentyp eingeführt, der dem Hintergrund nach einen großen mutierten Symbionten darstellt, wobei sich dieses Konzept später änderte. Im Codex Tyraniden, fünfte Edition wurden die ursprünglichen Ymgarl-Symbionten als eine eigene Subspezies mit recht ungewöhnlichen Fähigkeiten dargestellt, die auch einen seperaten Armeelisteneintrag erhielten.

Namen

Die englische Bezeichnung für Symbiont/Symbionten ist Genestealer/Genestealers. Diese wurde allerdings auch in der deutschen Version der ersten Edition des Brettspiels Space Hulk (hier mit Plural Genestealer) und in den darauf aufbauenden Computer- bzw. Videospielumsetzungen Space Hulk und Space Hulk: Vengeance of the Blood Angels (mit Plural Genestealers) benutzt. Der Heyne-Verlag übersetzte Genestealer mit Genräuber (weitestgehend korrekt), dieser Titel wurde später innerhalb einer ganzen Liste mit Spitznamen (Kanalisationsjäger, Lauerer, Klauenbestie, Geist und Egel) noch einmal aufgegriffen8. Eine Bezeichnung durch die Orks ist Symbiojägaz (engl. gene-sneakers).11 Weitere Namen, unter denen die Symbionten auftraten (die in diesem Fall von den an der Veröffentlichung und Umsetzung beteiligten Firmen stammen) sind im Deutschen Klone (Brettspiel StarQuest) und im Englischen Soulsuckers (PC-Spiel Space Crusade).

Miniaturen

Games Workshop hat seit dem erstmaligen Erscheinen des Brettspiels Space Hulk mehrere verschiedene Miniaturen für Symbionten bzw. Genestealer herausgebracht. Es handelte sich hier um einen, später erweiterten, Plastikgußrahmen und drei, ebenfalls noch einmal modifizierte, Metallminiaturen. Mit dem Plastikgußrahmen aus der Einsteigerbox "Kampf um Macragge" wurde das Design der Symbionten an das der Tyraniden angeglichen. Mit dem Codex Tyraniden, vierte Edition erschien eine neue Box, die u. a. diverse Kopfvarianten enthielt. Die 2009 erschienene dritte Edition von Space Hulk enthielt dann eine Reihe von Plastikmodellen in teils recht dynamischen Posen. Zu erwähnen wären noch Miniaturen für die Nebenspielsysteme Epic und Inquisitor (Spiel) im jeweiligen Maßstab.

Verwandte Artikel

Quellen

Trivia

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Die im folgenden Abschnitt aufgeführten Informationen sind nicht offiziell
und auch keinesfalls als in-universe zu betrachten. Eine detaillierte
Erläuterung des Sachverhalts "Trivia" und "Varia" findest du hier.
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