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Siculi

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
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Einleitung

Karte Basisdaten Planet
Galaxie karte CALIXIS SEKTOR.JPG Name: Siculi1 Siculi.JPG
Segmentum: Segmentum Obscurus1
Sektor: Calixis-Sektor1
Subsektor: Adrantis1
System: Tephaine1
Bevölkerung: 250.000.000+1
Zugehörigkeit: Imperium1
Kategorie: Agrarwelt1
Tributrate: unbekannt



Überblick

Siculi ist eine Agrarwelt im Subsektor Adrantis des Calixis-Sektor. Der Planet ist spezialisiert auf die Ernte und den Export von Protoalgia und geprägt von dem Gegensatz der Gilden genannten, korrupten Großunternehmen, welchen der Gouverneur den Großteil der Kontrolle über den Planeten überlässt, und den in erbärmlichen Verhältnissen lebenden Arbeitern auf den großen Ernteschiffen. Trotz seines Status als Agrarwelt ist Nahrung, da Protoalgia unverarbeitet nicht konsumiert werden kann, auf dem Planeten knapp, was vielfältige Auswirkungen auf die örtliche Kultur und Politik hat.1

Planetare Daten

Siculis Äquatorialdurchmesser beträgt 27.961 Meilen, die Schwerkraft beträgt 0,8G. Durch den Einfluss seines größeren Mondes ist jedes zweite Jahr kürzer als das erste. Ein langes Jahr auf Siculi dauert 422 Tage, ein kurzes 370. Ein Tag dauert 22 terranische Stunden. Die Durchschnittstemperatur beträgt 100C. Die Atmosphäre besteht aus 74% Stickstoff, 22% Sauerstoff, 1% Schwefeldioxid, 1% Ozon und 2% Kohlendioxid.1

Satelliten

Siculi verfügt über zwei Monde. Der größere der beiden, der fast unbewohnte Siculi tertius, ist halb so groß wie Siculi, verfügt aber seltsamerweise über die doppelte Masse. Seine ungewöhnliche Masse und das Drehmoment Siculis führen auf dem Planeten periodisch zu geologischer Aktivität. Das Adeptus Mechanicus, das eine Forschungsstation auf dem Mond unterhält, hat außerdem festgestellt, dass Siculi tertius Oberflächenabweichungen bei höchstens 50m liegen, was ihn ungewöhnlich glatt macht.1
Der kleinere Mond wird offiziell Siculi secondus oder Siculi minor genannt, hat 20 Millionen Einwohner und beherbergt den einzigen Raumhafen sowie die Residenz des Planetaren Gouverneurs. Inoffiziell wird er von Siculis Bevölkerung auch als "Governor's rump" (in etwa: "Arsch des Gouverneurs") bezeichnet, was sowohl auf die unglückliche Form des Mondes als auch auf den unbeliebten Gouverneur anspielt.1

Geographie, Klima und Infrastruktur

Siculi ist eine trockene Welt, bedeckt von einem Netzwerk von Kraterseen, welche als droon bezeichnet werden. Hier gedeiht das energiereiche, algenartige Material Protoalgia. Die orange Farbe des Protoalgia ist bis in den Weltraum zu sehen. Es gibt 37 sehr große, Tausende mittlere und Zehntausende kleine droons. Sie sind von erstaunlicher Tiefe, im Durchschnitt ein Kilometer, wobei die Variationsbreite von hundert Metern bis zwanzig Kilometern reicht.1 Staubige Winde sind für den Planeten typisch - raue Stürme, die Kieselerde mit sich tragen, können dabei sogar zur Gefahr für Menschen werden. Die Stürme werden heftiger, wenn das kurze Jahr anbricht, und auch die geologische Aktivität nimmt in dieser Zeit zu. Erdbeben lassen manchmal droons in unterirdische Kavernen ablaufen - manchmal werden sogar die Processoria mit ihren Arbeitern mit in die Tiefe gerissen.1
Die eisbedeckten Pole stellen separate Klimazonen dar. Seltsamerweise findet hier auch der einzige Vulkanismus auf Siculi statt.1

Die Bevölkerung lebt größtenteils in Häfen rund um die droons. Die größte Siedlung und nominelle Hauptstadt Siculis ist Feendrohl, gelegen am zweitgrößten droon des Planeten. Aufgrund zahlreicher solcher Verschwinden von Proecessaria im Graahn, dem größten droon des Planeten, wofür keine geologische Ursache gefunden wurde, sind dessen Ränder schon lange nicht mehr bewohnt, auch wenn Gier oder Verzweiflung gelegentlich einige Arbeiter dazu treiben, hier heimlich Protoalgia abzubauen.1

Auf dem Planeten wurden einige Kanäle zwischen den droons angelegt, um den Processaria einen Ortswechsel zu ermöglich. Der einzige Raumhafen von Siculi liegt auf dem kleineren Mond.1

Politik und Gesellschaft

Das Amt des Gouverneurs von Siculi ist erblich und weitestgehend von den Siedlungen des Planeten abgekoppelt. Gherloch Murdugn ist der derzeitige Amtsinhaber. Er ist nur selten selbst auf dem Planeten anwesend, residiert auf dem kleinsten Mond Siculis und überlässt das planetare Tagesgeschäft zum größten Teil den Gilden. Seine Machtausübung besteht im Wesentlichen daraus, Magistrate mit Sicherheitsagenten oder Adeptus Arbites auszuschicken, um das Imperiale Gesetz durchzusetzen und die Abgaben einzutreiben. Einige davon sind korrupt und arbeiten in die eigene Tasche, manche sollen sogar ihre Privatarmeen haben, die mit entwendeten Geldmitteln bezahlt werden. Dies ist eine Bedrohung für Macht des Gouverneurs - gelegentlich kommt es zu Unfällen bei den Reisen der Magistraten, doch ob es sich um Zufall oder Anschläge nach dem Willen des Gouverneurs handelt, ist unbekannt. Viele sehen Murdugn als geistlosen Possenreißer, aber dies könnte auch lediglich Fassade sein.1

Innerhalb der Bevölkerung gibt es keine Unterteilung in Nationen oder Königreiche, die Menschen allerdings leben ohne große Mobilität in ihren droon-Siedlungen, die somit de facto zu Stadtstaaten geworden sind. Der Großteil der Menschen auf Siculi sind Arbeiter, die auf riesigen Processoria arbeiten, schwimmenden Fabrikschiffen, welche Protoalgia aus dem Wasser extrahieren, aber auch neue anbauen. Die Menschen gehören fast alle zu einer der großen Erntegilden, die wirtschaftlich und politisch von großer Bedeutung sind. Die Menschen leben ein arbeitsreiches Leben in erbärmlichen Verhältnissen. Sie wohnen in sehr engen Gemeinschaften durch Familienbande und die tägliche gemeinsame Arbeit. Die Siedlungen werden meist von einem Gildenrat geleitet, der angeblich gewählt (aber zumeist bezahlt) wird und verschiedene Gilden umfasst, um nicht eine davon zu stark werden zu lassen. Die Gilden spielen auch sonst eine enorm wichtige Rolle auf Siculi - der Planet muss Nahrungsmittel importieren, und es sind die Gilden, die mit Außenweltlern handeln und die entscheiden können, wer welche erhält. Die Gilden haben außerdem Kontrolle über die Wasseraufbereitungsanlagen, die notwendig sind, um das Schwefel- und Methanhaltige Wasser der droons trinkbar zu machen.1
Durch Nahrungsmittelknappheit ist es in der Vergangenheit zu Aufständen gekommen. Der Gouverneur und seine Magistrate sind bisher gut damit gefahren, die Bevölkerung ihre Wut an den Gilden auslassen zu lassen, bis wieder genügend Nahrungsmittel da sind. Eine größere Gefahr für den status quo stellen die Droon Brothers dar, eine Untergrundorganisation, die glauben, dass die Bevölkerung künstlich von importierten Nahrungsmitteln abhängig gehalten wird und dass Protoalgia keinen solch komplizierten Weiterverarbeitungsprozess bis zur Genießbarkeit durchlaufen muss, wie die Gilden es behaupten. Sie haben geheime Laboratorien aufgebaut, um eine sichere Form von Protoalgia zu entwickeln und damit ihr Volk von der Herrschaft der Gilden zu befreien.1

Imperiale Präsenz auf Siculi

Das Adeptus Mechanicus unterhält einen Außenposten auf dem größeren Mond Siculis, angeblich aufgrund der abnormen Dichteverhältnisse, um die Beziehung zwischen dem Mond und dem Planeten zu untersuchen. Jedoch sind von hier aus auch Forschungsteams in die droons geschickt worden, um die bizarren Lebensformen der tieferen Kraterseen zu katalogisieren und geologische Studien durchzuführen. Einige dieser Expeditionen sind verschollen, andere berichten von seltsamen Energiemessungsergebnissen im tiefsten der droons, insbesondere von Signaturen von Fusion im Graahn.1

Kultur und Religion

Die Imperiale Religion

Die Bevölkerung hat vor Arbeit nur selten Zeit für Frömmigkeit. Religiöse, aber auch familiäre Feste auf Siculi werden aufgrund der großen kulturellen Bedeutung von Nahrungsmitteln zumeist mit Festmählern begangen, rituelle Nahrungsaufnahme gilt als heilig.1

Flora und Fauna

Außerhalb der Seen gibt es keinerlei Pflanzen und nur wenige einheimische Tiere - hier leben einige Wirbellose, an Wirbeltieren von einer gewissen Größe gibt es lediglich den Dirt Kelt, eine 2m lange Kreatur, die sich durch die Erde gräbt und an der Oberfläche jagt, in dem sie ihre Speiseröhre an die Oberfläche ausführt und lange Flimmerhärchen in alle Richtungen aussendet. Kommt es zu Vibrationen oder elektrischen Muster, die für Oberflächenlebewesen typisch sind, ziehen sich diese Härchen zurück, und durch die Speiseröhre werden große Mengen an ätztender Verdauungssäure nach oben gepumpt. Viele Menschen haben auf diese Art bereits ihre Füße verloren.1
In den droons gibt es ein reicheres Tier- und Pflanzenleben, hauptsächlich unterhalb einer 50m-Grenze. Bemerkenswert sind hier droon sharks und dartfish.1
Von außerhalb des Planeten eingeführt wurden absichtlich Protoalgia, versehentlich Ambulls, welche jedoch hier nie zahlreich geworden sind, sowie verschiedene Ungezieferarten aus dem gesamten Imperium, die in den Siedlungen und Abwassersystemen gedeihen.1

Technologie und Wirtschaft

Grundlagen

Der Planet ist spezialisiert auf Abbau und Export von Protoalgia - nichts anderes wird exportiert, und fast die gesamte Wirtschaft Siculis kreist darum, Protoalgia abzubauen, zu trocknen, zu verpacken und an verschiedene Orte des Imperiums zu verschicken. Da dieses energiereiche Material jedoch nicht direkt verzehrbar ist - dazu bedarf es eines komplexen Weiterverarbeitungsprozesses - muss Siculi trotz seiner Einordnung als Agrarwelt Lebensmittel von anderen Welten importieren - dabei handelt es sich größtenteils um wiederaufbereitete Stärke, die aus Leichen gewonnen wird. Unter anderem dies hat zu der großen wirtschaftlichen und politischen Bedeutung der Gilden beigetragen, welche den Großteil des Handels auf dem Planeten kontrollieren und ihren Einfluss nutzen, auch die wenigen Geschäfte auf dem Planeten, die nichts mit Protoalgia zu tun haben, zu beherrschen - hauptsächlich handelt es sich dabei um die Bau- und Ingenieurskunst, welche zur Erhaltung der droon-Siedlungen und der Processaria notwendig ist. Manche Gilden haben vom Adeptus Mechanicus auch Unterwasserboote erworben, und versuchen seitdem, einen Markt für das Fleisch von droonsharks zu etablieren - die Gefahren durch größere droonsharks und dartfish hat diese Versuche jedoch bisher auf eine Tiefe von höchstens 200 Metern beschränkt.1

Währung

Aufgrund der großen Bedeutung von Nahrungsmitteln gelten diese als inoffizielles Zahlungsmittel auf Siculi, während corpsewafers ("Leichen-Scheiben") die harte Währung darstellen. Lediglich im Raumhafen auf Siculi Secondos wird scintillanisches Throngelt verwendet, hier blickt man mitleidig herab auf die Planetenbewohner und ihre improvisierten Zahlungsmittel.1

Streitkräfte

Der Planet und seine Monde verfügen über eine gut ausgebaute Orbitale Verteidigung. Die Verteidigung am Boden obliegt den Gilden und den von ihnen bezahlten und unterhaltenen Sicherheitsagenten.1
Die Imperiale Armee hat bisher nur wenige Regimenter auf Siculi ausgehoben. Seit dem heroischen Einsatz des Siculi 1st, welches in einem Feldzug mit anderen Regimentern gegen Orks dazu Befehl hatte, die Nahrungsmittelvorräte zu bewachen und diese Aufgabe durch die kulturelle Wertschätzung von Nahrungsmitteln auf Siculi mit einer unerwartet eisernen Entschlossenheit durchführten, gelten diese Einheiten als aufoperungswillig und furchtlos auch im Angesicht des sicheren Todes.1

Bekannte Personen

Verbindung zu anderen Welten

Siculi ist Teil des Tephaine-Systems und hat enge Verbindungen mit den Nachbarwelten Tephaine, Tephaine Minor und Reth. Die nächste größere Welt ist Barsapin.1

Quellen