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Schrottcode

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
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Der Schrottcode 2a K7T1 (orig. "Scrapcode") ist eine Erstschlagswaffe des Dunklen Mechanicus um feindliche Verteidigungsanlagen zu sabotieren.

Der Begriff Schrottcode wird im Adeptus Mechanicus auch allgemein für unbrauchbare und korrumpierte Daten verwendet. Der Schrottcode des Chaos wird dann als primordialer Schrottcode bezeichnet.4 Allerdings wird der Zusatz primordial meist weggelassen, da der Begriff Schrottcode sich am häufigsten auf primordialen Schrottcode bezieht.

Allgemeines

Es handelt sich um eine binäre Kommunikationsform, eine Art korrumpierte Version der Lingua Technis, allerdings "von den Fesseln der Naturgesetze befreit", wie Regulus es formulierte. Der Code wurde mit der Macht des Warp verschmolzen und transportiert nun die Essenz des Chaos.1 T1K6
Der Scrapcode kann auch wie ein Störsender benutzt werden. Er erschwert Funkverkehr und kann die Ortung im unmittelbaren Umfeld des Senders behindern.1 T1K8

Scrapcode kann sich schon bei kürzestem Kontakt zwischen Kommunikationsleitungen verbreiten.1 T2K1; 2 K1T2 Nur durch noosphärische Datenleitungen kann er nicht fließen.1 T2K1

Der Scrapcode ist mehr als nur eine Sprache: Er kann sich auch wie ein Computer-Virus benehmen und offenbart dabei eine Aggressivität, eine Bösartigkeit und ein Einfallsreichtum, die ihn beinahe lebendig erscheinen lassen. Firewalls überwindet der Scrapcode durch seine Anpassungsfähigkeit.1 T2K2,T3K2 Das einzige was hilft, ist eine völlige Kommunikationsblockade oder eine Verwendung der Noosphere.1 T2K1,T2K2
Im schlafenden Zustand macht sich der Virus nur durch Hintergrundrauschen im Funkverkehr und kleinere Störungen in der Elektronik bemerkbar.1 T1K8; 2 K1T2
Wenn der Scrapcode dann zuschlägt, kann er verschiedene Wirkungen erzielen: Manchmal schaltet er Anlagen ab oder zerstört sie durch massive Fehlschaltungen.1 T2K2 Es kann auch vorkommen, dass er das Kommando über ein System übernimmt und es zwingt, vorprogrammierte Handlungen durchzuführen.2 K7T1 Es gibt Beispiele, bei denen ein Techadept infiziert und freigelassen wurde, um bei seinem Auffinden den Code auf andere Systeme wissentlich weiterzuverbreiten.5 Wenn der Scrapcode ein Gerät oder auch einen Techadepten infiziert hat, kann es vorkommen, dass sich Teile des schadhaften Codes gegenseitig bekämpfen, um selbst die letzten unbefallenen Systeme infizieren zu können.5

Selbst wenn man es schafft, den Scrapcode aus einem infizierten Gerät zu löschen, so bildet er sich dort nach einer Weile von alleine wieder neu und wächst exponentiell.1 T2K3 Die einzige Lösung ist die Vernichtung der befallenen Teile. Glücklicherweise lässt sich der Scrapcode durch Reinigungsriten des Adeptus Mechanicus aufspüren. Außerdem tendiert er dazu, selbst in komplizierteren Systemen, sich an einem Ort zu konzentrieren. Wenn man es schafft, diesen befallenen Datenspeicher o.ä. zu identifizieren und zu zerstören, bevor der Scrapcode reagieren kann, ist der Rest des Systems gerettet.2 K11T2 Ein Gerät von Schrottcode zu befreien, zählt selbst für einen Erzmagos des Adeptus Mechanicus zu den schwierigsten Aufgaben.4 Magos Locard entwickelte einen Code, der tatsächlich Schrottcode bekämpfen und löschen konnte, allerdings war dieser Code zu schwach und konnte den Schrottcode nur punktuell zurückdrängen und dadurch nur bremsen.7 K.17

Regulus hatte eine besonders enge Bindung an den Scrapcode: Er konnte damit psionische Effekte erzeugen1 T1K6, ihn aus der Distanz fühlen1 T2K1 und großflächig Geräte sabotieren und abschalten1 T2K6.

Es gibt mit dem Scrapcode Generator ein Gerät, mit dem man gezielt Scrapcode in ein System einschleusen kann. Die Bedienung ist schwierig und allein der Besitz dieses Geräts ist extrem gefährlich, aber man kann damit imperiale Geräte durch Computerviren gezielt zerstören und von Grund auf neu programmieren.3

Vorax-Roboter sind gegen Schrottcode immun, denn in ihnen gibt es gerade genug Code, um sie zu veranlassen, ihre Aufgabe zu erfüllen.5

Geschichte

Horus Häresie

Es ist unbekannt, woher der Scrapcode stammt. Regulus kam mit ihm kurz vor dem Bruderkrieg auf der Reise von Istvaan III zum Mars in Kontakt. Der Kontakt mit dem Scrapcode war zu anfangs extrem schmerzhaft, aber dann ebbte der Schmerz ab und Regulus war zu einem Anhänger des Chaos geworden.1 T1K6

Auf dem Mars brachte Regulus Kelbor-Hal zu den Vaults of Moravec und öffnete sie für ihn: Er stieß mehrere scheinbar sinnlose Binärkodes aus, die sich allerdings im Zusammenspiel zu etwas Unnatürlichem aufschaukelten. Der Code befiel Kelbor-Hals Systeme wie ein Computervirus, brachte seine bionischen Systeme fast zum Zusammenbruch. Wie Regulus, wurde Kelbor-Hal von höllischem Schmerz durchfahren. Auch bei ihm ebbte der Schmerz ab und er wurde zu einem Anhänger des Chaos und psionisch sensibel.1 T1K6

Bald danach breitete sich im Bereich des Olympus Mons der Scrapcode aus. Er war wie ein störendes Hintergrundrauschen, aber er hatte keine gefährlichen Auswirkungen.1 T1K8 Er tastete sich durch die Informationsnetzwerke und hatte nur mit den Schmieden von Kane, Ipluvien Maximal und Koriel Zeth Probleme, wegen der noosphärischen Datenleitungen.1 T2K1

Etwa eine Woche nach der Öffnung der Vaults of Moravec brach der Scrapcode mit aller Macht aus dem Olympus Mons aus. Er verbreitete sich mit unglaublicher Geschwindigkeit durch alle Systeme des Mars. Seine Fehlschaltungen und Sabotagen sorgten für apokalyptische Zerstörungen und Millionen Tote. Diese Nacht würde später als Death of Innocence bekannt werden. Nur wenige Schmieden entgingen überhaupt teilweise der Verwüstung. Magma City blieb sogar völlig verschont, da der Scrapcode durch die Überreste der Energien des Astronomicans (siehe: Akashic Reader) ferngehalten wurde.1 T2K2

Als Kelbor-Hal Melgator ausschickte, um Adeptin Koriel Zeth zu verhaften, schickte er Regulus mit. Melgator und Regulus trafen sie vor dem Stadttor von Magma City, wo Melgator ihr höflich erklärte, sie wäre verhaftet. Regulus hatte vorbeugend alle in die Mauern eingelassenen Abwehrgeschütze durch gezielten Einsatz von Scrapcode abgeschaltet. Dabei wandte er sich der Mauer zu und im Rythmus des von ihm gerufenen Scrapcodes flackerten Lichter um seinen Stab. Als Zeth Melgators Authorität zurückwies, hetzte er seine Horden Chaos-Skitarii auf sie, aber in diesem Augenblick traten die Knights of Taranis aus dem Stadttor. Regulus versuchte, sie ebenfalls durch Scrapcode abzuschalten, aber die Knights hatten alle externen Datenkanäle abgeschaltet und waren so immun. Zeth stellte Melgator und seinen Begleitern ein Ultimatum, sofort wieder abzufliegen oder sie würden sie vernichtet werden, was sie auch taten.1 T2K6

Die Legio Mortis benutzte den Scrapcode auch einfach nur, um die Namen ihrer Titanen wie Schlachtrufe herauszuschreien.1 T3K2

Die Skitarii von Magos Chevain griffen das unterirdische Archiv der Brotherhood of the All Seeing Eye in Eridania an, einem der ältesten und angesehensten Orden von Archivaren. Unbeschreibliche Gemetzel fanden darin statt und als die Skitarii sich den Weg freigekämpft hatten, zerstörten sie alle Aufzeichnungen mit Scrapcode: Der Scrapcode zerstörte direkt alle gespeicherten Daten und flutete dann das Archiv mit korrodierenden Gasen, um die Bücher und dergleichen zu vernichten.1 T3K2

Während der Entscheidungsschlacht der Legio Mortis gegen Legio Tempestus bei Magma City setzte ein Mortis-Reaver einen Schwall Scrapcode ein, um die Geländesensoren des Tempestus-Warhounds Vulpus Rex zu stören: Er stolperte, fiel hin und wurde zerstört.1 T3K5

Ratiomancer Rhaal infiltrierte während des Großen Bruderkrieges den Ring of Iron um den Mars, der von loyalen Truppen besetzt worden war. Seine Aufgabe war es mithilfe seiner Fähigkeit Schrottcode zu erzeugen, ein Chaos auf der Station auszulösen. Er war erfolgreich bis Vorax-Roboter benutzt worden, um ihn zu jagen. Diese waren gegen Scrapcode immun und konnten ihn schließlich überwältigen und töten.5

später

Auf unbekannte Weise wurde das Adeptus Mechanicus-Fabrikschiff Archimedes Rex von einer Entität des Chaos, möglicherweise ebenfalls Scrapcode, infiziert. Die Besatzung wurde wahnsinnig und verstarb unter nicht nachvollziehbaren, gewaltsamen Umständen. Das Schiff wurde von Salamanders-Space Marines gefunden und wieder dem Adeptus Mechanicus übergeben, in der Erwartung, dass es verschrottet werden würde.2 K1T2 Bei dieser Gelegenheit nahm Techmarine Argos datentechnischen Kontakt mit dem Schiff auf und wurde, ohne es zu merken, infiziert. Die Archimedes Rex wurde wieder in Dienst genommen, die Chaos-Entität verhielt sich dabei unauffällig und entging der Entdeckung, bis das Schiff überholt und wieder unterwegs war. Danach übernahm dieses Wesen wieder Kontrolle über die Besatzung unter Magos Xhantix. Die Archimedes Rex wurde Teil einer Offensive des Hexers Nihilan auf Nocturne: Sie flog die Raumstation Prometheus an, um angeblich ganz normal Rohstoffe aufzunehmen. Dort konnte Xhantix heimlich Argos einen Aktivierungscode übermitteln, der ihn mit Scrapcode infizierte.2 K7T1 Der Scrapcode übernahm die Kontrolle über Argos' Bionik und Servorüstung und zwang ihn zu Sabotagen, die letztendlich Nihilans Streitmacht die nötigen Angriffspunkte geben würden. Er konnte sich durch kontrollierte Selbstverstümmelung seiner Bionik vom Scrapcode befreien, aber da war es bereits zu spät.2 K7T1,K11T2

Bei der Enterung der Raumfestung Indomitable infizierte Etolph Cycerin vom Dunklen Mechanicus die Systeme mit Schrottcode, was zu einigen Systemausfällen führte.6 K.3
Später, bei den Kämpfen auf Calth benutzte Etolph Cycerin Schrottcode zuerst, bei der Schlacht um Guilliman's Gate. Dabei konnte Magos Locard Teile des Schrottcodes erbeuten.7 K.11 Etolph Cycerin benutzte Schrottcode noch einmal bei der Schlacht um Four Valley's Gorge, allerdings hatte Magos Locard einen Code entwickelt, der Schrottcode bekämpfen konnte. Trotzdem war dieser Code nicht stark genug und Etolph Cycerin hätte beinahe die Verteidiger infizieren können, aber dann starb er, als seine mobile Festung, die Black Basilica, explodierte. Mit Etolph Cycerins Tod brach der Schrottcode-Angriff zusammen und Locards Code erledigte den Rest.7 K.17

Anmerkung

Regulus erzählte, Horus hätte vom Imperator das Wissen erhalten, wie man die Vaults of Moravec öffnet und hätte es an ihn weitergegeben.1 T1K4 Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass die Methode des Imperators auf einem Werkzeug des Chaos beruhte.

Quelle