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Perturabo

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
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Perturabo ist der Primarch der Iron Warriors.5 S.107

"Du wirst mein Hammer sein, Perturabo. Was unsere Feinde errichten, um uns unser Schicksal zu verwehren, musst du niederreißen."
+++ Der Imperator an Perturabo nach dessen Aufstieg in den Astartesturm +++3 K.17

Allgemeines

Von seinem Aussehen ist bekannt, dass er eine sehr dunkle Haut besitzt3 K.2,K.3 und eisblaue Augen.12 K.1 Zu Zeiten des Großen Bruderkriegs war sein Kopf rasiert und er verfügte über diverse Implantate, die ihn in die Lage versetzten, mit seiner Leibwache aus Colossus-Kampfrobotern zu kommunizieren, ohne Worte zu benutzen. Er verwendete Maschinen als Leibwächter, da diese immer loyal seien und ihn niemals verraten könnten.3 K.2,K.3 Die Kabel hatten jedoch ursprünglich einen anderen Zweck gehabt, sie sind direkt mit seiner Großhirnrinde verbunden und erlauben es ihm, hunderte Voxkanäle seiner Raumschiffe und Männer parallel zu überwachen. Die erhaltenen Informationen zerlegt er in Bruchstücke und baut daraus ein mentales vierdimensionales Modellkonstrukt.12 K.10

Das Verhältnis zu seinen Legionären, wie auch seinen Brüdern, war bestenfalls als distanziert zu betrachten.5 S.107 Wenn er Humor in Interaktionen benutzte, dann als gezielte Attacke, zum Beispiel in Debatten vor Publikum.12 K.4, K.9 In den Augen anderer Menschen und seiner Brüder galt er als introvertiert, geheimnistuerisch, paranoid und überheblich.12 K.9 Erst nach der Zerstörung von Olympia wurde ihm bewusst, dass er immer am Rande gestanden und erwartet hatte, gefeiert zu werden. Als das nicht geschah, hatte er es als Hass seiner Brüder interpretiert und seinen Jähzorn angefacht.12 K.15

Perturabo war ein Künstler, Handwerker, Architekt, der durch Planung und Präzision Perfektion anstrebte.3 K.3 Er war hartnäckig: Wenn er einmal etwas begonnen hatte, dann brachte er es zu Ende.3 K.23
Perturabo galt als der begabteste Primarch im Bereich der wissenschaftlichen und technologischen Intelligenz.5 S.107 Durch seine Forschungen während des Großen Kreuzzuges erwarb er das mathematische Wissen, um interdimensionale Labyrinthe zu durchqueren und zu konstruieren.3 K.21 Er sprach sowohl die Sprache der Eldar als auch die der Orks.3 K.5 Der Primarch verstand die Binärsprache des Mechanicums und sprach den odenser Dialekt der Lingua Technis. Die Magi in seiner Nähe, wechselten häufig in subvokale Kommunikation, oder eine mit elektromagnetischen Frequenzen, damit er sie nicht verstehen konnte.12 K.5 Er verachtete den Maschinenkult, denn seiner Meinung nach, verhinderte ihr Glaube an einen Maschinengott ihren ungetrübten Blick auf neue Erkenntnisse.12 K.5
Der Große Kreuzzug veränderte ihn: Ständig für danklose, harte Belagerungen eingesetzt zu werden und ständig intellektuell unterschätzt zu werden, das nagte an ihm.3 K.5 Töten beruhigte sein sorgengeplagtes Gemüt, was ihn jedoch bekümmerte, wenn er in ruhigen Momenten darüber sinnierte.12 K.9
Perturabos großer Wunschtraum war es gewesen, den Planeten Olympia in eine ideale Gesellschaft zu verwandeln. Einen Ort des Friedens, der Harmonie und der Logik, bedeckt mit von ihm entworfenen Gebäuden. Fulgrim sah diesen Wunschtraum in einer gemeinsamen Vision mit Perturabo und war schockiert von seiner Schönheit, und dass ausgerechnet Perturabo so einen perfekten Ort entworfen hatte. Für Fulgrim war die Architektur prächtiger als die von Macragge. Aber mit der Zerstörung Olympias musste Perturabo sich eingestehen, dass es nun niemals dazu kommen würde.3 K.25

Fulgrim offenbarte Perturabo, er halte ihn für den mächtigsten aller Primarchen. Vermutlich bezog sich das sowohl auf Perturabos Körperkraft als auch auf seine Verbissenheit und Willenskraft.3 K.23 Obwohl ohne offensichtliche psionische Fähigkeiten, war es für Perturabo auch ein Leichtes, in einem mentalen Duell "Mauern" einzureißen.3 K.24
Von Kindheit an konnte Perturabo den Wirbel des Chaos am Nachthimmel sehen, egal wie weit er entfernt war. Er träumte auch von ihm. Perturabo wusste aber nicht, wieso das so war.3 Prolog,K.5 Er sah den Sternenmahlstrom und hatte es nur einmal einem Krieger auf Olympia gegenüber erwähnt, der ihn gefunden hatte. Dann schwieg er darüber, auch auf Dammekos mehrmalige Versuche hin, ihn auszufragen, wich der Primarch immer eloquent aus.12 K.7 Er hatte Angst davor, denn er konnte ihn nicht mit kalter Vernunft erklären, das passte nicht in sein Weltbild von Ordnung um jeden Preis und seinen absoluten Pragmatismus.12 K.7

Ein leichter Stupser von ihm konnte einen Space Marine meterweit wegschleudern, wie Lucius der Ewige erfahren musste.3 K.5

Perturabo hatte bei seinen Kriegen eine Art Ritual: Wenn er mit den Iron Warriors angriff, dann gab er den Verteidigern zuerst, noch bevor er mit irgendwelchen Kriegsvorbereitungen begann, eine Chance sich zu ergeben. Wenn das Angebot ausgeschlagen wurde, griff er an. Spätere Versuche der Verteidiger, zu kapitulieren, wurden nicht akzeptiert.13a

Geschichte

Perturabo, bevor er zum Dämonenprimarchen wurde

Kindheit

Nach dem Verschwinden der Primarchen aus dem Genlaboren Terras landete Perturabo auf dem Planeten Olympia, über seine frühen Jahre ist nichts bekannt, aber eines Tages trat er in Erscheinung und begann zwischen kleineren Siedlungen umher zuziehen und sich dort als Söldner und talentierter Künstler zu verdingen.5 S.108

Eines Tages erklomm eine Klippe, die nach Lochos führte, auf halber Höhe verlor er sämtliche Erinnerungen, er wusste nur noch, das sein Name Perturabo war und er hatte Erinnerungen an eine Nummer.12 K.1
Schließlich fanden ihn die Wachen des Tyrannen Dammekos aus Lochos, am Kopf der Klippe, der Tyrann hatte sie ausgeschickt, um den Jungen zu finden.12 K.1 Perturabo wurde vom Tyrannen getestet, besiegte doppelt so große Gegner und löste Rätsel von dessen Gelehrten. Dammekos bot ihm einen Handel an: Gehorsam, Loyalität und Dienst durch Perturabo. Im Gegenzug Patronage, Schutz, sowie Zugang zu Militärtraining und Gelehrten durch den Tyrannen. Die Ausbildung des Primarchen begann.5 S.108
Er besiegte alle Krieger in Lochos, ohne Waffen zu benutzen. Der Kampf gegen Ortraxes Falk, Leibwächter des Prinztyrannen von Kardis, forderte ihn das erste Mal wirklich, also benutzte der Primarch ein Stuhlbein und seine Hände. Durch seinen Sieg entstand das erste langanhaltende Bündnis zwischen Kardis und Lochos.12 K.4
Er führte Debatten mit Gelehrten, diese wollten irgendwann nicht mehr bloßgestellt werden und kamen nicht mehr nach Lochos. Bereits in seinem ersten Jahr in der Stadt überlebte Perturabo den ersten Anschlag auf sein Leben durch vergifteten Wein, den ein Gelehrter unternahm. Einzig Priester konnten seiner Herausforderung nicht widerstehen und erschienen mehrfach zu Debatten über die Götter und Perturabo als "Geschenk der Götter". Der Primarch wertete philosophische Werke aus, versah sie mit Kommentaren und sandte sie an ihre Autoren zurück.12 K.4
Ein Turm in Lochos wurde zum Refugium des Jungen, dort fanden sich Modelle, Bücher über Sprachen, Aufsätze über Architektur, Mathematik, Astronomie, Geschichte und viele andere Themen. Auch Pläne mit Darstellungen von Maschinen und Stadtlandschaften waren überall verstreut.12 K.7 Der junge Primarch entwarf und plante, um das Leben aller Menschen besser zu machen, er wollte nicht nur ein Vorteil im Krieg für Dammekos sein.12 K.7
Bei mehreren Gelegenheiten rechnete er Dammekos vor, wie viele Arme und Hungernde gespeist werden könnten, mit dem Essen, was auf den Banketten des Adels serviert wurde. Da nicht auf ihn gehört wurde, gab er es mit der Zeit auf, missbilligte es aber weiter.12 K.7
Dammekos versuchte mehrfach dem Primarchen Zuneigung zu Teil werden zu lassen, diese Versuche blockte er aber allesamt ab, er fühlte sich vom Tyrannen eingeschränkt und für den Krieg ausgenutzt, beabsichtigte seinen Schwur aber zu halten.12 K.7 Nur zu seiner Stiefschwester Calliphone existierten stärkere Bande, wenn es auch keine Freundschaft war. Nur sie durfte ihn Bo nennen.12 K.9

Der Primarch wusste nach seinem Gedächtnisverlust noch, dass sein Name Perturabo lautete, doch er sollte am Namenstag gedrängt werden, einen neuen olympischen Namen anzunehmen. Er lehnte aber ab, da er auch in einem Buch auf Olympia den Namen Perturabo mitsamt seiner Bedeutung gefunden hatte, doch nur er war in der Lage, das Buch zu lesen.12 K.7 An seinem Namenstag, sein errechneter 16. Geburtstag, nahm ihn Dammekos als seinen Adoptivsohn offiziell in die Familie auf. Perturabo brüskierte seinen Adoptivvater sogleich, indem er laut seinen Namen verkündete.5 S.108, 12 K.7

"Ich bin Perturabo. Ich wurde erschaffen, um Perturabo zu sein. Als Junge war ich Perturabo und als Mann werde ich er bleiben. Mein Name ist meine Natur und ich bin mein Name. Schneidet mich und lasst Perturabos Blut fließen, denn mein Name ist Perturabo."
+++ Perturabo an seinem Namenstag +++12 K.7

Er wurde Soldat und erhielt zunächst nur kleine Kommandos, um gegen Dammekos Feinde in den Kampf zu ziehen, doch er stieg schnell im Rang auf. Aus der Kammer des Primarchen strömten fortan auch Blaupausen für Maschinen, architektonische Gebäude, Produktionsmethoden, sowie Durchbrüche in Medizin und Astronomie.5 S.109

817.M30 entdeckte er die Verborgene Bibliothek, wertete das dortige Wissen aus und läutete eine neue Phase des technologischen Fortschritts in Lochos ein.12 K.9

824.M30 plante Perturabo Präventivschläge, um die Welt Olympia zu vereinigen, wobei als erstes der lange Verbündete Kardis fallen sollte.12 K.9
Er hatte in der Bibliothek Informationen darüber gefunden, dass die alten Bewohner Olympias an radioaktiven Elementen interessiert waren. Mit seinen Feldzügen wollte er an genug Material gelangen, um Atomwaffen zu bauen, um durch Abschreckung dauerhaften Frieden zu erreichen.12 K.9 Er sah die Notwendigkeit Olympia zu vereinen, um durch inneren Zusammenhalt potenzielle äußere Bedrohungen, wie die Schwarzen Richter abwehren zu können. "Nur durch Krieg wird der Krieg enden und Frieden Einzug halten", waren seine Worte, als er Calliphone seinen Plan erläutete.12 K.9
Als der Angriff im gleichen Jahr begann, fühlte er keine Reue beim Tod seiner Männer, die Notwendigkeit verlangte es.12 K.9 (Während des Großen Kreuzzuges betrachtete er seinen Feldzug als idealistisch, närrisch und eine Verschwendung von Zeit.)12 K.13

Über die Jahre baute er die Macht von Lochos aus und wurde das Ziel vieler Anschläge, doch er überdauerte alles. Er wählte sich die Maske des stählernen Henkers als Heraldik.5 S.109 Perturabo hätte Dammekos jederzeit stürzen können, tat es jedoch nicht und der Tyrann war bedacht, ihm keinen Anlass dafür zu geben. Bevor Dammekos eines natürlichen Todes sterben konnte und die Herrschaft vielleicht an Perturabo fiel, erreichte der Imperator die Welt.5 S.109
849.M30 kam dieser zum Planeten. Als Perturabo Lichter auf dem Berg Telephus landen sah, brach er sofort dorthin auf, ohne Eskorte, ohne Ausrüstung und ohne Proviant. Er spürte, dass sein Vater gekommen war und erklomm den neuntausend Meter hohen Berg mit seinen bloßen Händen. Kurz vor dem Gipfel verpasste er den Griff an einem Absatz, fiel rückwärts und dachte, dass erste Mal bezwungen worden zu sein. Da griff eine gepanzerte Hand nach ihm und der Imperator zog ihn hoch. Vom Anblick des Imperators überwältigt, ging der Primarch zum ersten Mal auf die Knie und gelobte ihm die Treue. In seiner Anwesenheit sah Perturabo, das erste Mal nicht den Sternenmahlstrom am Himmel.12 K.16

"Dein Pfad wird nicht leicht sein, aber nur wenig sind seiner würdig. Ich habe viele Aufgaben für dich, den Unermüdlichen, den Unbezwingbaren, den Unnachgiebigen. Du sollst mein Lord des Eisens sein."
+++ Der Imperator an Perturabo, 849.M30 +++12 K.16

Großer Kreuzzug

Perturabo

Perturabo diente eine kurze Periode in Begleitung des Imperators auf Terra und erhielt Unterricht in Geschichte, Kriegstechnik und Strategie.3 K.17; 5 S.107 Er freundete sich in dieser Zeit mit Magnus an, der ebenfalls auf Alterde weilte, beide einte die Liebe fürs Lernen und der Hunger nach neuen Dingen.3 K.17 Viele Monate hatten sie gemeinsam nach vergrabenen Geheimnissen gesucht, Magnus nach esoterischen Schriften und Perturabo nach Schriften seines geliebten Gelehrten aus Firenza.3 K.3

Schließlich übernahm er das direkte Kommando über 35.000 Legionäre und noch einmal so viele waren über das Imperium verteilt. Der Primarch analysierte die Historie seiner Legion, die Doktrinen und Praktiken und verglich sie mit den anderen Legionen. Er war nicht zufrieden und beschloss eine Dezimierung seiner Krieger.5 S.107 Jeder Zehnte, durch eine Lotterie bestimmt, musste sterben. Sie wurden unehrenhaft durch die bloßen Hände ihrer Kameraden getötet. Innerhalb der imperialen Hierarchie, allen voran Roboute Guillaume, gab es Kritik an dieser Vorgehensweise. Der Imperator beendete allen Streit, doch führte die Kritik zu Abneigung zwischen Roboute und Perturabo. Für seine Legionäre war die Botschaft eindeutig, ein Versagen in den Augen des Primarchen würde zum Tod führen, denn seine Legion sollte die Beste sein.5 S.110

Nach der Eroberung des Meratara Clusters hatte Perturabo die Legion nach seinen Wünschen umgestaltet und die Iron Warriors waren geboren. Danach führte er den Großteil seiner Legion in die 125. Expeditionsflotte und wurde zum Rammbock des Großen Kreuzzuges.5 S.110 Es entstand eine Eigenart in der Legion keine Gnade zu gewähren, wenn erst einmal eine Belagerung begonnen hatte. Über die Jahre entstanden den anderen Legionen gegenüber Ressentiments, Stolz und Paranoia.5 S.110, S.111

"Ihr wollt eure Beziehung zum Imperium anpassen. Das Imperium ist der Wille des Imperators. Sein Wille ist hart wie Eisen und nicht zugänglich für Anpassungen, es sei denn durch Hitze und Kraft. Eure schwächlichen Gesuche haben keinerlei Einfluss."
+++ Perturabo, 000.M31+++12 K.13

Sowohl die Einsatzpläne von Terra als auch von Kriegsherr Horus sorgten für ein langsames Ausbluten der Legion. Sie war über eine Vielzahl von kleinen Expeditionsflotten verteilt, diente in undankbaren Belagerungen und bemannte eine Vielzahl von Festungen. Perturabo verbitterte langsam, erfüllte aber dennoch alle übertragenen Aufgaben.5 S.111

Perturabo hatte eine Fehde mit Rogal Dorn, da dieser immer seine perfekten Verteidigungsanlagen auf Terra rühmte. Dessen Eitelkeit erzürnte Perturabo sehr, der behauptete, jede Befestigung einnehmen zu können. Er ließ den Ärger in sich einfließen, der sich dann im Großen Bruderkrieg entlud.5 S.57

999.M30 führten die Iron Warriors einen langwierigen Feldzug gegen die Hrud in den Sak'trada Tiefen. Nicht in der Lage den Feind zu bezwingen, verbitterten Primarch und Legion immer mehr. Perturabo überlegte mittlerweile auch seinen Trident abzulösen. Harkor machte immer verborgene Andeutungen und seine Arroganz widerte den Primarch an. Erasmus Golg war ein ungehobelter Kampfhund, deshalb hatte er ihn auch nicht zum Kriegsschmied ernannt. Forrix war loyal, beteiligte sich aber manchmal auch an den Intrigen.12 K.5 Nachdem die IV. Legion eine Massenmigration der Xenos ausgelöst hatte, zog sich Perturabo zurück und arbeitete tagelang an einem Schlachtplan. Als er diesen vor seiner Legion verkünden wollte, erreichte ihn die Nachricht einer Rebellion auf Olympia.12 K.12 Dem unglückseligen Flottenoffizier, der die Nachricht überbrachte, brach der Primarch das Rückgrat. Die Legionäre auf der Brücke legten unwillkürlich die Hände auf ihre Bolter, Erasmus Golg trat einen Schritt zurück, Harkor suchte nach einem Fluchtweg und Forrix, sowie die anderen Personen auf der Brücke verharrten regungslos. Ihr Anblick brachte Perturabo wieder zu Sinnen, obwohl er kurz überlegte, alle auf der Brücke zu töten. Doch seine Vernunft setzte sich durch, er gab Anweisung, der im Anflug befindliche Offizier der Iron Warriors mit der offiziellen Nachricht solle ihn nach der Ankunft aufsuchen und hätte nichts zu befürchten.12 K.12

Der spätere Verrat der Legion begann mit einer Rebellion auf ihrem Heimatplaneten. Der Gedanke sich immer und immer wieder beweisen zu müssen, stürzte Perturabo in eine Sinnkrise. Horus erkannte dies und nutze die Situation aus. Er schenkte Perturabo einen meisterhaften Energiehammer, den so genannten Ambossbrecher (vermutlich ein Fokus für das Chaos).3 K.2, K.3 000.M31 wurden die Städte des Planeten Olympia niedergeworfen. Wie einst seine Legion, sollte auch Olympia mit Dezimierung bestraft werden. Jeder Zehnte sollte getötet werden, jene die sich unterwarfen sollte leben, wer Widerstand leistete, sollte sterben, oder versklavt werden. Obwohl ein Orbitales Bombardement ein Leichtes gewesen wäre, wurde nur Kardis auf diese Weise zerstört, um Angst zu schüren. Die IV. Legion sollte ihre eigenen Befestigungen von Hand niederreißen.12 K.13 Vor allem mit dem letzten sinnlosen Angriff trieb Perturabo einen Keil in seine Legion. Bereits bei den ersten Angriffen auf die Städte hatten sich Legionäre geweigert, dem Befehl zu folgen und waren dafür bestraft wurden. Lochos sollte komplett geschleift werden. Dadurch entstanden sogar in einzelnen Trupps häufig drei Fraktionen. Die Erste erinnerte sich an die Zeit, in der Ehre noch eine Bedeutung hatte und haderte mit den Befehlen. Die Zweite Fraktion befolgte äußerst loyal jeden Befehl. Die dritte Fraktion bestand aus den jüngsten Legionären, jenen die noch vor Kurzem von Olympia kamen, bei denen die Indoktrination aber auch noch am frischesten war. Stellenweise brachen zwischen diesen Gruppen Kämpfe aus.12 K.14
Perturabo wurde am Ende der Kämpfe vor Scham in eine Sinnkrise gestürzt, da der Imperator ihm nie vergeben würde.3 K.2, K.3 Er hatte seine Stiefschwester Calliphone erwürgt und sah das Grauen, als er seinen Blick über Lochos schweifen ließ. Er brach zusammen und wurde Stunden später, immer noch weinend, von Forrix im Thronsaal gefunden. Der Triarch schickte, die ihn begleitenden Terminatoren, weg und bestellte sofort einen Stormbird. Kein Legionär durfte Perturabo so sehen, oder die Legion würde zerbrechen. Der Primarch bot einen Anblick, den der Kriegsschmied noch nie an ihm gesehen hatte und offenbarte ihm sogar seine inneren Gefühle. Seine Vernunft setzte sich durch und er ließ sich von Forrix wegführen. Er war beruhigt, als Forrix ihm mitteilte, dass einige Legionäre sich geweigert hatten, ihre Befehle zu befolgen. Bevor er den Stormbird betrat, sollte Forrix das Ende der Kampfhandlungen verkünden und die Überlebenden sollten zurückgelassen werden, um Neues zu bauen. Jeder Legionär, der sich nicht zügeln und von den Menschen ablassen würde, sollte erschlagen werden.12 K.15

"Ich bin zu Curze geworden. Seine Ausrede war sein Wahnsinn. Was ist meine? Mein Temperament? Der Imperator wird uns das niemals vergeben. Der Imperator wird uns niemals vergeben. Der Imperator kann uns nicht vergeben. Niemals."
+++ Perturabo nach der Zerstörung von Olympia, 000.M31 +++12 K.15

Großer Bruderkrieg

Nach dem Massaker wurden die Iron Warriors nach Istvaan V geschickt, um Horus zu stellen. Dort angekommen, schien den Iron Warriors das Universum im Chaos zu versinken. In dieser Stimmung schlossen sich Perturabo und seine Legionen dem Chaos an und wandten sich gegen den Imperator.3 K.1, K.2, K.3 Der Primarch der IV. Legion verspürte keinen Hass auf die loyalen Legionen, eher hatte er Mitleid, da sie in seinen Augen zu stur oder blind waren, um zu erkennen, wie sie vom Imperator missbraucht worden waren.3 K.17

Während des Bruderkrieges führte Perturabo seine Legion ins Phall-System, dort waren 18.000 Imperial Fists auf etwa 350 Schiffen für 141 Tage gefangen.6 K.1 Diese Falle hatte Horus noch vor Istvaan ausgelegt und am 141ten Tag kam es zu schweren Gefechten, als die Loyalisten von Perturabos zahlenmäßig überlegener Legion angegriffen wurde.6 K.5 Das Gefecht wurde verbittert geführt, mit hohen Verlusten auf beiden Seiten.6 K.5 Die Imperial Fists waren die Verlierer, da sie nach einer astropathischen Aufforderung von Rogal Dorn, die Kämpfe abbrachen und aus dem System eilten.6 K.5 Nur wenige schafften es sich abzusetzen und diese gerieten in einen Warpsturm.6 Epilog Die Verluste der IV. waren ebenfalls hoch und niemand wagte es in Gegenwart Perturabos diese Schlacht anzusprechen,3 K.1 zumal Imperial Fists sein Flaggschiff Eisenblut geentert und ihn angegriffen hatten.3 K.3 In der Folge schuf sich der Primarch eine Leibgarde aus Robotern, den Iron Circle.3 K.3

Kriegsschmied Idriss Krendl erhielt von Perturabo eine Artilleriebatterie und die schweren Kriegsmaschinen von Diamat zugeteilt und zog mit diesen nach Euphoros, dort begann er eine Belagerung der Festung der Emperor's Children. Der Angriff der IV. auf die III. Legion war eine der ersten realen Simulationen für einen Angriff auf eine befestigte Stellung, die Aspekte mit dem Imperialen Palast teilte. Es ging dabei um die Ermittlung realer empirischer Daten und die Erprobung neuer Taktiken, die schließlich im Angriff auf Terra zum Einsatz kommen sollten. Diese Ergebnisse wurden Perturabo von Victrus Krugeran überbracht, Krendl tat es nicht, da sein Primarch nicht gerne Krüppel sah.7

Als Ausgleich der Verluste im Gefecht bei Phall führte Perturabo über 200 Großbataillone nach Hydra Cordatus, um die dortige Festung der Imperial Fists zu schleifen. Über drei Monate konnte Captain Felix Cassander die Stellung halten, bis Kriegsschmied Harkor einen Großangriff seines 23. Großbataillons anordnete. Unter massiven Verlusten gelang nur wenigen Legionären die Erstürmung des Wehrganges, unter ihnen wütete Subkommandant Kroeger schwer, stand jedoch auch davor getötet zu werden. Perturabo griff persönlich mit seinem Iron Circle ein und gewann die Schlacht. Harkor wurde für das ignorieren seiner Befehle zum einfachen Legionär degradiert und Barban Falk, sowie Kroeger wurden zu den neuen Mitgliedern des Tridents an der Seite von Forrix.3 K.1, K.2

Wenige Tage danach trafen die Emperor's Children auf der Welt ein. Perturabo hatte gehofft seine Legion zur Eroberung des Mars in Marsch zu setzen und war umso mehr überrascht, als Fulgrim ihm eine alte Eldarlegende erzählte und ihm um Hilfe bat, um nach Iydris zu reisen.3 K.3, K.4

Auf Iydris drangen die beiden Legionen in einen zentralen Kuppelbau der Eldar vor. Perturabo hoffte dort mächtige Kriegsmaschinen zu finden, unwissend das ein Geschenk Fulgrims ihn Teile seiner Kräfte absog, um den Phönizier zu einem Dämonenprimarchen aufsteigen zu lassen. Unter der Kuppel kam es schließlich zur Konfrontation beider Legionen und ihrer Anführer, bei der Perturabo schwer verwundet wurde. Fulgrim wollte ihn sogar töten, fest davon überzeugt, das Horus ihm dies vergeben würde, wenn er mächtiger daraus hervorginge. Perturabo zeigte sich jedoch als schwer verwüstlich, genau wie seine Legion. Es gelang ihnen die Emperor's Children zurückzudrängen, genau wie die Eldargeister und Loyalisten. Perturabo war nun noch mehr überzeugt, allein Horus trauen zu können.3 K.23, K.25, K.26, K.27

Danach führte Perturabo seine Legion zu einem schwarzem Stern im Inneren des Auge des Schreckens. Dieser Stern war der Schnittpunkt zwischen Realraum und Warp.3 K.27

Im Anschluss griffen die Iron Warriors unter Perturabos Kommando den Planeten Tallarn an.8 K.1, K.6 Perturabo bat ausgewählte Kommandeure, auf der Welt spezielle und geheime Patrouillen durchzuführen. Sie sollten dabei nach dem Warptor von Alganar suchen. Der Herr des Eisens wollte dieses Chaosrelikt, um eine wirksame Waffe gegen seine Feinde zu besitzen. Er war einzig durch sein Vertrauen in Horus zu den Verrätern gewechselt und glaubte daran, dass die Leute in dessen Umfeld die Iron Warriors schlecht redeten und sich schließlich gegen seine Legion wenden würden. Darauf wollte er vorbereitet sein, um ihnen unerbittlich entgegentreten zu können.9 K.7 Cybot Hrend und seiner Patrouille gelang es schließlich, das Artefakt zu finden, wobei ihm ein Dämon erschien und das Blaue vom Himmel versprach. Hrend erkannte, dass die Offenbarung des Fundortes seine Legion letztendlich vernichten würde und benachrichtigte seinen Primarchen daher nicht.9 K.12 Der Botschafter von Horus entdeckte schließlich die geheimen Suchen der Iron Warriors und aktivierte seinen Metacron vor Perturabo. Horus erschien vor seinem Bruder und war tief erbost über die Eigensinnigkeit des Herrn des Eisens und dessen Täuschung, zudem hatte er Horus' Truppen in seinen Kämpfen verheizt. Horus verlangte einen Kniefall von Perturabo und befahl ihm dann den Rückzug von Tallarn.9 K.14

"Everything I have done has been for the Imperium we will build. Brother, you cannot be blind to serpents within us. I have seen the true face of our allies. I have felt the knife of their treachery. We must hold our own blade above their necks, or we will be unmade."
+++ Perturabo an Horus +++9 K.14

Horus sah seinen Bruder Perturabo als Meister der Verteidigung und im Brechen derselbigen, aber vollkommen ungeeignet für die mobile Kriegsführung, darum erhielt auch Mortarion den Befehl, die White Scars an den Flanken der Verräter zu neutralisieren. Perturabo sollte seine Iron Warriors darum im vierten Jahr des Bruderkrieges auf direkten Kurs Richtung Terra führen und die zunehmende Zahl der befestigten Welten zusammen mit den Sons of Horus ausschalten, um den Verrätertruppen den Vormarschweg zu öffnen.10 K.7


Nach der Schlacht um Istvaan V wurden die Iron Warriors von Horus nach Terra geschickt, wo sie den Imperialen Palast belagerten. Die Unzufriedenheit der Iron Warriors begann zu schwinden, als sie den Palast bombardierten und Mauer um Mauer niederrissen. Nach Horus' Niederlage gegen den Imperator zogen sich die Iron Warriors nach Olympia zurück, wo sie sich erbittert verteidigten. Als sie erkannten, dass ein Sieg nicht möglich war, sprengten die Iron Warriors die Munitionslager und verwandelten Olympia in eine leblose Welt.Quelle?

Anmerkung: Laut dem Roman Galaxy in Flames hatte Horus schon vor oder während der Kämpfe von Istvaan III Perturabo kontaktiert und ihm die Zerstörung seiner Heimatwelt befohlen.2

Nach dem Großen Bruderkrieg

Die Iron Warriors zogen sich in den Wirbel des Chaos zurück und liessen sich auf der Welt Medrengard nieder. Dort wurde Perturabo in den Stand eines Dämonenprimarch erhoben. Die Dämonenwelt wurde von Perturabo in eine planetenweite Festung verwandelt. Sie spiegelt Perturabos Charakter und den der Iron Warriors wieder.Quelle?

Anstatt aber die Festungen des Imperiums anzugreifen, verkriecht sich Perturabo in seiner persönlichen Festung und sitzt dort auf einem Thron aus Elfenbein als ein Gefangener seiner eigenen Bitterkeit.11 Notha Etassay fragte Honsou einmal, wieso dieser sich nicht an den Kriegen gegen das Imperium beteilige. Honsou antwortete, Perturabo trage soviel Hass in sich, dass nur die größten Konflikte ihn überhaupt interessieren würden.14 K.3

Modelle

Offizielle Modelle

Inoffizielle Modelle

Siehe hier.

Namensbedeutung

Der Name Perturabo basiert auf dem lateinischen perdurabo, was "Ich werde ausharren bis zum Ende." bedeutet.

Quellen