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Lucretius Corvo

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Lucretius Corvo war ein Captain der Ultramarines und erster Ordensmeister der Novamarines.2 K.1

"Während ich Macragge zum letzten Mal verlasse, so schwöre ich Euch Lord Roboute Guilliman, Primarch des Imperators und mein geschworener Lehnsherr, dass ich und meine Nachfolger uns von jetzt an bis zum Ende der Ewigkeit dem Schutz des Segmentum Ultima verpflichten. Weder Tod noch Schande noch wankender Mut soll uns von dieser Aufgabe abhalten. Möge mich auch der Tod ereilen, möge meine Seele gespalten werden, nichts soll mich von dieser Pflicht abbringen, nicht jetzt und nicht bis ans Ende der Zeit. Dies schwöre ich. Dies ist mein Eid!"
+++ Der Eid Lucretius Corvos an Roboute Guillaume bei der Gründung der Novamarines2 K.11 +++

Allgemeines

Seine persönliche Heraldik ist die Grundlage für das viergeteilte Farbschema der Novamarines.1 S.116

Der Captain hatte in seinem Quartier an Bord der Glorious Nova ein Lesepult, an dem er häufig stand und antike terranische Kriegssagen aus der Bibliothek des Schiffes las. Im Bruderkrieg hatte ihn das Verhalten der World Eaters erschüttert und er suchte in den Sagen nach historischen Entsprechungen. Er war sich zwar nicht sicher, ob er aus ihnen etwas lernen könnte, doch er genoss die Ablenkung, denn er mochte Geschichten.3 K.17

Corvo war nicht dafür bekannt, lange Reden zu halten, wenn er es tat, hörte man lieber zu, da er etwas wichtiges verkündete.3 K.25 Es entsprach seiner Natur, dass man ihm Überraschung nur im kaum merklichen Heben seiner Augenbrauen ansah.3 K.17

Relikte

Es gibt fünfzehn heilige Relikte des Corvo:

Ehrungen

Corvo ist eine angesehene Person des Ordens und wurde verschiedentlich geehrt, beispielsweise durch die Benennungen von Trupps und Raumschiffen:

Geschichte

Großer Kreuzzug

Lucretius Corvo stieg bis zum Captain der Ultramarines auf und kommandierte die 90. Kompanie mit dem Rufnamen Nova Kompanie.3 DP Sein Befehlstrupp bestand aus folgenden Mitgliedern:

Vor der Indoktrination hatte er seinem leiblichen Vater einen Schwur geleistet, den er später auch Roboute Guillaume gab: "Das er sich stets erinnern würde, wer er sei und wer er gewesen sei."3 K.17

Als Kommandant der Glorious Nova hatte er sich eine Reputation als guter Flottenbefehlshaber erworben und Kämpfer im Mann-gegen-Mann Raumkampf.3 K.26 Im Zuge des Großen Kreuzzuges setzte sich in ihm schrittweise der Glauben fest, das alle Xenos und deren Technik unrein sein.3 K.23

Großer Bruderkrieg

Er war ein hochgeehrter Captain der Ultramarines Legion und kämpfte unter anderem auf Astagar gegen die Legion der Word Bearers. Corvos Truppen hielten sechs Tage lang gegen ihre Belagerer aus und er selbst leitete einen Gegenangriff, der den Warlord Titanen Felghast zerstörte.4 Die Belagerung wurde dadurch beendet. Als Auszeichnung erhielt Corvo von seinem Primarchen das Laurel of Defiance.1 S.116, 3 K.23 Viele Mitglieder der 90. Kompanie waren gestorben oder zu anderen Kompanien versetzt worden. Sergeant Crassus blieb an seiner Seite und Corvo erhoffte, er würde sein Nachfolger als Captain werden. Die 90. Kompanie hatte drei Trupps aus seinem besten Veteranen, diese übernahmen Corvos vierteilige Heraldik aus knochenweiß und blau. Als er sie auf die Gründe ansprach, teilten sie ihm mit, es sei ihm zu Ehren, als Held von Ultramar und Träger des Laurel of Defiance. Es war dem Captain zwar unangenehm, zur Wahrung der Moral ließ er es jedoch durchgehen.3 K.26

Nach der Beleuchtung Ultramars durch Mount Pharos leitete er Langstreckenpatrouillen von zwei Kompanien Ultramarines und einer halben Kompanie Dark Angels.3 K.17 Ihm unterstanden Alcuis der I. Legion,3 K.17 sowie Marcellus der 29. Kompanie und Palaearch der 82. Kompanie.3 K.25 Seine Flotte bestand aus sechs Großkampfschiffen,3 K.17 mit etwas mehr als 2500 Space Marines.3 K.25
Roboute Guillaume erteilte Corvo den Befehl von Beremin nach Sotha zu eilen und dort Ablenkungsangriffe durchführen, bis die Hauptentsatzstreikräfte von Macragge eintreffen würden. Barabas Dantioch kontaktierte Corvo und teilte ihm seine neuen Befehle mit. Die technischen Möglichkeiten faszinierten Corvo, als er sah wie der Kriegsschmied in aller Klarheit vor ihm sichtbar war. Als Dantioch seinen Bericht beendet hatte, war Corvos Flotte auf dem Weg nach Sotha.3 K.17
Der Leitstrahl von Mount Pharos, der auf die Flotte ausgerichtet wurde, zog sie mit unglaublicher Geschwindigkeit durch den Warp, als sie immer schneller wurden, deaktivierten sich die Warptriebwerke der Flotte sogar. Corvo war davon fasziniert und befragte seine Techadepten dazu. Diese erzählten ihm allerlei technische Beschreibungen, aus denen er heraushörte, dass sie keinerlei Ahnung darüber hatten. Während der Reise nach Sotha nahmen die Night Lords Mount Pharos ein und der Leitstrahl versiegte. Die Schiffe in Corvos Flotte wurden stark strapaziert als sich ihre Masse wieder auswirkte und sie stark gebremst wurden. Der Übergang vom Warp in den Normalraum war katastrophal und die Spear of Hermia hielt den Belastungen nicht stand. Auf der Brücke der Glorious Nova flogen Menschen umher, Servitoren wurden aus ihren Gehäusen gerissen und Boden-, sowie Deckenplatten flogen herum. Feuer brachen aus und das Panzerglas zeigte tiefe Risse.3 K.23 Nach diesem Vorfall berief Corvo eine Lithocastsitzung der zehn höchsten Offiziere ein. Der Captain hatte beschlossen seine Truppen dennoch nach Sotha zu führen, da er befürchtete die Night Lords könnten mithilfe von Mount Pharos Horus nach Macragge führen, wo er drei seiner Brüder auf einen Schlag vernichten könnte.3 K.25
Dadurch, dass die Schiffe immer noch mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren, beschlossen die Offiziere, die Verräter zu überraschen. Sie wollten eine Welle von Torpedos abschießen, die aufgrund der Geschwindigkeit erhöhten Schaden verursachen sollten. Es wurde beschlossen Feuerleitlösungen zu berechnen, zu überprüfen und final sollte jede einzelne von Corvo genehmigt werden. Man wollte verhindern, dass ein Projektil den Planeten trifft und ihn zerreißt. Der Captain selbst, wollte für jeden Kollateralschaden die Verantwortung übernehmen. Nur die Glorious Nova sollte auf planetare Angriffsgeschwindigkeit herunter bremsen, während die anderen Schiffe einen Raumkampf führten, sollte sie Truppen auf Sotha landen. Alcuis der Dark Angels wollte diesem Befehl nicht folgen und bot sein eigenes Schiff Watcher als Schutz während der Landung an. Da er wie Corvo Captain war und zudem von einer anderen Legion kam, konnte Corvo ihm nichts gegenteiliges befehlen.3 K.25
Lucretius Corvos Plan funktionierte und er begann mit 126 Space Marines eine Sturmlandung. Der Glorious Nova gelang die Flucht, doch die Watcher wurde vernichtet. Corvo beschloss von nun an jene zu tadeln, die sich kritisch gegen die Dark Angels äußerten. Scout Oberdeii und Sergeant Mericus Giraldus führten die Landungstruppen in Richtung des Tunneleingangs nach Mount Pharos.3 K.26 In Primary Location Ultra bereiteten sie Sprengsätze an den Quantumgeneratoren vor. Sie wurden von den Night Lords gestellt und bekämpften sich. Corvo stellte sich den Kampf gegen Kellenkir. Kein anderer Kämpfer wagte es, in den Kampf zwischen beide einzugreifen, der eine kämpfte mit einem Dämonenschwert und der andere mit einem Energieschwert. Kellendvar sah im Licht der Anlage, wie sich die Aura eines Dämons in seinen Bruder zurückzog, er rannte durch die Reihen und stürzte sich auf Kellenkir. Kellendvar enthauptete seinen Bruder und wurde durch drei Bolterschüsse von Corvo niedergestreckt.3 K.29 Den Männern der 90. Kompanie gelang es ein Gebiet in Mount Pharos zu sichern, bis die Entsatzflotte von Macragge eintraf.3 K.31

Nach dem Bruderkrieg

Roboute Guillaume erteilte ihm die Ehre, seinen eigenen Orden gründen zu dürfen. Corvo wurde zum ersten Ordensmeister der Novamarines und wählte den Planeten Honorum als Ordenswelt. Bei seinem Eid schwor er, mit seinen Nachfolger das Segmentum Ultima zu verteidigen.2 K.11 Er hinterließ seinem Orden eine Reihe von Schriften zur Anleitung.2 K.2

Quelle