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Adeptus Ministorum

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Symbol des Adeptus Ministorum seit der Reformation; Zuvor: Ein Aquila mit Schlüsseln in den Klauen. 6
EkklesiarchiePredigt.jpg
Die Stärke des Imperators ist die Menschheit, und die Stärke der Menschheit ist der Imperator. Wenn einer sich vom anderen abwendet, werden wir alle zu den Verlorenen und Verdammten.


+++ Die Predigten des Sebastian Thor, Band XXVII, Kap. LXII +++ 8 S.105


Das Adeptus Ministorum, auch Ekklesiarchie oder Imperialer Kult genannt, ist eine gewaltige Organisation, welche auf der religiösen Verehrung des Gottimperators beruht, welche die einzige anerkannte Religion des Imperiums neben dem lediglich geduldeten Maschinenkult des Adeptus Mechanicus und den unabhängigen Kulten der Space Marines darstellt. Das Ministorum verkündet, verbreitet und reguliert diesen Glauben, und auch, wenn die lokale Auslegung der Riten und Dogmen der Ekklesiarchie erstaunlich unterschiedlich ausfallen kann, wird jede zu extreme Abweichung als Häresie betrachtet und schwer geahndet.1 S.4
Das Adeptus Ministorum ist offizieller Teil des imperialen Staatssystems, dessen Oberhaupt, der Ekklesiarch, einen der neun regelmäßigen Sitze im Hohen Senat zu Terra innehat.9 S.14 Gleichwohl handelt es sich bei ihr um eine zumindest nominell vollkommen unabhängige Organisation, welche kein Teil des Adeptus Terra ist.9 S.38
Als jene Fraktion im imperialen Feudalsystem, die die Bürger des Imperiums und die anderen Organisationen im Staatsaufbau mit einem einigenden Glauben und ideologischer Rechtfertigung versorgt, entwickelte sich das Adeptus Ministorum im Lauf seiner inzwischen fast 10.000 Jahre dauernden Geschichte zu einer der wichtigsten Machtgruppen im Imperium und war häufig (Mit-)Verursacher, aber auch Ziel galaxisweit spürbarer Ereignisse - so waren ihre internen Machtkämpfe und ihre 7000jährige, bis heute anhaltende Fehde mit dem Administratum es zum Beispiel, die die Menschheit in das Zeitalter der Apostasie stürzten.1 S.8ff

Geschichte

Der Tempel des Imperialen Heilands

-> Hauptartikel: Tempel des Imperialen Heilands

Nach dem ultimativen Opfer des Imperators in der letzten Schlacht des Großen Bruderkrieges, sprossen auf unzähligen Welten des Imperiums neue Kulte und Religionen aus dem Boden, die den Imperator als Gottheit verehrten. Über die Jahre hinweg verschlangen die starken Kulte die kleineren Religionen. Kompromisse in den Auslegungen wurden gefunden, und die Anhänger der wachsenden Sekten verließen ihre Heimatwelten, um ihre Vision des Glaubens an den Imperator zu verbreiten. Am erfolgreichsten dabei erwies sich der auf Terra selbst entstandene Tempel des Imperialen Heilands.
Der Prozess der Integration und Vereinigung der Religionen zog sich bis zum Beginn des 32. Jahrtausends hin, bis etwa zwei Drittel des Imperiums den Lehren des Tempels folgten. Ausnahmen waren das Adeptus Astartes sowie das Adeptus Mechanicus. Im frühen 32. Jahrtausend wurde der Tempel des imperialen Heilands zur offiziellen Religion des Imperium erklärt, man verlieh ihm den Titel des Adeptus Ministorum oder auch, nach seinem Oberhaupt, dem Ekklesiarchen9 S.38, Ekklesiarchie5. Einige Jahrhunderte später wurde das Oberhaupt der Kirche, Ekklesiarch Veneris II., ein Mitglied des Hohen Senats zu Terra. Dieses Ereignis gab der Bedeutung der Ekklesiarchie einen so starken Schub, dass in den folgenden drei Jahrhunderten der jeweilige Ekklesiarch einen dauerhaften Sitz im Konzil der hohen Senatoren erhielt.1 S.5

Konsolidierung der Macht

-> Hauptartikel: Konföderation des Lichtes

Die einzige Imperatorsekte, die der Ekklesiarchie nach ihrem Aufstieg zur Staatsreligion noch gefährlich werden konnte, war die auf Dimmamar im Segmentum Obscurus gegründete Konföderation des Lichtes, deren abweichende Lehren und für Missionare nur schwer zu durchdringende Gefolgschaft schließlich eine so große spirituelle Gefahr darstellten, dass der Ekklesiarch mit einstimmiger Billigung des Hohen Senates zum ersten Glaubenskrieg aufrief, an dessen Ende die Vernichtung der Konföderation als funktionsfähige Religionsgemeinschaft stand.
Die religiöse Herrschaft des Ministorums war damit vollkommen. Ende M33 hatte jede Imperiale Welt mit Ausnahme derjenigen unter Kontrolle des Adeptus Mechanicus und der Space Marines eine Kathedrale, und Abgaben aus allen Teilen des Imperiums verhalfen der Ekklesiarchie zu enormem Reichtum, den sie in immer größere Tempel und prächtige Dekorationen investierte, aber auch zur Finanzierung weiterer Glaubenskriege nutzte, um ihre gewonnene Macht zu erhalten.1 S.6

975.M35, gegen Ende des Nova Terra Interregnums, bemühte sich die Ekklesiarchie, das gespaltene Imperium als religiösen Staat wiederaufzubauen. Als der Wahre Senat von Nova Terra die Lehren des Ministorums zurückwies, starben Millionen Menschen in den resultierenden Glaubenskriegen - ein Ereignis, das als Verheerung der Seelen bezeichnet wird.10 S.125

Das Zeitalter der Apostasie

-> Hauptartikel: Zeitalter der Apostasie

Die Fehde der mächtig gewordenen Ekklesiarchie mit dem Administratum und eine Periode starker Warpstürme führten das Imperium in M36 in das Zeitalter der Apostasie, dessen Höhepunkt die Herrschaft des Blutes des größenwahnsinnigen Ekklesiarchen Goge Vandire darstellt.1 S.8ff Die Beendigung dieser Schreckensherrschaft in den Kriegen der Apostasie war neben Space Marines und Adeptus Mechanicus vor allem dem großen Prediger Sebastian Thor zu verdanken, welcher sich dabei auf die Lehren der Jahrtausende zuvor zerschlagenen Konföderation des Lichtes stützte. Thor wurde für seine Verdienste nach der Herrschaft des Blutes zum Ekklesiarchen erhoben, und es war an ihm, die schwer angeschlagene Organisation neu zu organisieren und wiederaufzubauen. Auch wenn Thor erkannte, dass er entgegen seiner tiefen Abscheu für viele Praktiken der bisherigen, vom Tempel des Imperialen Heilands geprägten Ekklesiarchie mit Rücksicht auf die Stabilität des Imperiums keine zu radikalen Änderungen im Glauben durchführen konnte, erhielt die Ekklesiarchie mit der von Thor initiierten Reformation ein neues Gesicht.1 S.13f

Das Zeitalter der Reformation

-> Hauptartikel: Reformation

Im Zeitalter der Reformation gewann der Imperiale Kult mehr Einfluss, als er jemals zuvor besessen hatte. Das Imperium war geprägt von spirituellen und militärischen Bemühungen, die Folgen des Zeitalters der Apostasie zu überwinden und Verlorenes zurückzugewinnen. In religiöser Hinsicht äußerte sich dies in Pogromen auf Tausenden von Planeten - Scheiterhaufen loderten, während die Bevölkerung versuchte, sich von den Sünden des vorangegangenen Zeitalters zu befreien.10 S.125

Die Gegenwart - Die Ekklesiarchie gegen Ende des 41.Jahrtausends

Von der Krise, in der sich das Imperium seit ca. 750.M419 S.123 befindet, konnte naheliegenderweise auch die im Reich des Imperators allgegenwärtige Ekklesiarchie nicht verschont bleiben. Welten unter direkter Kontrolle des Ministorums wie die Klosterfestung Sanktuarium 101 des Adeptus Sororitas9 S.127, die Schreinwelten Gholas Hoffnung9 S.128ff und Valedor12 S.49; 13 S.18 oder die Missionarswelt St.Capilene 12 S.49; 13 S.18 wurden zum Ziel von Angriffen. Auch war die Ekklesiarchie weder fähig, die anti-imperiale, religiöse Hysterie im Vorfeld des Dreizehnten Schwarzen Kreuzzuges im Segmentum Obscurus effektiv einzudämmen11 S.8ff, noch konnte die einigende Kraft des Imperialen Glaubens die Nacht der Tausend Rebellionen im Segmentum Pacificus verhindern9 S.129. Auch die Tau-Ideologie des Höheren Wohls stellt eine große Herausforderung für die Theologie der Ekklesiarchie dar, wie sich an der erfolgreichen Integration randständiger imperialer Bürger durch die Tau nach dem Damokles-Kreuzzug zeigt.14 S.8 Gerade auf zahlreichen fortschrittlicheren Welten des Imperiums nimmt zudem die Distanz großer Teile der Bevölkerung zum Glauben des Ministorums zu - für diese Menschen ist der Imperiale Glaube lediglich noch ein Lippenbekenntnis, der Imperator wird insgeheim als existent, aber nicht göttlich betrachtet, und zur Maxime ihres Handelns machen sie nicht mehr die Lehren der Ekklesiarchie, sondern ihre eigenen Maßstäbe und Werte.16 S.209 Zeitgleich allerdings finden gerade die apokalyptischsten, militantesten Richtungen des Imperialen Glaubens viele Anhänger.17 S.108
Allerdings stellt der Imperiale Glaube der Ekklesiarchie auch gegen Ende von M41 noch immer einen großen Faktor der ideologischen Untermauerung des Überlebenskampfes der Menschheit dar, von dem sich viele seiner Streitkräfte und Helden in Krisenzeiten inspirieren ließen - so verbrachte der gefeierte Held von Armageddon, Kommissar Yarrick, bei seiner Verteidigung der Makropole Hades im Zweiten Krieg um Armageddon eine Nacht in der Kathedrale, und jene, die ihn gut kannten, sprachen davon, er habe im Gebet Tränen vergossen.15 S.4 Für viele ist der Imperiale Kult der einzige Einfluss, der sie mit der über die gesamte Galaxis verstreute Menschheit verbindet.16 S.208f.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Adeptus Ministorum tief korrupt ist. Naive Pilger bezahlen mit ihren letzten Ersparnissen für Pilgerreisen von denen es keine Rückkehr gibt, für allerlei bedeutungslose Sünden können die Gläubigen sich durch Ablässe Erlösung erkaufen, arme Steinmetze vernachlässigen ihre Familien um Kathedralen zu verzieren.28 S.58 Manchen Ministorums-Beamte interessieren sich nur für das Geld ihrer Gläubigen und nehmen sie aus. Selbstverständlich stellen sie dann diese Opfer so dar, dass man sich damit das Wohlwollen des Imperators nach dem Tod gesichert hat.28 S.50
Eine Anklage der Ketzerei ist eine beliebte und mächtige politische Waffe, um Druck auszuüben. Schon die Andeutung einer möglichen Anschuldigung der Ketzerei kann deutliche Wirkung zeigen. So eine Anschuldigung ist allerdings keine subtile Waffe und kann auch unangenehme Konsequenzen für den Ankläger haben: Wenn der Beschuldigte über mächtige Verbündete und Beschützer verfügt, kann der Konflikt massiv eskalieren.28 S.21
Trotz all ihrer Fehler, trotz ihrer Exzesse, trotz den lächerlich leichtgläubigen Massen, ist die Ekklesiarchie die Hüterin des imperialen Glaubens. Und dieser Glaube ist nicht nur ein Trost für leidende Menschen und ein moralischer Leitfaden, er ist auch eine Waffe gegen die Feinde der Menschheit.28 S.46

Lehren

Grundlagen

Religiöse Abbildung des Imperators aus "Des imperialen Infanteristen inspirierende Instruktionen" 21 S.80

Der imperiale Glaube besteht aus diversen religiösen Doktrinen und Artikeln, die im Imperium gepredigt werden. Sie gelten als das Wort des Imperators, durch Heilige von ihm weitergereicht. Die Kardinäle liefern sich endlose Debatten, wie dieses oder jenes Wort des Heiligen zu interpretieren sind. Diese Debatten können Jahrzehnte und Jahrhunderte geführt werden und zu erbittertem Streit führen, zu hitzigen Anschuldigungen, sogar zur Anschuldigung der Ketzerei. Es ist sogar schon vorgekommen, dass Kardinäle benachbarter Diözesen Armeen ausgehoben haben, um gegeneinander in den Krieg zu ziehen.28 S.18
Täglich werden die neuen Ergebnisse solcher Debatten als Erklärungen und Klarstellungen veröffentlicht und bilden damit den Grundstock imperialer Predigten. Der Umfang dieser Lehren ist allerdings so groß, dass niemand sie alle kennen kann. Deswegen sind Unmengen an Gelehrten damit beschäftigt, die relevanten Abschnitte zu identifizieren. Der Rest wird archiviert.28 S.18

Heutzutage wird nicht mehr jede Gruppe, die einzelne Glaubensvorschriften anders als der Ekklesiarch interpretiert, automatisch verketzert - auch wenn dies gelegentlich durchaus noch vorkommt.2 S.96 Die meisten Unterschiede bestehen lediglich in zeremoniellen Details oder Fragen der geistlichen Architektur und Kunst und führen zwar zu wochenlangen Debatten in der Heiligen Synode, deren theologische Details dem gemeinen Bürger rätselhaft oder schlicht unverständlich erscheinen können, nicht aber zu Glaubenskriegen.1 S.37

Der imperiale Glaube enthält auch Unmengen einheimischer religiöser Komponenten, sowie Abwandlungen solcher einheimischer Elemente durch imperiale Missionare. Der imperiale Glaube kann sich daher von Welt zu Welt stark unterscheiden und das Adeptus Ministorum toleriert hier durchaus große Abweichungen. Einige Grundsätze sind jedoch überall im Imperium gleich:28 S.18

  • Der Imperator wandelte einst unter Menschen und ist ein Gott. Und egal wer vor dem Kommen des Imperiums angebetet wurde, niemand darf neben ihm angebetet werden.1 S.37; 28 S.18 Lediglich die Primarchen, allen voran Sanguinius19 S.64, und die Heiligen 28 S.20f dürfen angebetet werden.
    Es gibt hier von Planet zu Planet einander widersprechende Legenden und Texte über die Vergangenheit des Imperators selbst. Angeblich war er in grauer Vorzeit ein Schamane auf Terra. Angeblich war er diese oder jene berühmte historische Figur. Die offiziellen Texte des Ministorums zu diesem Thema sind schwammig formuliert und erlauben viele Interpretationen.28 S.18f
  • Der Imperator hat eine Ordnung festgelegt und jeder Mensch hat darin seinen bestimmten Platz und er hat seine vorgesehene Funktion nach besten Kräften zu erfüllen. Gegen diese imperiale Stellung und die die über ihm stehen aufzubegehren, heißt, sich dem Imperator zu widersetzen.1 S.37; 28 S.19 Das geht so weit, dass die Mächtigen so tun müssen, als wären ihr Reichtum und ihre Stellung eine Bürde und kein Privileg.28 S.19
  • Die Endzeit ist ein wiederkehrendes Thema. Es handelt sich um Prophezeiungen um einen Galaxis-umspannenden Krieg, an dem die ganze Menschheit beteiligt ist. Die Menschheit werde sich in diesem Krieg beweisen oder untergehen. Das Thema erhält regelmäßig am Ende jedes Jahrtausends verstärkte Aufmerksamkeit, so auch Ende M41, und führt zu apokalyptischer Hysterie.28 S.19
    In Verbindung mit diesem Thema gibt es Prophezeiungen, der Imperator werde sich von seinem Goldenen Thron erheben, je nach Quelle entweder als Retter der Menschheit oder als ihr Richter.28 S.19
  • Es gibt ein Leben nach dem Tod. Die Gerechten gelangen an die Seite des Imperators, die Sünder werden in Höllen bestraft.28 S.19f Nach der Lehre der Ekklesiarchie wird die Seele eines Menschen nach seinem Tod entweder mit dem Imperator vereint oder vom Chaos verschlungen. Jede Verfehlung schwächt demnach den Imperator und stärkt das Chaos.1 S.38 Die offiziellen Lehren sind hier für Predigten eher unbedeutend. Stattdessen dominieren die Konzepte von Himmel und Hölle die der jeweiligen einheimischen Kultur entstammen. Die Prediger beschäftigen sich weniger damit, über die Belohnungen für ein gutes Leben zu predigen, und konzentrieren sich darauf, von jenen Höllenqualen zu predigen, die die Ungläubigen erwarten.28 S.19f
  • Die Haltung zu Psionikern ist sehr schwierig. Offiziell werden sie als Hexen verteufelt, allerdings ist das Imperium zwingend auf ihre Fähigkeiten angewiesen. Das führt zu dem Kompromiss, dass die Predigten jene Psioniker verteufeln, die nicht dem Imperium dienen sondern sich verstecken und Böses tun. Die meisten Predigten enthalten eine Warnung, vor solchen Gefahren in ihrer Mitte auf der Hut zu sein.28 S.20 Diese Haltung gegen Psioniker geht noch auf die Lehren des Imperators selbst aus dem Großen Kreuzzug zurück.9 S.38
  • Heilige sind Menschen, die dem Imperator sehr nahe standen. Es handelt sich um Menschen, die nach einer besonderen Großtat für das Imperium oder den imperialen Glauben vom Ministorum heiliggesprochen wurden. Heilige werden ebenfalls angebetet, da sie als Verbindung zum Imperator gelten.28 S.20f
  • Mutationen werden verteufelt, denn sie gelten als Zeichen spiritueller Unreinheit. (Tatsächlich können Mutationen viele Ursachen haben, wie beispielsweise Umweltverschmutzung.) Auf vielen Welten gibt es strenge Gesetze, was Mutationen betrifft und es gibt Patrouillen, die aktiv nach Mutanten suchen.28 S.21 Auch dies geht noch auf Lehren des Imperators zurück.9 S.34
    Auf manchen Welten werden keinerlei Abweichungen geduldet und sogar Metamenschen werden getötet.28 S.22 Auf anderen Welten sind Mutanten "nur" eine unterdrückte und ausgebeutete Unterschicht. Die Prediger des Ministorums predigen zu diesen Mutanten wie abscheulich sie sind, dass sie sich glücklich schätzen können, überhaupt am Leben zu sein, und dass die harte Arbeit ihr gerechtes Schicksal ist.28 S.22
    Metamenschen, die sich für das Imperium als nützlich erwiesen haben, wie Ogryns und Halblinge, bekommen von den Predigern nur eine stark modifizierte Version dieser Doktrinen zu hören: Sie bekommen nur gepredigt, wie tugendvoll und belohnend es ist, dem Imperium zu dienen.28 S.22
  • Xenos gelten als absolut verabscheuungswürdig.8 S.116; 20 S.237; 28 S.22 Die meisten imperialen Bürger wissen praktisch nichts von Xenos und Xenos werden in den Predigten der Ekklesiarchie nur als Monster dargestellt, von denen man sich fernhalten muss.28 S.22 Die Expansion des Imperiums als Reich des Imperators wird propagiert - es vor äußeren Bedrohungen zu schützen und den Versuchungen des Chaos zu widerstehen, ist die Pflicht eines jeden imperialen Bürgers.1 S.37
    Auf manchen Grenzwelten gibt es Kontakte mit Xenos-Händlern- und -Söldnern, weil solche Kontakte einfach unumgänglich oder lebensnotwendig sind. Sie werden trotzdem nicht gerne gesehen und von Konfessoren und Predigern öffentlich abgelehnt. Während der Umgang mit gewissen Xenos, wie den Kroot, immerhin noch aus Notwendigkeit zähneknirschend akzeptiert wird, gibt es auch Xenos-Rassen die so gefährlich sind, dass jeglicher Umgang mit ihnen absolut verboten ist, wie die Slaugth, Krave und Reek.28 S.22
  • Erlösung lässt sich nur dadurch erlangen, dass man sich für das Wohl der Menschheit aufopfert.28 S.24
  • Die Ekklesiarchie warnt vor dem Schrecken des Chaos. Sie verzichtet aber bewusst darauf, diesen Schrecken näher zu definieren.20 S.236
  • Zur Grundlage des Glaubens gehört ebenfalls die Sündenlehre.16 S.208 Es gibt viele Verfehlungen, derer sich ein Bürger schuldig machen kann - von der falschen Antwort bei einem heiligen Gebetssang bis zu Ketzerei und Blasphemie. Ebenso vielgestaltig wie die Sünden können die Bußleistungen sein, die einem Bürger auferlegt werden - Bußgelder, die Übertragung von Sachwerten, gute Taten, Teilnahme an bestimmten liturgischen Zeremonien, die Reinigung von Tempeln und dergleichen mehr. Für schwerere Verstöße kann die Buße in Selbstzüchtigung, Pilgerfahrten oder - für schwerste Sünden - im Tod bestehen.1 S.38

Sieht man von diesen Kernbereichen ab, so ist der Imperiale Glaube eine für viele Interpretationen offene Religion - unterschiedlichste Ansichten finden sich innerhalb der Ekklesiarchie selbst.1 S.37

Natürlich schwankt die Gläubigkeit der Bevölkerung. In Zeiten der Unsicherheit und Krise werden die Leute besonders gläubig und beten und bringen Opfergaben dar und lassen sich segnen, nur um danach wieder zu einem lockereren Lebensstil überzugehen. Falls sich das Adeptus Ministorum an dieser nur zeitweiligen Frömmigkeit stört, so lässt es sich das zumindest nicht anmerken.24
Der imperiale Glaube ist in jedem imperialen Bürger präsent. Der Großteil lebt in Ausbeutung und Unterdrückung. Der Glaube und seine Rituale sind für viele die einzige Möglichkeit, wenigstens kurz dem grausamen Alltag zu entkommen. Sogar der schlimmste imperiale Abschaum, Rebellen, Piraten und Sklavenhändler verehrt den Gott-Imperator. Nur jene unter dem Einfluß des Chaos oder von Xenos lehnen ihn ab.28 S.18
Der imperiale Glaube ist im Alltag permanent präsent und tief in der Kultur verankert. Der gemeine imperiale Gläubige nimmt seine Welt nur unter dem Blickwinkel dieses Glaubens war und würde niemals, selbst unbewusst, an diesem Glauben zweifeln. Es gibt allerdings einige Zyniker und Skeptiker, beispielsweise in der Inquisition, für die das nicht gilt. Sie sehen im Adeptus Ministorum Selbstgerechtigkeit, Hass, Völkermord, Ignoranz, Kontrolle der ungebildeten Massen, Korruption, und bedeutungslose Diskussionen über esoterische Doktrinen. Sie sind zwar auch gläubig, aber pragmatisch und nicht so fanatisch. Für diese Art von Personen ist Glaube vor allem eine Waffe des Imperiums gegen seine Feinde.28 S.46

Kulte, Orden, Sekten und Schulen

Die derzeit "offizielle Richtung" des Imperialen Glaubens ist die Lehre der Konföderation des Lichtes.22 S.34 Unter dem Dach der weitverzweigten Infrastruktur der Ekklesiarchie existieren jedoch zahllose Fraktionen, Lehren und Bruderschaften, die allesamt danach streben, dem Imperator auf ihre eigene Weise zu dienen. Die meisten Kleriker gehören einem dieser Orden an.20 S.80 Diese Kulte sind nichts anderes als Arten der Imperatorverehrung, die das Ministorum abgesegnet hat oder toleriert, und entstehen regelmäßig beim Prozess der Inkulturation des Imperialen Glaubens im Rahmen der Missionierung neuer Welten.16 S.211 Wie genau die Menschen der Imperator verehren, ist sehr stark abhängig von den örtlichen Gegebenheiten - So betrachten die Geistlichen des Hochkönigs von Areal den Imperator als "König des Himmels" - die Arbeiter der Himmelswerke haben darum ihren Blick vom Himmel abzuwenden, wenn sie in der Höhe arbeiten, um den Imperator nicht durch Anmaßung zu verärgern, und in den Dörfern konstruieren die Gläubigen "Kerzenballons", um mit ihnen Gebete zum Himmel aufzusenden. Auf der Minenwelt Luggnum empfangen die Bergwerksarbeiter täglich stundenlange Segnungen, bevor sie in die gefährlichen Schächte herabfahren. Auf Urzeitwelten wie Dwimlicht ehren die wilden Menschen den Imperator als Sternengott und scheren ihre Köpfe kahl, damit er mit seinen Millionen von Augen in ihren Kopf sehen und auf ihren Glauben schauen kann.16 S.209
Andere Kulte entstehen durch die Taten von Heiligen, die andere Bürger des Imperiums dazu anspornen, ihnen nachzufolgen16 S.211 - Leuten wie Macharius, Kiodrus oder den Schutzpatroninnen des Adeptus Sororitas. Wiederum andere, vor allem die militanteren Sekten, erheben einen bestimmten Aspekt der ekklesiarchalischen Lehren zum Hauptaspekt ihres Glaubens.1 S.37 Einige Todeskulte oder fanatische Sekten wie die Redemptionisten sind stark an der Grenze, werden jedoch je nach Ausrichtung der Kulte (oder der lokalen Kardinäle) ebenfalls ausgiebiger unterstützt.16 S.109

Beispiele für Kulte, die im Imperium auf mehr als einer Welt existieren, sind:

Da der imperiale Glaube so vielfältig ist, ist es schwer, zwischen echtem Glauben und Ketzerei zu unterscheiden. Es gibt deswegen riesige Unterabteilugen des Adeptus Ministorums, die sich mit dem Studium der verschiedenen imperialen Sekten beschäftigen. Es gibt herumreisende Offizielle, die die Kulturen einzelner Planeten auf Ketzerei überprüfen. Sie heißen Hexenjäger und sind im Rang Kardinälen gleichgestellt. Es kann durchaus vorkommen, dass ein imperialer Kult auf einer abgelegenen Welt populär wird, nur um dann plötzlich von einem Kardinal oder Hexenjäger zu Ketzerei erklärt zu werden. Das weitere Vorgehen ist stark vom Hexenjäger abhängig: Manche halten öffentliche Gerichtsverhandlungen ab, andere greifen zu Exekutionen und religiöser Umerziehung. Die Extremsten zerstören den Planeten einfach.28 S.21 Ein Anhaltspunkt für eine echte Infiltration durch eine äußere Macht und echte Ketzerei sind subtile Abwandlungen von der imperialen Ikonographie. Die Hexenjäger sind besonders gut darin, minimalste Unterschiede in religiösen Darstellungen zu erkennen.28 S.22
Es gibt zwei Abweichungen vom imperialen Glauben, bei denen das Adeptus Ministorum keine andere Wahl hat, als sie zu akzeptieren. Die Space Marines verehren den Imperator nicht als Gott sondern als Sterblichen. Gleichzeitig sind die Space Marines jedoch durch ihre geschichtliche Bindung an den Imperator über jeden Zweifel erhaben. Das Adeptus Mechanicus betet den Maschinengott an, der als Manifestation des Imperators gilt. Es gibt im Adeptus Mechanicus unzählige Abweichungen vom imperialen Glauben, die eigentlich die Todesstrafe bedeuten würden, aber da im Imperium niemand auf die technischen Fähigkeiten des Adeptus Mechanicus verzichten kann, hat das Ministorum keine andere Wahl, als das zu akzeptieren.28 S.21

Glaube als Waffe

Die Macht des Glaubens lässt sich nicht leugnen: Immer wieder erscheinen Personen, die beweisen, dass am imperialen Glauben etwas Wahres ist. Wenn die Gläubigen ganz unten angekommen sind, von Ketzern und Xenos verfolgt und unterdrückt, dann erscheint unweigerlich ein Heiligeer. Er spricht die Worte des Imperators, wirkt Wunder und strahlt inneren Glauben aus. Solche Wunder können verschieden sein: Jemand stürmt gegen den Feind und alle Schüsse verfehlen ihn, er erringt gegen alle Wahrscheinlichkeit einen Sieg, ein Ketzer bekehrt sich auf dem Scheiterhaufen zum Gott-Imperator, ein im Warp verlorenes Schiff wird durch Gebete gerettet. Es gibt keine logische Erklärung für ihre Fähigkeiten und keine Beweise und so muss es auch sein: denn mit Beweis gibt es keinen Glauben.28 S.58

Für jene mit reinem Herzen und tiefem Glauben an den Gott-Imperator ist der Glaube mehr als nur ein Bekenntnis: Aus ihrem Glauben können sich psionische Phänomene manifestieren. Aus Gebeten und Symbolen des Imperators werden Waffen gegen das Böse.28 S.100 Diese Fähigkeiten werden Glaubensakte genannt.29 Es ist unbekannt, wie und bei wem sich diese Fähigkeiten manifestieren, nur dass sie auffällig oft beim Adeptus Sororitas auftreten. Fast niemand hat sie tatsächlich je gesehen. Diese Fähigkeiten des Glaubens können nicht erzwungen und gesucht werden. Man findet sie nur durch reinen Geist, reines Herz und völlige Hingabe an den Gott-Imperator.28 S.100 Diese Fähigkeiten können zum Beispiel gegen psionische Effekte und Warpkreaturen beschützen28 S.103, Körper und Geist heilen und stärken28 S.106 oder die Gläubigen mit heiligem Zorn erfüllen und ihre Waffen segnen28 S.109.

Gebete, Hymnen und Symbole, die den Gott-Imperator preisen, wirken auf Dämonen abstoßend.27 K.6; 28 S.66 Tatsächlich sind die psionischen Energien des Imperators und des Chaos Anathema zueinander.30
Das Ministorum verwendet gesegnete und mit Gebeten verzierte Waffen und Rüstungen, was diese gegen Warpkreaturen und psionische Effekte effektiv macht.28 S.115,S.117f
Zu den Dienstleistungen des Ministorums gehören auch diverse Segnungen, wie beispielsweise von Ehen, Einzelpersonen oder Unternehmungen. Diese können den Gläubigen stärken. Seltener sind Segnungen von Waffen und Munition für Kämpfer des Imperiums, wie beispielsweise die Inquisition. Diese Waffen sind dann tatsächlich effektiver gegen Warpkreaturen und Psioniker.28 S.126

Das Ministorum verwendet allerdings auch Runen, wie beispielsweise beim Hexenkäfig.28 S.121 Inquisitor Gregor Eisenhorn ließ sich vom Adeptus Ministorum eine Klinge mit Pentagramm-Runen anfertigen, weil man damit Dämonen ernsthaft verletzen kann.27 K.14,K.15

Organisation

Prediger des Ministorums

Räumlich ist die Ekklesiarchie aufgeteilt in die Gebiete der einzelnen Diözesen, diese wiederum in Distrikte, von denen jeder einen eigenen Schrein besitzt.9 S.38f

Institutionell lässt sich die Ekklesiarchie grob in zwei Bereiche unterscheiden, zwischen denen es allerdings vielfältige Überschneidungen und Verflechtungen gibt.1 S.33Das Adeptus Ministorum ist in zwei parallele Verwaltungshierarchien gegliedert, an deren Spitze jeweils der Ekklesiarch steht. Eine Seite ist für Glaubensfragen zuständig, eine Seite für weltliche und Geld-Angelegenheiten.28 S.16f

Personell ist die Ekklesiarchie straff hierarchisch untergliedert.1 S.34 In der religiösen Hierarchie stehen unter dem Ekklesiarchen zunächst die Kardinäle, mehrere Tausend an der Zahl. Die Kardinäle auf Terra sind besonders einflußreich, obwohl alle Kardinäle theoretisch gleichberechtigt sind.28 S.16f Die höchste Ebene der Kardinäle sind die fünf im Palast der Ekklesiarchie residierenden Erzkardinäle, die mittlere Ebene sind die Kardinäle Terra, die eine Diözese auf Terra leiten, und schließlich als unterste Kardinalsebene die Kardinäle Astralis, die eine der unzähligen Diözesen in der ganzen Galaxis unter sich haben. Die Kardinäle Astralis unterteilen sich weiter in die zwei weiteren Gruppen der Astralis und Astralis Ministra. Die Astralis Ministra dienen auf Ophelia VII und nahe an dieser Welt gelegenen Systemen und bilden zusammen die Synode Ministra.1 S.34 Sie haben die spezielle Aufgabe, religiöse Debatten zu führen.28 S.16f
Unter den Kardinälen gibt es unzählige weitere Positionen. Konfessoren sind typischerweise für Gemeinden in der Größenordnung von Makropolen über dünn besiedelte Welten bis hin zu dünnbesiedelten Subsektoren verantwortlich und residieren in Kathedralen. Desweiteren gibt es für die alltägliche Andacht unzählige kleine Schreine, die von Predigern betreut werden.28 S.16f Nicht alle Konfessoren und Prediger sind jedoch ortsgebunden.9 S.38f; 28 S.16f Viele werden auch anderen imperialen Organisationen angegliedert, als spirituelle Berater und zur religiösen Betreuung.28 S.16f Die Prediger unterteilen sich in die Pontifices Urba - religiöse Führer einer Stadt, die Pontifices Astra - die religiösen Herrscher eines Raumschiffs oder Geschwaders und die Pontifices Mundi, die eine ganze Welt des Imperiums führen, sowie darunter die einfachen Prediger, die auf Distriktebene einen Schrein leiten.9 S.38f
Dieser als Frateris Klerus1 S.34 bekannte größere Teil der Ekklesiarchie kümmert sich um die geistlichen Aspekte - diese Funktion erfüllen die Kardinäle und Prediger, Missionare und Konfessoren. Sie führen die Bevölkerung in der Anbetung des Imperators, verbreiten den Imperialen Glauben und setzen die Lehren der Ekklesiarchie um. In dieser Hauptkörperschaft existieren als Leitgremien die dem Ekklesiarchen unterstehenden Synoden - die Heilige Synode auf Terra und die Synode Ministra auf Ophelia VII. Auf niedrigerer Ebene gibt es außerdem zahlreiche Sonderorganisationen, darunter die Schola Progenium und das Missionarus Galaxia.1 S.33f

In der weltlichen Hierarchie stehen unter dem Ekklesiarchen zunächst die Erz-Dekane. Sie dienen jeweils einer festen Diözese, arbeiten parallel zum dortigen Kardinal, und sind für wahrhaft gigantische Geldmittel verantwortlich, die sie für Bau, Reparatur und Unterhalt von Kathedralen, Schreinwelten, Pilgerstätten, Schreinen und dergleichen einsetzen. Unter dem Erz-Dekan stehen die Dekane und Deans, die für lokale Angelegenheiten und das Eintreiben von Spenden verantwortlich sind.28 S.17 Der Erz-Dekanen kümmert sich um die organisatorischen und administrativen Aspekte der Kirche, die Untergebenen um die Berechnung der Steuern und deren Erhebung, Planung und Bau neuer Gebäude, und alle sonstigen weltlichen Bedürfnisse der Ekklesiarchie. Unter den Erz-Dekanen stehen die Dekane in den einzelnen Gemeinden der Diözesen, auf der niedrigsten Ebene schließlich Scharen von Buchhaltern, Rechnungsprüfern und Schreibern.1 S.33
Das Adeptus Ministorum finanziert sich auf lokaler Ebene, und zwar durch Abgaben die erhoben werden und offiziell als örtliche Spenden angegeben werden. Deswegen versuchen die örtlichen imperialen Kulte soviele Anhänger wie möglich zu gewinnen. Eine weitere sehr große Einkommensquelle, möglicherweise sogar die größere, sind Pilger. Pilger zahlen für ihre Reisen und sie zahlen Eintritt, um heilige Orte und Reliquien zu sehen. Zumindest in der Theorie müssen die örtlichen Missionen, Kulte, Schreine undsoweiter auch Abgaben nach oben an die Diözese weiterleiten. In der Praxis kann es da jedoch Probleme und Unterschlagungen geben. Das Adeptus Ministorum ist offiziell von Steuerzahlungen ausgenommen, allerdings sind diese Abkommen voller Schlupflöcher und das Administratum und das Adeptus Ministorum führen einen versteckten bürokratischen Krieg um die Einnahmen des Ministorums.28 S.38

Wenn Priester die imperialen Streitkräfte begleiten, sind sie in Missionen gegliedert wie etwa die 87. Mission während des Tratica-Feldzugs.26

Unterorganisationen des Adeptus Ministorum sind:

Streitkräfte

Das Adeptus Ministorum ist für seine technologische Rückständigkeit berüchtigt, verglichen mit den anderen Machtblöcken des Imperiums. Es kann sich in Sachen hochwertiger Spionage-Hardware beispielsweise nicht mit dem Adeptus Mechanicus, dem Officio Assassinorum, der Inquisition oder sogar den großen Adelshäusern messen.27 K.3

Typische Waffen des Ministorums, wenn auch nicht allgemein verbreitet, sind zunächst verschiedene Arten von Stäben und Streitkolben.28 S.114,S.120 Für größere Schlachten und Kämpfe besitzt die Ekklesiarchie auch Schwere Flammenwerfer und Eviscerator-Kettenschwerter im Arsenal.28 S.115f Das Ministorum verfügt auch über Bolter, allerdings nahezu exklusiv nur bei den Adeptus Sororitas.28 S.114 Manche Waffen sind auch gesegnet und damit effektiv gegen Warpkreaturen.28 S.115f
Im Kampf tragen Bedienstete des Ministorums normalerweise Tuniken und Kettenhemden, in sehr seltenen Fällen sogar Ganzkörper-Plattenrüstungen. Diese sind aufwändig gearbeitet und gesegnet. Sie bieten zwar nur vergleichsweise wenig Panzerung, allerdings haben diese Weihungen und ggf. eingravierten Gebete an den Gott-Imperator den Effekt, dass diese Kleidungsstücke und Rüstungen einen gewissen Schutz vor psionischen Angriffen und Warp-Effekten bieten.28 S.117f

Die Ekklesiarchie ruft manchmal Kriege des Glaubens aus. Diese haben keinen tieferen militärischen Zweck, sondern werden von der Ekklesiarchie durch gewisse religiöse Überzeugungen vorangetrieben.28 S.24 Das kann ein heiliger Krieg gegen Xenos sein28 S.24, oder auch ein Feldzug gegen eine benachbarte imperiale Diözese, weil der Kardinal oder Konfessor deren Doktrin für Ketzerei hält28 S.24, oder ein Feldzug in Gebiete jenseits des Imperiums, um sein Machtgebiet zu erweitern28 S.40. Der Großteil so einer Armee besteht aus Frateris Militia, einfachen imperialen Bürgern, die sich selbst eine Waffe besorgen und dann aus Glaubensgründen an diesem Krieg teilnehmen. Wenn der Verkünder so eines Krieges sehr einflussreich ist, werden Einheiten der Imperialen Armee oder Raumschiffe der Imperialen Flotte beigesteuert. In seltenen Fällen schließen sich Space Marines an. Solche Armeen haben wegen ihres Fanatismus und Glaubens schon erstaunliche Siege errungen.28 S.24
Ein unrühmliches Beispiel ist der Margin Crusade. Er wurde 784.M41 ausgerufen und irgendwann vor 815.M41 im Halo im Kampf mit Xenos-Streitkräften komplett zerstört. Die Ekklesiarchie verkündet aber gefälschte Erfolgsmeldungen darüber, wie der Margin Crusade voranschreitet, und hebt immer noch in seinem Namen Nachschub und Ersatztruppen aus. Allerdings werden diese heimlich für andere Kriege als den Margin Crusade eingesetzt. Solange die Ekklesiarchie den Margin Crusade als Ausrede benutzen kann, um Ressourcen anzufordern und von lokalen Problemen abzulenken, solange wird sie die Illusion aufrechterhalten.28 S.40f

Das Adeptus Sororitas

Symbol des Adeptus Sororitas

-> Hauptartikel: Adeptus Sororitas

Durch Inkrafttreten des Dekret Passivum nach der Herrschaft des Blutes wurde der Ekklesiarchie untersagt, "Männer unter Waffen zu halten". Die Ekklesiarchie löste die Flotten und Armeen auf, die Goge Vandire gedient hatten. Der archaische Wortlaut des Gesetzes gestattete es allerdings dem neuen Ekklesiarchen Sebastian Thor, die Kriegernonnen des Adeptus Sororitas zur neuen Streitmacht der Ekklesiarchie zu machen. Seitdem dient die Schwesterschaft der Ekklesiarchie als stehende Armee.3 S.4f

Die Frateris Militia

-> Hauptartikel: Frateris Militia

Die Frateris-Miliz wird in Notzeiten aus Mitgliedern des Klerus, Laiengefolge und, wenn nötig, sogar den Buchhaltern und Funktionären des Ministorums, gebildet und zieht unter Führung eines Predigers oder Konfessors in die Schlacht.1 S.59

Die Frateris Militia besitzt Fregatten, die im Einflußbereich des Ministorums zu Verteidigungszwecken Patrouille fliegen, beispielsweise um eine Schreinwelt.27 K.17,K.21

Verhältnis zu anderen imperialen Organisationen

Die Space Marines sind schon seit der Frühzeit des Ministorums in einen ununterbrochenen Machtkampf mit der Ekklesiarchie verwickelt. Aus Sicht der Ekklesiarchie handelt es sich schlicht um Mutanten und Ketzer - die Space Marines mögen Mitbegründer des Imperiums sein und für den Imperator bereitwillig in den Tod gehen. Es gibt allerdings in der Ekklesiarchie ernsthafte Zweifel daran, ob die genetisch veränderten Space Marines überhaupt noch Menschen sind, und sie unterwerfen sich, von Ausnahmen abgesehen, auch nicht der theologischen Autorität des Ministorums. Sie hängen ihren eigenen, archaischen Kulten an, die von Orden zu Orden stark variieren. Die meisten Orden verehren den Imperator als ein leuchtendes Exempel, als ihren Urvater und als großen Menschen, sie betrachten ihn allerdings nicht als Gott. So besteht zwischen den Space Marines und dem Ministorum ein schwieriger Kompromiss, den man wohl am besten als Nichtangriffspakt bezeichnen könnte - die Welten der Space Marines bleiben von den Missionaren und Konfessoren unbesucht, die Bevölkerung unbekehrt, und das Adeptus Astartes mischt sich seinerseits nicht in in die inneren Angelegenheiten des Ministorums ein. Als Symbol ihrer Verbindung erhalten die Ordenspriester der Space Marines ein Rosarius der Ekklesiarchie.
Immer wieder wird diese schwierige Vereinbarung erschüttert, wenn ein übereifriger Kardinal oder Konfessor den Missmut über die Space Marines schürt. Die Ekklesiarchie bemüht sich jedoch, diese Fehden schnell auszuräumen, was nicht immer ohne Blutvergießen funktioniert.1 S.50 Aber auch auf höherrangiger Ebene wurde der Gegensatz zwischen Ministorum und Astartes bereits zum Anlass von Kampfhandlungen: 886.M41 schickte die Ekklesiarchie Abgesandte nach Fenris, um Gerüchten über die Verehrung heidnischer Götter durch die Space Wolves nachzugehen und den als äußerst eigensinnig geltenden Orden zum Imperialen Glauben zu bekehren. In Reichweite der Geschütze des Reißzahnes allerdings wurde überraschend das Feuer auf die Abordnung eröffnet. Mithilfe dreier Orden des Adeptus Sororitas kehrten die Abgesandten ein Jahr später in das System zurück. Es kam zu dreiwöchigen Kämpfen, bis die Ekklesiarchie sich zurückzog, um den Konflikt nicht weiter eskalieren zu lassen.23 S.19

Das Ministorum lehrt, dass der Omnissiah, den die Techpriester des Mars verehren, eine Facette des Gottimperators ist.18 S.4 Dies gewährt den beiden Organisationen einen gewissen Frieden. Allerdings ist das Verhältnis des Ministorums zum Adeptus Mechanicus längst nicht mehr so herzlich wie zu den Anfangszeiten des Imperiums - arbeitete das Mechanicus damals noch mit der Ekklesiarchie zusammen, so verlangen die Techpriester nun hohe Preise für die Reparatur technologischer Reliquien des Ministorums.1 S.36 So kommt es, dass interne Papiere der Ekklesiarchie, wo sie das Adeptus Mechanicus betreffen, vor Abscheu triefen.8 S.268

Mit dem Administratum führt die Ekklesiarchie einen inzwischen sieben Jahrtausende alten Machtkampf, der mal der einen, mal der anderen Seite zuneigte. Zwischen M33 und M34 hatte zunächst das zur Staatsorganisation erhobene Ministorum die Oberhand und diktierte praktisch allein die Imperiale Politik. Diese Macht schwand vom späten M34 bis ins frühe M35 wieder, als das Administratum sich bemühte, seine Machtfülle aus der Zeit wiederzugewinnen, bevor es das Ministorum überhaupt gegeben hatte, und die Ekklesiarchie unter Führungsschwäche litt. Während der Herrschaft des Blutes hatten beide Organisationen mit dem tyrannischen Senator Goge Vandire das gleiche Oberhaupt. Welche Seite nach dem Ende des Zeitalters der Apostasie den größeren Einfluss besitzt, ist nicht bekannt.1 S.8

Wie alle imperialen Organisationen wird auch das Ministorum von der Inquisition überwacht - mit dem Ordo Haereticus beschäftigt sich sogar einer der drei großen Orden schwerpunktmäßig mit der Beobachtung der Ekklesiarchie.3 S.5 Selbst ein Würdenträger von der Machtfülle des Ekklesiarchen ist dabei nicht immer fähig, einem entschlossenen Inquisitor Einhalt zu gebieten, so zu sehen am Zusammenstoß des Großinquisitors Karamasow mit dem Ekklesiarchen Decius XXIII. im Jahr 945.M413 S.45 Auf der anderen Seite stellen die Doktrinen der Ekklesiarchie für viele Inquisitioren bei der Verfolgung von Häretikern gewissermaßen "Arbeitsrichtlinien" dar, und auch auf organisatorischer Ebene besteht eine Überschneidung: So sind die Schwestern der Ordo Militaris des Adeptus Sororitas sowohl Divisio Militaris der Ekklesiarchie als auch des Ordo Haereticus.3 S.5


Adeptus Terra und weitere zentrale Institutionen des Imperiums
Adeptus Administratum
Imperiale ArmeeImperiale FlotteHandelsmarineDepartmento MunitorumDepartmento Magistratum
Adeptus Mechanicus
Adeptus TitanicusCenturio OrdinatusOrdo ReductorSkitariiLegio CyberneticaAdeptus BiologisDepartmento ManafacturumKnight Hausstände
Inquisition
Ordo MalleusOrdo XenosOrdo HaereticusOrdo Sicarius
Adeptus Ministorum
Adeptus SororitasMissionarus GalaxiaSchola Progenium
Adeptus Astartes Adeptus Custodes
Adeptus Astra Telepathica
Sororitas Silentum
Adeptus Astronomica Navis Nobilite Officio Assassinorum Adeptus Arbites


Quellen