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Horus Heresy (Kartenspiel)

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
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Logo des Kartenspiels

Allgemein

Eine typische Karte

Das Sammelkartenspiel Horus Heresy oder auch Horus Häresie auf Deutsch wurde in Zusammenarbeit mit Games Workshop von Sabertooth Games 2003 entwickelt und vermarktet. Es ging als Nachfolger aus dem ersten Warhammer 40.000 Kartenspiel als zweite Edition hervor. Es ist für zwei Mitspieler ausgelegt und den Verhältnissen aus dem Tabletopspiel nachempfunden. Die mittlerweile zahlreich erschienenen Erweiterungen sind genau wie das Grundspiel in mehreren Sprachen, unter anderem Englisch, Deutsch und Französisch, erhältlich.

Aufgrund der Beschränkung auf zwei Parteien, den Loyalen und den Verrätern mit nur wenigen Unterfraktionen mit hauptsächlich Space Marines aus 17 verschiedenen Legionen, dazu Legio Custodes, Sororitas Silentum, Kult Mechanicus sowie Kultisten und Dämonen für Chaos, war Horus Häresie nicht der gewünschte Verkaufserfolg.

Die Erweiterungseditionen wurden so später auf 80 Karten reduziert und insgesamt über einen für Sammelkartenspiele unüblich langen Zeitraum verteilt. Innerhalb von knapp 2 Jahren kamen so nur 5 Erweiterungen und einige Sondersets heraus (insgesamt 761 Spielkarten + 21 Sektorenkarten). Um auch den Fans anderer Warhammer 40.000-Völker den Einstieg wieder zu ermöglichen, wurden 2005 mit Dark Millennium Orks und Eldar erneut eingeführt.

Einleitung

Ein goldenes Zeitalter scheint angebrochen zu sein. Der Imperator der Menschheit sendet seine gewaltigen Legionen über die Sterne aus und vereint unzählige Planeten im großen Imperium. An seiner Seite kämpfen die mächtigen Primarchen, die seine Space Marine Legionen kommandieren.

Doch im Herz von Horus, dem Kriegsherrn der Legio Astartes, beginnt sich Dunkelheit auszubreiten. Sein Verlangen nach Macht hat ihn überwältigt und ihn dem Imperium, für das er einst kämpfte, den Krieg erklären lassen. Auf Istvaan III entbrennt daraufhin ein gewaltiger Kampf. Nach einem ersten gewaltigen Bombardement des Planeten aus dem Orbit hat Horus seine Truppen gegen diejenigen geschickt, die noch am Leben und einst seine Gefährten waren.

Spielprinzip

Deutlicher als bei vielen anderen Kartenspielen dreht sich alles ums Kämpfen. Es gibt kein subtiles Ressourcenmanagement, keine Würfel oder Token, keine Rechenkünste bei Lebenspunkten, keine Kostenabwägung, wann welche Karte ins Spiel kommen kann oder langfristige Planung für kommende Runden. Dennoch werden die Prinzipien der Sammelkartenspiele auch hier angewandt: Jeder Spieler stellt sich aus dem eigenen Kartenpool ein Deck mit mindestens 60 Karten zusammen und tritt damit gegen die anderen Spieler an. Die Karten werden gemischt und verdeck abgelegt. Die Kunst ist es, ein Deck so zusammenzustellen, dass der Faktor Zufall möglichst gut beherrscht werden kann.

Zwei Spieler kämpfen bei Horus Heresy um einen Planeten aus der Geschichte der Horus Häresie, auf dem man zwei von drei Schlüsselsektoren erobern muss. In maximal vier Runden - jede Runde besteht aus maximal zwei Schlachten - entscheidet sich das Spiel.

Nach einer kurzen, aber nicht weniger einflussreichen Aufstellungsphase, in der die Truppen in Stellung gebracht werden, geht es schon ins Gefecht um einen Sektor. Die Spieler wechseln sich nun mit Kampfaktionen ab. Dabei dürfen Einheiten schießen, im Nahkampf angreifen oder der aktive Spieler darf eine Kampfaktion auf dem Eigenschaftsfeld einer Karte im Sektor oder von den Handkarten aus durchführen. Ziel ist es letztendlich, durch ausreichend Flaggen den umkämpften Sektor für sich zu erobern. Gelingt dies keinem Spieler werden die überlebenden Karten in der nächsten Aufstellungsphase durch neue Karten verstärkt und die Kämpfe beginnen von neuem.

Die Karten haben dabei dreierlei Funktionen: Zum Ersten stellen sie Kampfeinheiten, unterstützende Vorteile oder Raumschiffe dar, mit denen man den Kampf um einen Sektor bestreitet. Um 180 Grad gedreht, dient ein extra Feld als Befehlshand, mit der man den Kampf zusätzlich manipulieren kann und letztendlich haben alle Karten einen Würfel, der dazu dient, eine Zufallszahl zu erzeugen. Durch die unterschiedliche Gewichtung dieser drei Funktionen gegeneinander, werden ausgewogene Spielkarten geschaffen. So sollte eine gute Einheit einen niedrigen Würfel haben und umgekehrt; eine schwierige Aufgabe für die Designer und Spieltester. Zugleich eine Herausforderung beim Deckbau, da alles in einem ausgewogenen Verhältnis zusammengefügt werden muss.

Die auffälligste Änderung von der 1. zur 2. Edition ist der Fortfall der Flottenkarten und die Einführung eines weiteren, vierten Kartenwertes (Nahkampf) auf den Einheiten. Daneben wurden Schiffe als neues Spielelement eingeführt, während Charaktere und Befestigungen zu Vorteilen (engl. Asset) zusammengefasst wurden. Diese gewichtigen Veränderungen führten dazu, dass die 1. mit der 2. Edition nur unter größten Umständen (Hausregeln) kombinierbar ist. Ansonsten gab es nur kleine, aber feine Regeländerungen, die das Spiel schneller und interessanter machten. So gibt es z.B. nur noch 3 Sektoren anstatt 5 und der Nahkampf wurde dadurch aufgewertet, dass eine erfolgreich angreifende Einheit ein weiteres Mal angreifen darf (Vorstürmen). Letztere Änderung ermöglicht somit recht erfolgreiche Nahkampfdecks.

Produkte

Boosterbox
  • Starter Boxen enthalten in der Regel die wichtigen und grundlegenden Karten zu einer Fraktion. Es erschien ein Starter Kit für die Verräter und die Loyalisten mit je 60 Spielkarten und 3 Sektorkarten.
  • Ein Starter Display enthält insgesamt 10 Decks, 5 loyale, 5 für die Verräter.
  • Ein Booster enthält 9 Spielkarten und eine Credit-Karte (Wert 10,20,50 oder 100). Credits sind eine Art Währung und konnten bei Sabertooth Games gegen spezielle Karten oder Fanartikel eingetauscht werden.
  • Eine Booster Box enthält 40 Booster.
  • Sammelalben enthalten neben wenigen einzigartigen Karten oftmals noch Illustrationen, Geschichten o.ä. Sie dienen gleichzeitig als Kartenkatalog in den die Karten einsortiert werden können.

Erweiterungen

Der Horus Heresy Block besteht aus folgenden Karten (in Klammern das Editionskürzel):

Quellen