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Großer Bruderkrieg

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Der Große Bruderkrieg (orig. Horus Heresy, in älteren Editionen auch First Inter-Legionary War1Quelle?) ist die Bezeichnung für den größten Bürgerkrieg der Menschheitsgeschichte, der im Anschluß an den Großen Kreuzzug stattfand und aus dem das heutige Imperium hervorging.

Er hat sich mit vielen Dingen beschäftigt, unser geliebter Vater. Er hat mit Xenos verkehrt und uralte Technologien wiederbelebt. Glaub nicht, dass er bei all dem hier unschuldig ist, und auch nicht der alte Verschwörer Malcador. Jede Wahl ist nun befleckt und wir tanzen alle denselben Pfad des Verfalls hinab. Die einzig verbleibende Frage ist, welcher Herde wir folgen, welcher Untergang weniger unangenehm ist.

+++ Magnus an seinen Bruder Jaghatai Khan nach Beginn des Bruderkrieges +++ 34 K.18


Übersicht

Im Großen Bruderkrieg schlossen sich die Hälfte der Space Marine Legionen dem vom Chaos korrumpierten Horus an und stürzten das junge Imperium in einen blutigen Bürgerkrieg. Nie zuvor und auch nie danach war das Imperium und die gesamte Menschheit so bedroht, wurden Akte so unausprechlicher Brutalität und so ungeheurer Verrat begangen. Quelle?

Die tatsächlichen Ereignisse jener Zeit sind heutzutage von Legenden und Mythen umrankt, und nur wenige Individuen haben überhaupt Zugang zu den wenigen noch vorhandenen Dokumenten jener Tage. Aus diesen Gründen ist es unmöglich, die Geschehnisse in ihrer Komplexität vollständig darzustellen, aber was an Informationen bekannt ist, lässt zumindest andeutungsweise den Ablauf der Ereignisse erahnen. Quelle?

Nur der Imperator selbst und die Cyberarchive des Ordo Malleus besitzen akkurates Wissen über die Rebellion1Quelle?, und viele Quellen wurden im Laufe der Jahrtausende neu geschrieben, bearbeitet, zensiert oder anderweitig verändert, so dass viele Dinge widersprüchlich sindQuelle?.
Die imperialen Bürger bekommen nur eine stark gekürzte Version des Bruderkriegs erzählt: Dass Horus die Bevölkerung in einem Bürgerkrieg zu einer Rebellion gegen den Imperator aufgehetzt hat. Ihnen wird verschwiegen, dass die Space Marines inmitten des Verrats gestanden hatten. So ist auch die Existenz von Chaos Space Marines nicht allgemein bekannt. 6
Eine bekannte Schilderung des Großen Bruderkrieges wurde von Kerloff geschrieben. Sie ist beispielsweise bei der Inquisition gebräuchlich.48 K.22 (Genaueres ist über diesen Text nicht bekannt.)

Die Überlieferung der Geschichte des Großen Bruderkrieges, die unter den Chaosanhängern kursiert, unterscheidet sich in wichtigen Details von der Version, wie sie im Imperium bekannt ist.5 K.7

Vorgeschichte

Der Ursprung des Großen Bruderkrieges geht direkt auf den Konflikt zwischen den Chaosgöttern und dem Imperator genannten Wesen zurück, das geboren wurde, um die Menschheit vor dem Chaos zu beschützen.2 S.175 Die Geburt und der Aufstieg des Imperators waren wiederum ein so herausragendes Ereignis, dass die Chaosgötter bereit waren, ihre Kriege und Konflikte für eine Weile beiseitezulegen und ihn gemeinschaftlich zu stürzen. Solche Phasen, in denen das Chaos sich nicht gegenseitig bekämpft, sondern die Chaosgötter zusammenarbeiten, sind selten und fallen nur auf die größten Möglichkeiten und Bedrohungen.3 S.7

Laut dem Dämon Raezazel, war der Plan der Chaosgötter, den Imperator die Menschheit in der Galaxis vereinigen zu lassen, ihn dann stürzen und mit der Menschheit als Werkzeug die Macht über die materielle Galaxis an sich zu reißen.4 Dies entspricht grundsätzlich auch den Erkenntnissen der Cabale: Das Chaos würde die Menschheit heimlich korrumpieren und schließlich zu seiner Waffe zur Eroberung der Galaxis machen.13 T2K10
Laut dem Dämon Ingethel dagegen, geht die Feindschaft auf einen Wortbruch des Imperators zurück: Er hätte die Chaosgötter um das Wissen gebeten, ja fast angefleht, wie er durch eine Kombination aus Medizin und psionische Zauberei die Primarchen erschaffen könnte. Die Chaosgötter hätten im Austausch verlangt, dass er die Menschheit in die Anbetung des Chaos führt. Als er die Primarchen jedoch erschaffen hatte, verweigerte er seinen Teil des Handels. Ingethel sagte allerdings auch aus, dass die Chaosgötter in Vorbereitung des kommenden Krieges Chaoskulte ausgesäht hätten.21 K.17 (Dies geschah vor der Erschaffung der Primarchen, also vor dem Verrat des Imperators.21 K.17 Folglich hätten die Chaosgötter gewusst, dass der Imperator sie betrügen würde, und trotzdem hätten sie ihm bei der Erschaffung der Primarchen geholfen, nur um sie danach zu entführen.)
Der Dämon Sarr'Kell sagte Horus, die Chaosgötter wollten den Imperator deswegen beseitigen, weil er auf Terra Experimente durchführen würde, die den Warp zersetzen würden. Die Chaosgötter wären bereit, Horus große Macht zu geben, aber im Gegenzug müsse er den Imperator beseitigen und seinen Platz einnehmen und dafür sorgen, dass seine Experimente nicht fortgeführt würden. Sarr'Kell erklärte auch, seinesgleichen hätte kein Interesse an der materiellen Welt.9 K.4

Laut dem Dämon Choronzon war Magnus die erste Wahl der Chaosgötter, als ihr designierter Champion einen endlosen Zyklus von Zerstörung und Wiedergeburt loszutreten. Horus war eine klägliche zweite Wahl. Als Magnus jedoch zu stark wurde, wären die Chaosgötter gezwungen gewesen, umzudisponieren. Aber zumindest er, Choronzon, hätte immer gewusst, dass Magnus eines Tages auf Seiten des Chaos stehen würde.19 K.25

Ereignisse vor dem Großen Kreuzzug

Zu einem sehr frühen Zeitpunkt als die Menschen gerade erst die Fertigung von Werkzeug erlernt hatten, lange vor Schrift oder festen Siedlungen, besuchte die Cabal Terra. Zu ihrer Empörung mussten sie feststellen, dass von dieser primitiven Spezies einst das Schicksal der Galaxis abhängen würde: Die Menschen würden dereinst entweder die stärkste Waffe des Chaos oder die stärkste Waffe gegen das Chaos werden. Anstatt die Menschheit vorsichtshalber zu vernichten, versuchten sie, ihre Entwicklung heimlich zu manipulieren, was aber misslang, da die Menschheit zu dickköpfig war. Sobald die Menschheit ein bestimmtes Entwicklungsstadium erreicht hatte, begann die Cabal einzelne Menschen als Agenten zu rekrutieren.13 T1K3

Zu einem unbekannten Zeitpunkt während des terranischen Altertums oder Mittelalters besiegte der Imperator den C'tan Drache und nahm ihn gefangen. Später kerkerte er ihn auf dem Mars ein, um die suggestive Ausstrahlung des Drachen auszunutzen: jede zukünftige Zivilisation auf dem Mars würde eine besonders enge Beziehung zu Technik haben. Gleichzeitig streute er Geschichten und Prophezeiungen, sodass ihn diese zukünftige Zivilisation als Gott verehren würde.15 T3K3

Zu einem unbekannten Zeitpunkt während des Dunklen Zeitalters der Technologie oder des Weltenbrandes sähten die Chaosmächte Chaoskulte: auf Colchis, auf Cadia und vielen weiteren Welten, alles in Vorbereitung des Großen Bruderkrieges. Die Sprachen von Colchis und Cadia waren beispielsweise beide Fragmente derselben urtümlicheren Sprache und konnten nur von Auserwählten des Chaos gelesen werden.21 K.17

Auf Colchis entstand die Legende der Pilgrimage: Vier Propheten namens Khaane, Tezen, Slanat und Narag brachen in primitiven Raumschiffen auf, um den Ort zu suchen, an dem sich Sterbliche und Götter treffen.21a Laut Ingethel kamen sie nach Cadia.21 K.15

Auf das Dunkle Zeitalter der Technologie folgte der Weltenbrand, eine Epoche, in der Warp-Reisen in der Galaxis nahezu unmöglich waren. Terra und viele weitere von Menschen bewohnte Welten wurden isoliert.2 S.177
Zu dieser Zeit begann der Imperator sich seinen Weg an die Spitze zu erkämpfen. Etwa 800 Jahre vor dem Ende des Weltenbrandes war er nur einer von Dutzenden Kriegsfürsten auf Terra.13 T1K3 Diese Kampagne waren die Vereinigungskriege.37 S.27 Zu dieser Zeit hatte er sich schon eine Armee von Supersoldaten geschaffen, die Donnerkrieger.13 T1K3 Diese wurden rückwirkend auch als Proto-Astartes bezeichnet, da sie technologisch und militärisch in gewisser Weise die Vorläufer der Astartes waren.7 T2K6

Zu einem unbekannten Zeitpunkt vor dem Aufstieg des Tyrannen Narthan Dume auf Terra, forschte Pico della Moravec dort an der Verschmelzung von Dämonen und Technik. Der Imperator manipulierte den Kriegsherren Khazar dazu, Moravecs Labor zu zerstören. Moravec floh auf den Mars, wo er ein neues Labor einrichtete. Er verschwindet unter unbekannten Umständen.15 T1K6

Dann (von der linearen Zeit des Realraums aus gesehen) wurde jedoch der Chaosgott Slaanesh geboren. Die Rasse der Eldar wurde nahezu komplett ausgelöscht und der Wirbel des Chaos entstand.3 S.7 Sein Geburtsschrei fegte durch die Galaxis und ließ die Warpstürme des Weltenbrandes verstummen.2 S.177

Die Vereinigungskriege endeten offiziell als der Imperator der mächtigste Kriegsherr auf Terra wurde. Es gab jedoch zu dieser Zeit noch Staaten und Adelsfamilien, die sich ihm widersetzten.22 K.1

Der Imperator entledigte sich der Donnerkrieger26 K.22 und begann mit der Erschaffung der Primarchen17. Laut dem Dämon Ingethel griff er dabei auf Wissen der Chaosgötter zurück21 K.17, laut eigener Darstellung klonte er sie aus einer selbstgefertigten Genquelle namens Metasaat27 K.6,K.11.

Der noch ungeborene Magnus erforschte mit seinem Geist den Warp und unterhielt sich telepathisch mit dem Imperator.19 K.5
Der noch ungeborene Corax sah außerhalb seiner Kapsel ein verschwommenes Gesicht, das er viel später als das des Imperators wiedererkennen würde.27 K.6

Laut dem Dämon Ingethel waren die Chaosgötter für die Entführung der Primarchen verantwortlich. In einer von ihm erzeugten Vision/Realität/Zeitreise haben Word Bearers unter Argel Tal die Gellar-Feld-Projektoren des Labors zerstört und damit den Chaosgöttern die Entführung der Primarchen ermöglicht.21 K.17
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Experimente zur Erschaffung der Gensaat der Dark Angels, der ersten Space Marine Legion, begonnen.21 K.17

Die Kapseln der Primarchen landeten auf verschiedenen Planeten. (Im Fall von Alpharius ist unbekannt, unter welchen Umständen die Kapsel landete.) Lorgar behielten die Chaosgötter dabei am längsten im Warp, Jahrzehnte, um ihn auf seine bevorstehende Aufgabe vorzubereiten, die Menschheit zum Chaos zu führen.21 K.18

Lion El'Jonson bemerkte schon bald nach seiner Landung auf Caliban den Makel des Chaos.16 K.18

Die Space Marine-Legionen wurden gegründet.15a; 10 K.5 Die Gründung der Thousand Sons fiel dabei zeitlich mit einem kurzzeitigen Wiederaufleben der Warpstürme zusammen.19 K.22 Die Space Marine Legionen und die Imperiale Garde beseitigten jene Feinde auf Terra, die sich nicht diplomatisch in das wachsende Imperium eingliedern ließen.22 K.1; 19 K.22; 10 K.5

Der Imperator flog zum Mars und wurde als Omnissiah Oberhaupt des Mechanicums.15a; 15 T1K4 Allerdings glaubten nicht alle, dass er der Omnissiah wäre. Für einige, wie den Fabricator-General Kelbor-Hal, war er ein Usurpator, der sie unter die Herrschaft des Imperiums gezwungen hat.15 T1K4 Der Imperator fand auf dem Mars die verschollenen Vaults of Moravec und versiegelte sie. Zwei Tage später verließ er den Mars wieder und brach zum Großen Kreuzzug auf.15 T1K6

Ereignisse im Großen Kreuzzug

Gründe für den Verrat

Thousand Sons

Kurz nach Beginn des Großen Kreuzzugs begannen die Thousand Sons, bedingt durch ihre Gensaat, sich zu Psionikern zu entwickeln. Allerdings verbreitete sich im gleichen Maß der flesh-change, der sich wie eine Epidemie ausbreitete und die Legion nach und nach zerstörte.19 K.22 Nach ihrer Wiedervereinigung mit ihrem Primarchen versuchte Magnus, die Schäden zu beheben, aber die Schäden an der Gensaat waren zu groß, die Korruption zu komplex, die Mutation schritt zu schnell voran.19 K.20 Magnus drang in den Warp vor und bettelte um Hilfe. Der Dämon Choronzon antwortete ihm, aber Magnus erkannte ihn nicht als Geschöpf des Chaos. Sie schloßen einen Handel: Magnus tauschte seine Seele gegen das Überleben seiner Legion.19 K.25 Trotzdem waren die Thousand Sons absolut loyal zum Imperium. Ihre große Schwäche war allerdings ihre Anmaßung, sie wüssten, mit Ausnahme des Imperators, mehr über den Warp als jeder andere.19 K.19

Ein Dämon schickte Magnus eine Vision, dass Horus sich vom Imperator abwenden würde und machte sich über ihn lustig, er werde es nicht aufhalten können.19 K.20 Magnus verstieß gegen das Edikt von Nikaea und drang in die Träume des komatösen Horus ein, um an ihn zu appelieren, nicht vom Imperator abzufallen. Als ihm dies nicht gelang, drang er psionisch in den Imperialen Palast ein. Seine Arroganz hatte ihn blind gemacht: Er versuchte, den Imperator vor Horus' bevorstehendem Verrat zu warnen, aber die Zerstörungen die er unabsichtlich angerichtet hatte und der Verstoß gegen das Edikt von Nikaea machten den Imperator so wütend, dass er nicht zuhörte.19 K.23,K.24,K.25 Der Imperator erhielt die Warnung, glaubte sie aber nicht.22 K.12 Die Space Wolves erhielten den Befehl, die Thousand Sons auszulöschen. Leman Russ versuchte vergeblich, Magnus eine Nachricht zukommen zu lassen, er und seine Legion sollten sich ergeben, damit die Angelegenheit ohne Blutvergießen geregelt werden könne.22 K.12

Kurz vor der Schlacht von Prospero, kurz vor Beginn des Großen Bruderkrieges, machte Choronzon seinen Handel mit Magnus rückgängig.19 K.25 Die Thousand Sons standen kurz davor, vernichtet zu werden, entweder hier und jetzt durch das Imperium oder langfristig durch den flesh-change. Magnus war bereit, sein Todesurteil durch den Imperator zu akzeptieren, aber für seine Legion hatte er das nicht gewollt.19 K.29 Schließlich flohen er und die geschlagenen Thousand Sons von Prospero. Sie landeten auf dem Planeten der Zauberer.19 K.31

Word Bearers

Auf Colchis wurde das Chaos angebetet, allerdings ohne es bei diesem Namen zu nennen.21 K.5,K.14 Lorgar folgte diesem Glauben zunächst auch, bis er Visionen von der Ankunft des Imperators hatte.21 K.5 Er gründete seine eigene Religion und begann einen Bürgerkrieg. Dabei wurde er von seinem Ziehvater Kor Phaeron unterstützt.21 K.2,K.5 Nach sechs Jahren Krieg und zwei Millionen Toten hatte Lorgar die Religion die rückwirkend als Old Faith bezeichnet wurde ausgelöscht und durch seine eigene Religion ersetzt.21 K.5 In dieser Religion wurde der Imperator als Gott verehrt. Als er schließlich Colchis erreichte, hatte er nichts dagegen, als Gott angebetet und bezeichnet zu werden.21 K.10

Die Word Bearers verbreiteten diesen Glauben während des Großen Kreuzzugs auf allen von ihnen eroberten Welten, ohne dass sie vom Imperator zurechtgewiesen wurden, sie würden gegen die atheistische Lehre des Imperiums verstoßen.21 K.10 Kor Phaeron erkannte auf einigen Welten religiöse Gemeinsamkeiten mit der alten Religion von Colchis und ließ deswegen auf Welten wie Davin, Corossa und Uvander die dortigen Chaoskulte überleben, aus Angst, die Word Bearers würden sonst wertvolles Wissen unwiederbringlich zerstören.21 K.5

Etwa im 160. Jahr des Großen Kreuzzugs21b führten die Ultramarines eine Strafexpedition auf den von den Word Bearers eroberten Planeten Khur durch, wo der Imperator als Gott verehrt wurde. Sie zwangsevakuierten sechzehn Großstädte und zerstörten sie dann durch Bombardement. Ein einziger Notruf durfte an die Word Bearers abgesetzt werden. Die Word Bearers kamen so schnell sie konnten. Angekommen, wurden sie von Roboute Guillaume aufgefordert, sich komplett am Standort der zerstörten Stadt Monarchia zu versammeln.21 K.2 Der Imperator wieß Lorgar zurecht, Religion wäre gefährlich und er wäre kein Gott. Er warf den Word Bearers vor, von allen Legionen versagt zu haben, ihre Feldzüge gingen zu langsam voran und ihre vergangenen Siege wären hohl. Er riet ihnen, diesen Moment als Gelegenheit zur Neugeburt ihrer Legion zu nutzen.21 K.4 Lorgar kehrte auf sein Schiff zurück und schloss sich ein. Er war innerlich gebrochen, die Legion von Zweifeln zerrüttet. Kor Phaeron riet ihm, seine Verfehlung einzugestehen und den Glauben an den Gott-Imperator wieder abzuschaffen. Als Lorgar ihm entgegenhielt, unter welchen immensen Opfern sie Colchis vom alten Glauben befreit hatten, antwortete Kor Phaeron, es gäbe eine Methode, um zu testen, ob der alte Glaube war gewesen sei: die Pilgrimage. Die menschliche Zivilisation brauche Glaube und Religion als Stützpfeiler und zur Inspiration. Lorgar begann in der Folge mit der Arbeit am Book of Lorgar.21 K.5 Er beriet sich mit Magnus, aber dieser weigerte sich, ihn bei seiner Suche nach jenem sagenumwobenen Ort wo sich Götter und Sterbliche treffen würden, zu unterstützen. Er warnte Lorgar, zukünftige Generationen würden ihn missverstehen: Sie würden glauben, dass er nach etwas gesucht hätte, das er anbeten konnte, anstatt einfach die Wahrheit. Lorgar hatte aber noch eine weitere Motivation: Etwas im Warp rief seinen Namen. Lorgar fasste den Plan, seine Legion in unzählige Flotten aufzuspalten und sie unter dem Deckmantel des Großen Kreuzzugs die gesamte Galaxis durchforschen zu lassen.21 K.10

Die Word Bearers schloßen sich wieder dem Großen Kreuzzug an und diesmal schlugen sie ihre Schlachten schnell und brutal. Währenddessen baute Lorgar das Book of Lorgar aus. Er schloß sich der 1301. Expeditionsflotte an, deren Eroberungsfeldzug sie zufälligerweise nach Cadia führte, an den Rand des Wirbels des Chaos.21 K.13 Dort wurden sie von den dortigen Chaoskultisten erwartet und von Ingethel begrüßt.21 K.14 Ingethel führte ein Schiff der Word Bearers in den Wirbel des Chaos. Dort zeigte er ihnen in Visionen den Fall der Eldar, wie sie vor dem Aussterben standen weil sie das Chaos nicht akzeptieren wollten. Er erzählte ihnen von dem kleinen Fehler in ihrer Gensaat, der die Word Bearers so ungewöhnlich fanatisch und loyal machte. Und er erzählte ihnen, dass der Imperator von der Existenz der Chaosgötter gewusst und sogar mit ihnen einen Handel geschlossen hätte.21 K.17 Die Existenz grausamer Götter und Geister war nicht das, was die Word Bearers sich erhofft hatten, aber sie waren bereit, es als Wahrheit zu akzeptieren.21 K.18

Lorgar begann mit Planungen für eine schleichende Konvertierung des Imperiums. Ein Bürgerkrieg war darin nur eine von mehreren möglichen Eventualitäten. Das Chaos begann sich schließlich auf drei Weisen in der Legion der Word Bearers auszubreiten: 1. Lorgar ließ Erebus und Kor Phaeron davon unterrichten, was sie gefunden hatten. 2. Die Word Bearers hatten auf Cadia Schriften über das Chaos gesammelt, bevor sie die dortigen Chaoskultisten töteten, um ihre Existenz zu vertuschen. 3. Lorgar bereiste den Wirbel des Chaos persönlich und die Word Bearers erlebten einen schwachen Abklatsch dessen, was er dort sah, in ihren Träumen.21 K.19 Im Folgenden begann Lorgar Episteln mit Wissen über das Chaos, mit Ideen und Überzeugungen, an die Ordenspriester der Word Bearers zu verschicken, damit diese ihre jeweiligen Exemplare des Book of Lorgar erweitern konnten.21 K.21

Die eigentlichen Pläne in der Verschwörung zum Sturz des Imperators wurden von Erebus und Kor Phaeron geschmiedet.21 K.21,K.24 Lorgar hatte einen imperialen Bürgerkrieg immer nur als letzten Ausweg angesehen.21 K.26 Um ihre Verschwörung ausbreiten zu können, ermutigten die Word Bearers andere Legionen, inoffizielle Bruderschaften nach dem Vorbild der davinitischen Kriegerbünde zu gründen.7 T2K3 Sie taten dies bei den Lunar Wolves 8 K.4, den Iron Warriors 21 K.21, den World Eaters 21 K.21, den Night Lords 21 K.21, der Alpha Legion 21 K.21 und der Death Guard 10 K.10. Erebus gab Calas Typhon sogar Bücher über das Chaos zu lesen.10 K.10 Die Emperor's Children übernahmen das Prinzip von den Lunar Wolves, setzten es aber als exklusive Zusammenkunft der Legionsführung um.11 K.4 In der Bibliothek der Vengeful Spirit fand sich, völlig unbeachtet, auch ein Exemplar des Book of Lorgar. Wie es dahin kam, ist unbekannt.8 K.16

Die Word Bearers nannten diesen neuen Glauben "The Word" oder "The Word of Lorgar".14 K.6 Ihr Weltbild sah so aus, dass sie den Glauben an das Chaos zum Wohle der Menschheit anboten, denn sich gegen die Chaosgötter zu stellen, würde den Tod bedeuten. Folglich töteten sie, um das Überleben der Menschheit zu sichern.21 K.21 Andere zu opfern und zu versklaven wurden als notwendige Übel angesehen, um den Glauben an das Chaos verbreiten zu können. Die Word Bearers waren sich dabei bewusst, dass der Dienst am Chaos auch die Möglichkeit ihres eigenen Todes einschloss.14 K.6

World Eaters

Angron wurde, nachdem seine Inkubatorkapsel, auf einem Planeten einschlug, gefangengenommen und zum Gladiator-Sklaven gemacht. Er übernahm die brutale Krieger-Kultur der Gladiatoren. Das überhebliche, menschenverachtende Getue der Adligen, zu deren Vergnügen er kämpfen musste, wurde für ihn zum natürlichen Feindbild. Feigheit wurde für ihn die größte vorstellbare Beleidigung. Er zettelte eine Sklaven-Rebellion an und seine Bande erwarb sich einen Ruf als Brandschatzer. Kurz vor der finalen Schlacht bei der Stadt Desh'ea, bei der er und seine gesamte Armee sehenden Auges bis zum Tod gekämpft hätten, wurde er vom Imperator wegteleportiert. Er betrauerte seine Kameraden, war aber bereit, die Legion der War Hounds, die er in World Eaters umbenannte, als seine neuen Gefährten zu akzeptieren. Für seine Beziehung mit dem Imperator war dies dagegen ein schlechter Start.18

Die World Eaters waren schon immer eine Legion gewesen, die Direktheit schätzte18, aber unter Angron entwickelten sie sich nach und nach zu einem Werkzeug des Schreckens. Sie erwarben sich einen Ruf als Schlächter und ihre unglaubliche Brutalität übertraf sogar noch die der Space Wolves. Die World Eaters sahen das allerdings so, dass sie als einzige im Imperium mit den Schrecken des Krieges ehrlich umgingen.9 K.2; 24 Angron ließ seinen Astartes auch Neocortex-Implantate einsetzen, die nach dem Vorbild seiner Implantate gefertigt waren und ihre Aggressivität weiter steigerten. Nach einer Reihe blutiger Vorfälle verbot der Imperator allerdings die weitere Verwendung dieser Technologie.14 K.9 Die World Eaters setzten sie trotzdem weiter ein.24

Die World Eaters hatten allerdings von Angron auch dessen Trauma der Machtlosigkeit übernommen, das Trauma, trotz all seiner Macht ein Sklave gewesen zu sein. Der Gedanke, jemandem ausgeliefert zu sein, löste bei ihnen irrationale Aggressivität aus.14 K.13; 24 Als der Imperator die Verwaltung des Imperiums an Zivilisten, das Council of Terra, auslagerte, brach genau dieses Trauma in Angron und den World Eaters aus. Sie fürchteten sich vor einer Zukunft, in der sie für arrogante, verweichlichte Herren kämpfen müssten, die sie und ihre Opfer nicht zu schätzen wissen würden.24 Kurz vor dem Angriff auf Istvaan Extremis 9 K.5 weihte Horus Angron in sein Vorhaben ein, den Imperator zu stürzen, und er schloss sich ihm an9 K.3.

Schon wenige Tage später, während der Schlacht von Istvaan III, benutzte Kharn eine Metapher, die nur als Anspielung auf den Chaosstern gedeutet werden kann.9 K.16 Bereits kurz nach der Schlacht von Istvaan V erwähnte er ganz selbstverständlich, dass er Götter anbeten würde.24

Death Guard

Die Death Guard war schon immer darauf spezialisiert, in besonders lebensfeindlichen Umgebungen zu kämpfen. Stärke und Durchhaltevermögen waren die zentralen Tugenden ihrer Legion.10 K.3

Zu einem unbekannten Zeitpunkt führte Erebus Calas Typhon, den Captain der 1. Großkompanie und Mortarions Stellvertreter, in das Chaos ein und gab ihm Bücher zu diesem Thema. Typhon begann, seinen Einfluß durch Intrigen auszuweiten: Beispielsweise lernte er, den missmutigen Commander Ignatius Grulgor zu manipulieren und da dieser Mitglied der Kriegerbünde der Death Guard war, konnte Typhon so indirekt auch die Kriegerbünde manipulieren.10 K.5

Nach dem Rückzug des Imperators aus dem Großen Kreuzzug begann sich eine gedrückte Stimmung bei der Death Guard auszubreiten.10 K.1 Dadurch, dass der Imperator immer mehr der Verwaltung des Imperiums an Zivilisten übertrug, breitete sich in den Kriegerbünden das Gefühl aus, er hätte sie verraten. Als Ziel ihrer Loyalität wählten sie von nun an Horus, den Stellvertreter des Imperators.10 K.8 Auch Mortarion deutete an, er wäre gekränkt und glaube, der Imperator würde ihn nicht mehr schätzen.10 K.3
Ironischerweise waren es die Loyalisten der Eisenstein, die die Aufmerksamkeit Nurgles auf die Death Guard lenkten: Nurgle experimentierte zuerst mit den Leichen der Verräter um Ignatius Grulgor10 K.11, dann mit dem tödlich erkrankten Solun Decius10 K.15, und verwandelte sie probeweise in furchterregende, nahezu unverwundbare Kämpfer.

Sons of Horus

Erebus gründete bei den Lunar Wolves einen Kriegerbund.8 K.4 Nach dem Rückzug des Imperators aus dem Großen Kreuzzug ging das Imperium in eine von Zivilisten geführte Struktur über, was bei den imperialen Streitkräften im Allgemeinen zu Unzufriedenheit führte7 T1K3, auch bei den Lunar Wolves8 K.10,K.11.

Erebus traf während des Feldzugs auf Murder bei den Lunar Wolves ein, trug sein Anliegen aber nicht vor, als er sah, wie beschäftigt Horus war.7 T3K2 Beim Besuch bei den Interex stahl er eine Anathame-Klinge der Kinebrach. Dann bat er Horus um ein Eingreifen gegen den rebellischen Gouverneur von Davin und reiste ihm voraus. Während des Fluges benannte Horus die Lunar Wolves in Sons of Horus um.7 T3K4 Erebus übergab das Anathame an den vom Chaos mutierten Gouverneur Eugan Temba.8 K.8 Als Horus auf Davin eintraf, reizte Erebus ihn mit angeblichen Beleidigungen so lange, bis er vor Wut selbst am Angriff teilnehmen wollte.8 K.3 Während der Kämpfe wurde Horus von seinen Truppen getrennt und fand sich allein Temba gegenüber. Er konnte ihn töten, aber Temba fügte ihm mit dem Anathame einen winzigen Schnitt zu, genug, um Horus unheilbar zu vergiften. Er kollabierte kurz nachdem seine Space Marines ihn gefunden hatten.8 K.8

Die Korruption der Sons of Horus ging von zwei Ereignissen aus: Horus schloss sich dem Chaos an und der Kriegerbund der Sons of Horus wandte sich vom Imperium ab.
Bei Horus' Krankentransport trampelten die Sons of Horus im Hangar der Vengeful Spirit einige Menschen nieder, die den Weg verstopften.8 K.9 Als verlangt wurde, dass die Sons of Horus für die Tode zur Rechenschaft gezogen werden sollten, waren sie darüber empört, dass ein Normalsterblicher über einen Space Marine zu Gericht sitzen dürfte. Sie fühlten sich vom Imperium verraten und missachtet.8 K.18 Gleichzeitig fühlten sie sich noch mehr vom Imperator verlassen als je zuvor, da er Horus nicht beistehen konnte.8 K.11 In dieser Situation hatte Erebus leichtes Spiel, den verzweifelten Kriegerbund zu überreden, den komatösen Horus in die Hände der Heiler der Lodge of the Serpent auf Davin zu geben: Obwohl primitiver Aberglaube, hätte Horus dort immerhin noch eine Chance.8 K.11 Mit Hilfe der dortigen Chaoskultisten drang Erebus in die Träume des komatösen Horus ein, wo er sich als der verstorbene Hastur Sejanus ausgab. Mit raffinierten Lügen nutzte er Horus' Eitelkeit und Zukunftsangst, um ihn glauben zu lassen, der Imperator würde sich seiner, trotz aller Erfolge, irgendwann entledigen, weil er ihn nicht mehr brauche.8 K.13-K.15 Magnus hatte eine von einem Dämon geschickte Vision der Ereignisse gehabt19 K.20 und drang nun ebenfalls in Horus' Gedanken ein19 K.23f Magnus und Erebus versuchten, jeweils Horus auf ihre Seite zu ziehen, aber Horus war wütend, weil beide ihn zu manipulieren versuchten. Als Erebus erwähnte, dass sogar Lorgar sich dem Chaos angeschlossen hätte und dadurch gewaltige Macht erlangt hätte, gab das möglicherweise den Ausschlag.8 K.16f Horus entschloss sich zur Rebellion.19 K.24
Horus begann mit Planungen, seine Streitkräfte von Elementen zu befreien, die loyaler zum Imperator waren, als zu ihm. Er testete die Kommandeure unter seinem Befehl in privaten Gesprächen. Den Krieg gegen die Auretian Technocracy nutzte er, um einige imperatortreue Elemente ermorden zu lassen oder als Garnison zurückzulassen.8 K.21 Der Kriegerbund war nominell unabhängig, aber mit ihrer anti-imperialen Einstellung hatte Horus kein Problem, ihn zu seinem Schattenkabinett innerhalb der Legion zu machen.8 K.19

Mit den STKs als Kriegsbeute erkaufte er sich die Loyalität des Mechanicums, zunächst in seiner Flotte, später mit einem Bündnis mit dessen Führern.8 K.19; 15 T1K4 Als Fulgrim während des Krieges gegen die Auretian Technocracy vorbeikam, um den Gerüchten über übermäßige Gewaltanwendung nachzugehen, konnte Horus ihn ebenfalls überreden, sich ihm anzuschließen: Die Enthüllungen die Erebus ihm erzählt hatte, ließen auch Fulgrim verzweifeln, da dieser erkennen musste, dass sein Streben nach Perfektion auf einer Lüge basierte. Zusätzlich schwächte die Laer-Dämonenwaffe, die er unwissentlich als Kriegsbeute trug, seine Urteilskraft.8 K.19f; 11 K.17 Schließlich plante Horus noch, unter der Tarnung des Chaplain Edict Botschafter zu anderen Legionen zu schicken, um dort die Gründung von Kriegerbünden anzuregen.8 K.21 (Er wusste wohl nicht, dass die Word Bearers diesen Plan lange vorher gehabt und durchgeführt hatten.)

Iron Warriors

Die Iron Warriors waren schon immer brillante Festungsbauer und Belagerer. Hinzu kam, dass Vernunft und Technologie für sie zu den höchsten Tugenden zählten, was ihnen einen kaltherzigen Charakter verlieh. Die Iron Warriors waren obendrein so sehr von permanenter Wachsamkeit durchdrungen, dass die anderen Legionen sie für paranoid hielten.23
Während des Großen Kreuzzugs erbauten die Iron Warriors viele der Festungen, die erobertes Gebiet sichern sollten. Sie stellten auch die Garnisonen für diese Festungen, was die Legion stark auseinanderzog und der Moral schadete. Als es während des Großen Kreuzzugs zu Rückschlägen kam, sank ihre Loyalität weiter: Sie waren hier dazu verurteilt als Wachmannschaften zu dienen, während der Große Kreuzzug durch die fehlerhafte Strategie des Imperators nicht weiter kam.23

Etwa zeitgleich mit oder kurz vor der Schlacht von Istvaan III rebellierte Olympia, die Heimatwelt der Iron Warriors.21 K.21; 9 K.15 Diese Schande war mehr als sie zu ertragen bereit waren. In ihrer Verzweiflung, und aufgestachelt durch Horus9 K.15, erklärten sie ihren eigenen Leuten den Krieg. Eine halbe Million Kampffahrzeuge und genug Landefähren, um den Himmel zu verdunkeln, führten einen Vernichtungsfeldzug und am Ende dieses Völkermordes war von Olympias Oberfläche nur noch nackter Fels übrig, die wenigen Überlebenden versklavt.23; 21 K.21 Mit diesem Angriff waren die Iron Warriors zu Verrätern am Imperium geworden. Über die Kriegerbünde hatten die Word Bearers enge Kontakte zu den Iron Warriors und waren bereit, sie auf ihre Seite zu ziehen, wenn Horus sich in der Schlacht von Istvaan III offenbaren würde.21 K.21

Alpha Legion

"You are a violent species, human. You threaten quickly. The violence will come later, and will be entirely your business."

+++ Gahet von der Cabale zu Alpharius +++ 13 T2K10

Die Alpha Legion machte sich durch ihre ungewöhnlichen Taktiken einen Namen, die auf Spionage, Täuschung, Geheimnissen und Lügen basierten.13 T1K2,T1K4 Sie war dabei nicht zurückhaltend in der Wahl ihrer Mittel und benutzte auch Nicht-Astartes und nicht-imperiale Waffen, um den Auftrag unter allen Umständen zum Erfolg zu bringen.13 T1K1,T1K4 Die Alpha Legion war stolz darauf, mehr als andere zu wissen. Das Abstoßendste, was sie sich vorstellen konnten, war der Gedanke, überlistet und von jemand anderem manipuliert zu werden.13 T1K4 Obwohl absolut loyal, standen sie dem strategischen Prinzip des Großen Kreuzzugs kritisch gegenüber: Der Imperator propagierte die Erschaffung eines Utopias, aber dieses Ziel wäre unerreichbar, da die Menschheit eine unperfekte Spezies war. Die Alpha Legion vertrat den philosophischen Standpunkt, es wäre besser, die Schwächen der Menschheit jeden Tag neu zu verwalten, als auf ein unerreichbares Ziel hinzuarbeiten.13 T1K7

Die Cabal war ein Xenos-Bündnis, das sich der Bekämpfung des Chaos verschrieben hatte. Sie suchten einen Verbündeten im Imperium und testeten nacheinander alle Astartes-Legionen, aber fast alle hatten eine Schwäche, einen Makel der Korruption. Fast alle Astartes-Legionen hatten eine Schwachstelle in der Gensaat die durch das permanente Kopieren, um Gefechtsverluste während des Großen Kreuzzugs zu ersetzen, noch schlimmer wurde. Die Alpha Legion war die letzte Gelegenheit: Als jüngste Legion waren sie noch rein und anpassungsfähig genug.1 T1K9 Die Cabal erachtete die Alpha Legion als die einzige Astartes-Legion, die sich nicht durch Tradition oder selbstauferlegte Diszipin- und Ehrbegriffe einschränkte sondern Wert auf eigenständiges Denken legte.13 T2K2

Zwölf Jahre vor dem Ausbruch des Großen Bruderkrieges begann die Cabal Hinweise zu legen, um die Alpha Legion in eine bestimmte Richtung zu locken, sie fälschten imperiale Befehle und änderten imperiale Berichte, damit es die Alpha Legion sein würde, die nach Nurth geschickt werden würde, um dort die Gefahr durch das Chaos mit eigenen Augen zu sehen. Zwei Jahre vor dem Ausbruch der Horus Häresie hatte der Plan Erfolg: Die Alpha Legion antwortete dem Ruf 670. Expeditionsflotte nach Verstärkung und griff in den Krieg von Nurth ein. Dort wurde sie vom Agenten John Grammaticus kontaktiert.13 T1K4 Fünf Monate später, Horus war inzwischen zum Warmaster ernannt worden, erreichte die Alpha Legion den Treffpunkt, den Planeten Eolith. Sie hatte die 670. Expeditionsflotte als Rückendeckung mitgenommen.13 T2K2 Nach Anfangsschwierigkeiten zeigte die Cabal Alpharius Omegon die Visionen zwei möglicher Zukünfte: In einer Vision gewann Horus den Krieg und das Chaos erlangte Macht über die Menschheit, aber nur wenige Generationen später hätten Horus und seine Kriegsfürsten die Menschheit in ihren Kriegen ausgerottet. Das Chaos würde seine mächtigste Waffe, die Menschheit, verlieren und der Rest der Galaxis wäre gerettet. In der anderen Vision gewann der Imperator den Krieg und wurde halbtot an den Goldenen Thron gefesselt. Das Imperium würde in Stagnation verfallen während das Chaos sich einschleichen und es nach Jahrtausenden irgendwann zerstören würde. Die Cabal versuchte, Alpharius Omegon zu überreden, sich auf die Seite von Horus zu schlagen. Er weigerte sich zunächst, aber nach einigem Nachdenken erinnerte er sich, dass nicht die Eroberung der Galaxis und der Aufstieg der Menschheit, sondern der Sieg über das Chaos der größte Wunsch des Imperators war. Mit schwerem Herzen fasste Alpharius Omegon den Entschluss, dem Willen des Imperators treu zu bleiben und somit für Horus zu kämpfen.13 T2K10,T2K11

Die Alpha Legion ließ die Word Bearers glauben, ihre Infiltration durch Kriegerbünde hätte ihre Loyalität zu Horus verlagert.21 K.21 Die vorgeschobenen Gründe waren, dass der Versuch, mit dem Imperium eine perfekte Gesellschaft zu erschaffen, ein Fehler sei und dass das Imperium unfähig wäre, sich gegen Intrigen und Manipulationen durch Xenos zu verteidigen.21 K.24

Im Folgenden sabotierte und bekämpfte die Alpha Legion das Imperium, gleichzeitig intrigierte sie jedoch auch gegen Horus, damit dessen Machtposition so instabil war, dass seine Herrschaft wirklich nach seinem Sieg über das Imperium zusammenbrechen würde.27 K.2 Für die gewöhnlichen Legionäre war dieser Konflikt aber auch die Gelegenheit, die Frustration darüber abzubauen und sich an den anderen Legionen zu rächen, wie diese immer auf sie herabgesehen hatten und mit ihren Heldentaten prahlten.27 K.13

Night Lords

Die Night Lords hatten im Gegensatz zu vielen anderen Astartes-Legionen keine martialischen Traditionen ihrer Heimatwelt, auf denen die Kultur ihrer Legion aufbauen konnte. Stattdessen wurde ihr Charakter von der erbarmungslosen, verbrecherischen Gesellschaft ihrer Heimatwelt Nostramo bestimmt: Nostramo war eine Welt der Kriminalität, der Rücksichtslosigkeit und des Todes. Die Bewohner waren entsprechend abgehärtet, körperlich wie geistig. Night Haunter brachte seine Gefechtsdoktrin der psychologischen Kriegsführung zu den Night Lords: Ordnung, Frieden und Gehorsam durch Furcht. Die Night Lords opferten ihre Menschlichkeit und taten abscheuliche und grauenvolle Dinge, um die Feinde des Imperiums in Angst und Schrecken zu versetzen. Sie wurden schließlich die wirksamste Abschreckungswaffe des Imperiums: Viele Rebellen kapitulierten schon beim ersten Anzeichen, dass die Night Lords angreifen würden. Langsam breitete sich Langeweile bei den Night Lords aus. Gleichzeitig fiel Nostramo ohne das Terror-Regime Night Haunters zurück in die Kriminalität und die Rekrutierung von mordgierigen und ehrlosen Elementen begann die Legion langsam zu vergiften.39 K.13 Von nun an rekrutierten die Night Lords Mörder, Vergewaltiger und Diebe von Nostramo. Night Haunter war entsetzt, konnte seine Philosophie der Furcht aber nicht aufgeben und so akzeptierte er es und litt schweigend. Während Night Haunter für ein höheres Ziel getötet hatte, töteten die Night Lords von nun an zum Spaß.30 K.6 (Sevatar versuchte Night Haunter später klarzumachen, dass dieser auf Nostramo versagt hatte, weil seine Methode fehlerhaft war: Furcht könne keinen dauerhaften Frieden bringen und Night Haunter wisse das. Er hätte damals mit dem Töten angefangen weil er es mochte, genau wie die Night Lords, und nicht aus edlen Motiven. Night Haunter entgegnete nichts und schickte ihn weg.30 K.6)
Die Word Bearers hatten mit ihren Ordenspriestern auch die Night Lords unterwandert und waren zuversichtlich, dass sie sich im Moment der Entscheidung gegen das Imperium stellen würden.21 K.21

Die Night Lords glaubten, sie hätten alles für das Imperium getan, aber dann kam von Terra der Befehl, sie sollten nach Terra zurückkehren und dort das Urteil des Imperators für ihre Gräueltaten entgegennehmen. Das war zuviel für die Night Lords: Sie hatten sich zu Monstern machen lassen, und nun sollten sie dafür bestraft werden? Gleichzeitig machte ihnen zu schaffen, dass das Imperium auf Nostramo versagt hatte: Das Imperium sollte Gerechtigkeit und Stabilität bringen, aber es hatte Nostramo in die Kriminalität abrutschen lassen. Das Imperium hatte versagt und somit war der Große Kreuzzug offensichtlich eine Lüge. In der aufkommenden Anbetung des Imperators als Gott sahen die Night Lords schließlich eine Verschwörungstheorie bestätigt: Der Imperator hätte den Großen Kreuzzug nur gestartet, um als Gott über die Menschheit herrschen zu können.39 K.13

Night Haunter ließ Nostramo zerstören. Er wollte nicht nur seine Legion dadurch retten, dass er die Rekrutierung von dort unterband, er betrachtete Nostramo als zu verdorben, um gerettet zu werden. Night Haunter schickte seine Legion aus zwei Gründen in den Krieg gegen das Imperium: Aus Rache für die Lügen des Imperators, und um ihn durch ihre Bereitwilligkeit, in den Tod zu gehen, davon zu überzeugen, wie ernst es ihnen mit ihrer Haltung zu der Philosophie des Friedens durch Furcht war und dass er ihr Argument anerkennen musste.39 K.13 Dem Großteil der Night Lords-Legionäre war dieser philosophische Konflikt allerdings egal. Sie kämpften einfach deswegen gegen das Imperium, weil ihnen das Töten und Blutvergießen Spaß machte.40 K.6 Sie sahen sich in gewisser Weise aber immer noch als Vertreter des Imperiums, nur dass es unter anderer Führung fortbestehen würde.30 K.6
Die anderen Verräter-Legionen erkannten diese Feinheiten jedoch nicht. Für sie kämpften die Night Lords, weil sie die imperialen Gesetze für zu lasch hielten und weil es sie ungerecht behandelt hatte.21 K.24

Die pragmatische Einstellung der Night Lords umfasste auch ihre Beziehung zum Chaos: Sie beteten die Chaosgötter nicht an und kämpften auch nicht in ihrem Namen, sondern betrachteten deren Gaben einfach als weitere Waffen in ihrem Arsenal.40 K.6

Die Legion der Night Lords stellte sich geschlossen gegen das Imperium. Es gab in ihren Reihen keine interne Säuberung. Angron und Lorgar erzählten Night Haunter davon, wie sie ihre Legionen gesäubert hatten. Für ihn war diese Vorstellung absurd: Sie wussten, wo sie die Linie zu den Untreuen zu ziehen hatten und wen sie töten mussten und wen nicht. Die Legion der Night Lords war aber so durch und durch korrumpiert, dass Night Haunter sich nicht einmal entscheiden konnte, wen er zuerst töten sollte, wenn er die Legion von potentiellen Verrätern säubern wollte. Also ließ er es.30 K.6

Emperor's Children

Die Emperor's Children waren von einem Hang zur Perfektion durchdrungen. Das zeigte sich einerseits im Kampf, wo sie nur mit einer perfekt durchdachten Streitmacht angriffen und mit strenger Disziplin den Schlachtplan umsetzten. Für viele Emperor's Children war der Gedanke, mit etwas anderem als einer passend zusammengestellten Streitmacht zu kämpfen, unbekannt.11 K.1,K.2 Ihr Hang zur Perfektion zeigte sich andererseits auch in der verschwenderisch-prachtvollen Ausstattung ihrer Versammlungsräume, in ihren höfischen Zeremonien mit zeremoniell getragenen Waffen und Kleidung mit besonderer Bedeutung, sowie in der Tatsache, dass viele von ihnen Anhänger und Förderer der schönen Künste waren.11 K.2

Der Niedergang der Emperor's Children begann mit der Ausrottung der Laer, einer Xenos-Spezies, die einen Dämon des Slaanesh anbeteten. Das setzte drei Entwicklungen in Gang, die die Emperor's Children binnen weniger Monate und Jahre selbst zu Anhängern Slaaneshs machten:
1. Während der Kämpfe auf Laeran hatte Fabius Gallus die Erkenntnis, dass die Individuen im Volk der Laer perfekt für eine bestimmte berufliche/gesellschaftliche Rolle modifiziert waren. Er glaubte, er könne die Gensaat der Emperor's Children ebenfalls zu noch größerer Perfektion bringen und erhielt von Fulgrim zögernd die Erlaubnis, fortzufahren.11 K.4 In der Folge begann Fabius Gallus sowohl mit Laer-Genmaterial als auch mit tödlich verwundeten Space Marines zu experimentieren. Fabius Gallus tat dies für den persönlichen Ruhm, den ihm das im Imperium einbringen würde, und für seine wissenschaftliche Neugier, mit der Gensaat eines der Geheimnisse des Imperators zu entschlüsseln. Er fand einen Weg, das Nervensystem eines Astartes an sein Lustzentrum zukoppeln, sodass er Schmerz als angenehm empfinden würde. Er kombinierte die Gensaat der Emperor's Children mit Laer-Biomaterial und kreierte deutlich verbesserte Varianten der Space Marine Implantate. Eines der mutierten Implantate würde es seinem Benutzer sogar erlauben, schrille Schreie nach Art der Laer auszustoßen. Er entwickelte auch eine mächtige Kampfdroge, die auf einer Kreuzung von Laer-Genen und Gensaat beruhte. Ihre Benutzung wurde schnell von Fulgrim genehmigt, war jedoch freiwillig.11 K.8 Er entwickelte schnell viele weitere Kampfdrogen und ihre Benutzung breitete sich bei den Emperor's Children immer weiter aus.11 K.11
2. Der Tempel der Laer war von einer perfekten, sinnesüberreizenden Komposition von Farben, Klängen und Gerüchen erfüllt, der jene Emperor's Children, Archite Palatines und Remembrancer, die den Tempel betraten, danach süchtig werden ließen. Sie waren von nun an süchtig nach extremer sensorischer und emotionaler Stimulation.11 K.7-K.9 Während die Remembrancer für diesen Hunger ihre Kunst als Ventil fanden, bei der sie zu immer extremeren Mitteln griffen, um die Perfektion, die sie erlebt hatten, darstellen zu können, versuchten die Soldaten und Space Marines vergebens eine Erklärung für ihre innere Unruhe zu finden.11 K.8f
3. Fulgrim nahm am Ende der Kämpfe auf Laeran die Dämonenwaffe an sich, in der der Dämon hauste.11 K.5 Im Folgenden begann der Dämon durch Einflüsterungen und Albträume auf ihn einzuwirken und ließ Fulgrim getriebener und arroganter werden.11 K.9 Er versuchte, ihm die freundschaftlichen Bindungen zu Ferrus Manus und zu seiner Legion schlechtzumachen.11 K.10 Auf Tarsus kämpfte Fulgrim gegen einen Avatar des Khaine. Der Kampf war eine so große körperliche und geistige Belastung für ihn, dass sein innerer Widerstand gegen die Einflüsterungen des Dämons zusammenbrach.11 K.15

Als Fulgrim bei Aureus mit Horus sprach, konnte ihn dieser auf seine Seite ziehen mit den Argumenten, dass der Imperator sich ihrer irgendwann entledigen würde wenn er sie nicht mehr brauche, dass der Imperator nicht perfekt sei und ihm nachzueifern würde dadurch Fulgrim von der Prefektion abbringen, und dass er sich von der Lectitio Divinitatus-Bewegung als Gott anbeten lasse.11 K.17
Nachdem Fulgrim sich auf Horus' Seite geschlagen hatte, begann er, die Reihen der Emperor's Children heimlich zu säubern. Captain Solomon Demeter sollte bei den Kämpfen gegen Orks im Callinedes-System fallen, wurde aber durch Glück gerettet. Lord Commander Vespasian versuchte, bei den Truppen unter seinem Kommando die Nutzung von Fabius Gallus' neuen Kampfdrogen, Verbesserungen und Implantaten einzudämmen, da er dadurch die Moral gefährdet sah. Fulgrim tötete ihn persönlich als sich herausstellte, dass er keine geheimen Gelüste hatte, die der Dämon in der Dämonenwaffe ausnutzen konnte.11 K.18

Fulgrim teilte schließlich seine Legion: Ein kleiner Teil blieb bei ihm, während der Großteil an der Kampagne von Istvaan III teilnehmen würde. Er stellte mit Trauer fest, dass er viele dieser Krieger nur deswegen in den Tod schicken musste, weil Vespasian sie vom neuen Weg abgehalten hatte.11 K.18 Zur selben Zeit ließen sich immer mehr Emperor's Children von Fabius Gallus chirurgisch verbessern.11 K.19
Nach der Schlacht von Istvaan III fertigten einige Remembrancer Statuen an, die an Hüter der Geheimnisse erinnerten.11 K.21f Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Maraviglia in der Pride of the Emperor gegeben, eine grotesk übersteigerte Aufführung, die sich als Chaos-Ritual herausstellte: Dreitausend Emperor's Children und sechstausend Normalsterbliche, Remembrancer und Schiffs-Crew, wurden durch die psionischen Effekte zu einer gigantischen Orgie aus Sex, Gewalt und Perversität getrieben, die unzählige Leben kostete und obendrein noch sechs Dämonetten beschwor. Dies war auch die Geburtsstunde der Noise Marines.11 K.22 Als es zur Schlacht von Istvaan V kam, hatten die Emperor's Children jegliche Zurückhaltung und Besonnenheit längst aufgegeben11 K.23 und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie Slaanesh offen anbeten würden.

Mechanicum

Die Rebellion des Mechanicums begann mit ganz profanen Gründen: Obwohl der Imperator offiziell als Omnissiah anerkannt worden war, gab es immer noch Zweifler, darunter mit Fabricator-General Kelbor-Hal sogar das Oberhaupt des Mechanicums, die ihn nur als Usurpator sahen.15 T1K4 Gleichzeitig ächzte das Mechanicum unter der Belastung, den Großen Kreuzzug mit Kriegsmaterial zu versorgen. Ihre eigenen Projekte konnten deswegen nicht weitergeführt werden, was ebenfalls zu großer Unzufriedenheit führte.15 T1K3 Als der Imperator Horus zum Warmaster ernannte, wurde dieser damit zu einer Symbolfigur für die Unzufriedenen und zur Hoffnung auf einen Politikwechsel. Das politische Klima des Mechanicums auf dem Mars war durch diese Zwiespaltigkeit der Loyalität völlig vergiftet. Es kam sogar zu gewalttätigen Übergriffen, allerdings ohne ernsthafte Sachschäden.15 T1K6

Nachdem Horus sich zum Verrat entschlossen hatte, benutzte er den Angriff auf die Auretian Technocracy und die Erbeutung der dortigen STK, um sich die Loyalität des Mechanicums in seiner Flotte, repräsentiert durch Adept Regulus, zu erkaufen.8 K.19 Kurz darauf begann er Verhandlungen mit Kelbor-Hal und dieser war bereit, ihn im Falle einer Rebellion zu unterstützen, da dies dem Mechanicum erlauben würde den Imperator als Omnissiah abzuerkennen und den Maschinenkult zu läutern.14 K.1 Kelbor-Hal begann, die Lieferungen militärischen Nachschubs nach Horus' Bedürfnissen zu manipulieren und gab für die Word Bearers den Bau der Furious Abyss in Auftrag.15 T1K4; 14 K.1 Etwa zeitgleich nahm Horus mit den Vertretern vieler weiterer Fabrikwelten und Titanenlegionen Kontakt auf und versicherte sich ihrer Loyalität.35 S.70

Etwa zeitgleich mit oder kurz vor der Schlacht von Istvaan III traf Regulus auf dem Mars ein und unterbreitete Kelbor-Hal das endgültige Angebot Horus': Die beiden erbeuteten STKs, eine Aufhebung aller Forschungsverbote, die Wiederöffnung der Vaults of Moravec, den Abzug sämtlichen imperialen Personals von Welten des Mechanicums. Im Gegenzug sollte Kelbor-Hal den Mars von allen Imperatortreuen säubern, damit Horus den Mars als Sprungbrett für den Angriff auf Terra benutzen konnte. Kelbor-Hal willigte ein.15 T1K4 Kurz darauf öffnete Regulus für Kelbor-Hal die Vaults of Moravec und von ihnen, und von Regulus' Scrapcode ausgehend, schlich sich das Chaos in die Rebellion.15 T1K6
Diese Mechanicum-Rebellen nannten sich das Dunkle Mechanicus.15 T2K1

Als Horus sich als Verräter offenbarte, war das Mechanicum jedoch gespalten, nicht nur auf dem Mars, sondern auf vielen Fabrikwelten: Ein teil blieb loyal zum Imperium, während der andere Teil sich mehr oder minder der Rebellion anschloss oder gar gleich dem Chaos verfiel.15 T3K4; 27 K.14; 16 K.17; 25 K.3

Imperiale Garde/Flotte

Für den Verrat der Einheiten von Imperialer Garde und Imperialer Flotte gab es drei Gründe:
1. Bei manchen überwog die Loyalität zu ihren abtrünnigen Space Marine-Kommandeuren, oder gar zu Horus selbst, die Loyalität gegenüber dem Imperium.21 K.24
2. Manche schloßen sich der Rebellion aus purem Opportunismus an, weil sie glaubten, in dieser neuen Armee besser Karriere machen zu können.10 K.10; 20 K.10
3. Manche Welten kapitulierten einfach vor Horus' Armeen, und versorgten seinen Feldzug, um der Vernichtung zu entgehen.20 K.1

Gefallene Engel

Vor Millionen von Jahren wurde der Dämon Ouroboros von Unbekannten im Inneren des Planeten Caliban eingekerkert.16a Im Laufe der Zeit korrumpierte seine Aura den Planeten. Es kam zu merkwürdig mutierten Tieren und Pflanzen und die Great Beasts of Caliban entstanden.16 K.10,K.14
Caliban wurde später von Menschen besiedelt und war im Weltenbrand 5000 Jahre isoliert. Es bildeten sich Ritter-Orden, deren Aufgabe es war, die Monster zu töten und die Bevölkerung zu beschützen.12a

Als Lion El'Jonson auf Caliban landete, bemerkte er schnell, dass der Planet von einem Übel befallen und korrumpiert war.16 K.18 Er wurde von einem jungen, liberalen Ritter-Orden namens Der Orden aufgenommen und wurde schnell ihr Anführer.12a Diese Macht setzte er ein, um alle Spuren der Korrumpierung mit Gewalt und Intrige auszurotten: Er führte einen Ausrottungsfeldzug gegen die Bestien12a,12 K.5 und gegen die Knights of Lupus, die die Korrumpierung erforscht hatten16 K.18; 12 K.13.
Als das Imperium Caliban fand, traf Lion El'Jonson den Imperator. Dieser stimmte seiner Strategie der Vertuschung zu: Die Korrumpierung würde so lange wie möglich geheimgehalten werden. Falls sie doch irgendwann noch einmal ausbrechen würde, würde das Imperium Caliban vernichten müssen.16 K.18

Auf Sarosh ließ Luther beinahe aus Neid Lion El'Jonson umkommen, besann sich aber dann doch anders. Jonson erriet es trotzdem und nutzte die Gelegenheit, um Luther und alle Rekruten von Caliban, die möglicherweise vom Makel des Chaos wussten, auf einen permanenten Posten nach Caliban zurückzuschicken, um sie von der Legion der Dark Angels fernzuhalten.12 K.20,K.22; 16b; 16 K.18 Im Lauf der Zeit wurde bei diesen Dark Angels die Frustration, zum Nichtstun verdammt zu sein, immer größer. Ihre Loyalität zu Jonson schwand, ihre Loyalität zu Luther wuchs. Luther selbst ließ sich aber nie unterkriegen und leistete hervorragende Arbeit.16 K.2
Wenige Monate vor Ausbruch des Großen Bruderkrieges brachen anti-imperiale Unruhen unter der Bevölkerung aus, da sie nicht länger ausgebeutet werden wollte, und eine Kabale Hexer kam heimlich nach Caliban, um den Dämon Ouroboros zu befreien.16 K.4,K.14,K.20 Durch die Ereignisse trugen Luther und der Scriptor Zahariel El'Zurias nach und nach Hinweise auf die Korruption Calibans zusammen und dass Jonson schon immer davon gewusst hatte. Sie wussten, wenn das Imperium vom Werken der Hexer erfahren würde, würde Caliban vorsorglich vernichtet werden.16 K.14,K.20 Luther war vor die Wahl gestellt: Entweder akzeptieren, dass Jonson und der Imperator sie zurecht im Stich gelassen hatten, oder sich ihnen widersetzen und dem Makel entgegentreten. Luther entschied sich, Caliban vom Imperium loszusagen16 K.18 und zum Wohle Calibans die Kontrolle über die Quelle der Korrumpierung zu übernehmen16 K.20.

Weitere wichtige Ereignisse

Beim Triumphzug von Ullanor ernannte der Imperator Horus zu seinem militärischen Stellvertreter, dem Warmaster.7 T1K3 Das hatte jedoch zwei gefährliche Nebenwirkungen zur Folge:
1. Es gab viele Space Marines und Soldaten der Imperialen Garde, die sich vom Imperator verlassen fühlten.7 T1K3 Dadurch, dass der Imperator nicht mehr an ihrer Seite kämpfte, hatten einige Space Marines das Gefühl, er hätte sie im Stich gelassen und würde sie als bloße Werkzeuge ansehen.8 K.11 Die Tatsache, dass mit dem Council of Terra die Verwaltung des Imperiums an eine zivile Institution überging, sorgte ebenfalls für Unmut.7 T1K3
2. Horus wurde unbeabsichtigt zu einer Symbolfigur, einem politischen Hoffnungsträger, für alle die mit der Politik des Imperators nicht einverstanden waren.15 T1K3; 10 K.8

Durch Erebus' Einflüsterungen und Visionen verwirrt, und von der Angst getrieben, vom Imperator verstoßen und entmachtet und von der Geschichte vergessen zu werden, wenn der Große Kreuzzug erst einmal beendet wäre, entschloss Horus sich zur Rebellion gegen den Imperator. Magnus hatte sich mit einem mächtigen psionischen Ritual in Erebus' Visionen gedrängt und an Horus appelliert, dem Imperator treu zu bleiben, aber es war vergebens gewesen.8 K.16f

Damit Magnus ihn nicht an den Imperator verraten konnte, hetzte er Leman Russ gegen ihn auf. 8Quelle?

Er unterstützte das Prinzip der Kriegerbünde, die ihm Erebus nähergebracht hatte, und sorgte dafür, dass sich nach und nach auch in den anderen Legionen welche bilden sollten. Diese Kriegerbünde waren bereits zuvor im Geheimen von verschiedenen Marines gegründet worden, aber bis zu diesem Zeitpunkt nicht gerne gesehen. 8Quelle? Horus wusste, dass sich in diesen Logen seine Verschwörung unbemerkt verbreiten würde. Er selbst plante, das Imperium mit seinem Vater an der Spitze zu stürzen und ein Neues mit sich als oberstem Herrscher zu errichten.
Zu diesem Zeitpunkt war er aber noch kein Anhänger des Chaos. 9Quelle?

Der Großteil der Sons of Horus folgten ihrem Herrn ohne zu zögern: Sie brachen ihre Treueschwüre gegenüber dem Imperator und begannen Horus Treue zu schwören. Die Korrumpierung verbreitete sich rasch unter den direkt Horus’ unterstellten Streitkräften und machten vor keiner Institution halt. Space Marines, Imperiale Garde, Adeptus Mechanicus, Imperiale Flotte und alle anderen Organisationen wurden in den Strudel des Verrats gezogen. Manche wussten mit Sicherheit worauf sie sich einließen, anderen folgten Horus einfach, weil er ihr Oberbefehlshaber war und bemerkten zu spät die wahre Natur ihres Tuns.Quelle?

Um Horus zu unterstützen, verdunkelten die Chaosgötter das Astronomican, um den Nachrichten- und Schiffsverkehr im Imperium zu behindern. Das war als Vertrauensvorschuss gedacht. Erst unmittelbar vor der Schlacht von Istvaan III schloss Horus einen echten Pakt mit dem Chaos. 9Quelle?

Erstes Kriegsjahr

Krieg im Wegenetz

siehe auch War within the Web

Als der Imperator mit dem Bau des Imperialen Palastes begann, begann er auch ein Warptor in den Katakomben darunter zu bauen, das Zugang zu einem Warpwegenetz erlauben sollte. Zunächst gelang es dem Imperator ein eigenes Stück Wegenetz zu errichten und eine Verbindung zum vorhandenen Netz herzustellen. Durch den Einsatz von einem wenig seiner psionischen Macht, schirmte er den von Menschenhand geschaffenen Teil gegen das Chaos ab, parallel konnte er am Großen Kreuzzug teilnehmen.36 S.348

All dies änderte sich mit Korrumpierung von Horus und Magnus Versuch den Imperator davor zu warnen. Magnus wendete soviel psionische Energie auf, dass er einen großen Teil der Abschirmungen zerstörte. Nun musste der Imperator all seine Kraft und Zeit aufwenden, um ein Einfallen des Chaos in das vom Imperium kontrollierte Wegenetz abzuwehren.36 S.348

Der Imperator rief tausende von Techpriestern, Wissenschaftlern und Bauarbeitern zu sich, um den Goldenen Thron als Abschirmung zu erbauen.36 S.346 Währenddessen versuchten die Legio Custodes und die Sisters of Silence, die anstürmenden Dämonen zu verlangsamnen, die schließlich von Chaos Space Marines und sogar Titanen unterstützt wurden.36 S.350f Am Ende wurde ihre Zahl zu groß und die imperialen Truppen mussten sich zurückziehen. Nur der Imperator auf seinem Goldenen Thron war in der Lage, genug psionische Energie in das Warptor zu speisen und damit die Dämonen davon abzuhalten sich weiter zu nähern, dies machte ihn aber zu einem Gefangenen seines Throns.36 S.358

Istvaan III

siehe auch Schlacht von Istvaan III

Bis jetzt hatte die Rebellion noch nicht offen begonnen. Horus hatte Vorbereitungen getroffen, darunter ein Geheimpakt mit dem Mechanicum, aber erst mit den Vorfällen im Istvaan-System wurde das ganze Ausmaß des Verrats offensichtlich. 9Quelle?

Der imperiale Kommandeur von Istvaan III, Vardus Praal, hatte sich vom Imperator losgesagt. Horus, offiziell noch loyal, sammelte vier Legionen, um die Rebellion niederzuschlagen: die World Eaters, die Emperor’s Children, die Death Guard und seine eigene Legion, die Sons of Horus. 9Quelle? 38 S.18

Horus nutzte die Gelegenheit, sich der Truppenelemente zu entledigen, deren Loyalität nicht eindeutig bei ihm lag. Unter dem Vorwand, die Rebellion zu bekämpfen, schickte er diese Truppenelemente auf dem Planeten. Kaum waren alle Truppen gelandet, ließ Horus seine Schiffe in Feuerposition gehen und schließlich das Feuer mit Virusbomben eröffnen. Innerhalb weniger Minuten wurde jegliches Leben auf dem gesamten Planeten ausgelöscht.38 S.18 Saul Tarvitz von den Emperor's Children hatte jedoch von dem Plan erfahren und es gelang ihm, vor dem Bombardement zur Oberfläche zu fliegen. Kurz nach seiner Landung fielen schon die ersten Virusbomben durch die Atmosphäre. Durch Tarvitz Einsatz konnten viele der Marines das Bombardement und den darauf folgenden Feuersturm überleben, indem sie rechtzeitig Schutz in Bunkerkomplexen und tiefen Katakomben suchten.Quelle? Anstatt einen zweiten orbitalen Angriff abzuwarten, befahl Angron den Verräter-World Eaters den Angriff auf die völlig zerstörte Stadt, ohne die Erlaubnis Horus' einzuholen. Notgedrungen schickte Horus die anderen Space Marines ebenfalls in die Schlacht und vernichtete die meisten loyalen Marines auf Istvaan III. Die wenigen Überlebenden kamen bei einem zweiten orbitalen Bombardement um.38 S.18 Danach zogen sich die Verräter zurück, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Alle vier Legionen hatten schwere Verluste erlitten, die World Eaters sogar knapp über die Hälfte. 9Quelle?

70 loyale Space Marines der Death Guard unter Führung von Battle-Captain Garro, welcher zuvor Saul Tarvitz half den Planeten zu erreichen, schafften es an Bord der Fregatte Eisenstein aus dem Istvaan-System zu entkommen, die Warnung über Horus' Verrat mit sich tragend. Allerdings wurde die Eisenstein bei ihrer Flucht stark beschädigt und musste ihre Warpreise schon bald wieder beenden, um nicht von den Dämonen des Warps zerrissen zu werden. Durch den Schock der abrupten Rückkehr in den Realraum verlor der Navigator des Schiffes jedoch sein Leben. Unfähig, einen weiteren Warpsprung durchzuführen, war die Eisenstein in einem nicht kartografierten Bereich des Alls gestrandet. Nur durch den wagemutigen Plan Garros, den Warpantrieb zur Explosion zu bringen, was die nahen Imperial Fists auf sie aufmerksam machte, wurden sie schließlich gerettet und konnten die Warnung nach Terra bringen.Quelle?

Ausbruch der Revolten

Überall im Imperium zogen Loyalisten gegen die Rebellen in die Schlacht, oft genug wurden dabei auch alte Rechnungen beglichen oder Rivalitäten ausgenutzt. Viele Einheiten der Imperialen Armee schlugen sich auf die Seite von Horus, wohingegen die Imperiale Flotte zumindest die Rebellen aus den imperialen Heimatsystemen vertreiben konnte. Dabei erlitt sie allerdings so schwere Verluste, dass sie sich auf ihre lunaren Stützpunkte zurückziehen musste.1Quelle?

Dem Imperator war klar, dass die Rebellion ohne ihren Führer zusammenbrechen würde, und er setzte sieben Legionen in Marsch, um die Verräter zu vernichten.1Quelle? Hierbei handelte es sich um die Iron Warriors, die Night Lords, die Alpha Legion, die Word Bearers, die Iron Hands, die Raven Guard und die Salamanders.38 S.19 Obwohl alles mit der gebotenen Eile vorbereitet wurde, dauerte es mehr als 180 Tage, bis der Angriff beginnen konnte.1Quelle? Horus nutzte diese Zeit, um sich in seinem temporären Hauptquartier auf Istvaan V zum neuen Imperator auszurufen und die Saat des Chaos zu verbreiten.1Quelle?

Vier komplette Kompanien der Imperial Fists und mehrere loyale Regimenter wurden unter dem Kommando von Captain Camba-Diaz zum Mars entsandt um die loyalen Streiter zu unterstützen. Nach anfänglichen Erfolgen wurden die Entsatzer jedoch wieder zurückgedrängt, als der Feind ganze sieben verdorbene Titanenlegionen einsetzte. Nur wenige konnten evakuiert werden. Neben den wenigen Überlebenden befanden sich allerdings mehrere zehntausend fabrikneue Servorüstungen des neuen Types Mk5 und Mk6 an Bord der Fähren.Quelle?

Landungsplatzmassaker

siehe auch Landungsplatzmassaker

Auf Istvaan V nahm das Verhängnis seinen Lauf, welches später als Landungsplatzmassaker bekannt werden sollte.38 S.21

Die Marines von den drei loyalen Legionen der Iron Hands, Salamanders und Raven Guard landeten in einer ersten Welle auf dem Planeten, unterstützt wurden sie von loyaler Imperialer Garde und der Legio Atarus.38 S.30f und wurden in verlustreiche Kämpfe mit den gut vorbereiteten Verräterlegionen verstrickt.38 S.32 Die zweite Welle aus Iron Warriors, Night Lords, Alpha Legion und Word Bearers, die die erste Welle unterstützen sollte, offenbarte nach der Landung ihre wahren Loyalitäten und schlachteten die Loyalisten der ersten Welle ab, die auf den Verrat in den eigenen Reihen nicht gefasst gewesen waren.38 S.41 Die Verluste waren horrend, über 200.000 Space Marines der ausgeschickten loyalen Legionen starben.38 S.41 Einzig in der Raumschlacht waren die loyalen Truppen in der Lage gewesen, sich zu behaupten und diese dauerte einige Stunden länger als die Bodenschlacht. Während einige Raumschiffe sich weigerten ihre Legionen zurückzulassen, wurde die Mehrzahl zurückgedrängt oder sah die Sinnlosigkeit eines Ausharrens ein und zog sich zurück.38 S.42 Einzelne Widerstandsgruppen hielten beinahe für zwei ganze Jahre auf Istvaan V aus.47 K.4

Neun Legionen standen nun offen auf Horus Seite. Ferrus Manus und ein Großteil seiner Veteranen war gefallen.38 S.41 Vulkan war gefangengenommen worden.32 K.4 Nur Corvus Corax entkam vom Planeten und zog sich mit seinen verbleibenden Legionären nach Terra zurück.27 K.1

"Division, distrust and doubt – the three greatest plagues Horus has unleashed upon the galaxy. We could destroy the enemy overnight to the last man and still die from these wounds ten thousand years later."

+++ Corvus Corax +++ 47 K.4

Nach dem überwältigenden Sieg auf Istvaan V hielt Horus für die versammelten Legionen eine kurze Ansprache. Er erklärte sein Ziel, Terra und den Imperator anzugreifen, um dessen angeblichen Aufstieg zur Gottheit zu verhindern, und die Galaxis zu erobern.11 K.25

Danach wurden die Befehle an die einzelnen Legionen ausgegeben:

Noch bevor Horus aufbrach, erhielt er eine Botschaft von Magnus dem Roten. Der Inhalt ist aber unbekannt.11 K.25

Paramar

siehe auch Schlacht um Paramar V

Da sich Horus nicht der uneingeschränkten Loyalität der Alpha Legion gewiss war und diese zudem während des Landungsplatzmassakers zurückhaltend kämpfte, befahl der Warmaster ihnen die Eroberung des Paramar-Systems.46 S.20 Paramar befand sich knapp außerhalb des Segmentum Solar und auf direkter Linie zwischen Terra und Istvaan V, seit dem vierten Jahrzehnt des Großen Kreuzzuges, war das System ein wichtiger Nachschubmotor der Feldzüge.46 S.19 Noch während der Kämpfe auf Istvaan brach eine Flotte der Alpha Legion auf, während ihre Sparatoi bereits mit der Unterwanderung der Sicherheitskräfte und des Mechanicums begannen.46 S.21 38 Tage nach dem Landungsplatzmassaker, näherten sich die ersten elf Schiffe den Raumdocks, mit dem Funkspruch, sie seien auf den Weg nach Istvaan im Warp zerstreut wurden und bräuchten nun Nachschub und Reparaturen. Womit sie nicht gerechnet hatten, war die Ankunft einer Flotte des 77. Grand Battalion der Iron Warriors, einer Gruppe von Kriegern die nicht von Perturabos Verrat wusste. Als der Angriff der XX. Legion begann, gerieten die Iron Warriors ins Kreuzfeuer und stellten sich auf die Seite der Loyalisten,46 S.23 der erste Angriff schien zu scheitern, sodass Harrowmaster Armillus Dynat gezwungen wurde, seine lauernde Flotte in Marsch zu setzen und dabei die schweren Mechanicus-Archen hinter sich her zu ziehen, damit diese Schritt halten konnten.46 S.24/25 Nach harten Kämpfen gewann die Alpha Legion unterstützt vom Dunklen Mechanicum die Schlacht um Paramar V, danach plünderte die Legion die Nachschubdepots und lies das Mechanicum zurück. Dieses beschwerte sich bei Horus, da sie die Welt nicht allein verteidigen konnten. Als Horus eine Nachricht an Alpharius sandte, damit dieser sein Verhalten erklärt, bekam er zur Antwort, die Legion sollte Paramar erobern und das hätte sie getan, von einer Garnison sei nie die Rede gewesen.46 S.30

Während des Bruderkrieges sollte es noch zu weiteren Kämpfen, um die Welt kommen.46 S.30

Aufrüstung

Nach den Geschehnissen auf Istvaan V begannen Loyalisten und Verräter die Fertigung innerhalb ihrer Produktionszentren exponentiell zu erhöhen. Als Fabrikwelten sich vom Imperium abwandten, wanderten deren Lagerbestände in die Waffenarsenale der Verräter, im Gegenzug erhöhte der Hohe Senat zu Terra, die Produktionsziele für seine Welten. Beide Seiten nahmen alle Raumschiffe in ihre Flotten auf, die verfügbar waren, von einzigartigen Schiffen aus dem Dunklem Zeitalter der Technologie bis zu den jüngsten Entwicklungen der Fabrikwelten.38 S.16

Schlacht von Phall

Die loyalen Kräfte waren nicht untätig und versuchten ebenfalls ihre Truppen zu sammeln. Rogal Dorn übernahm nunmehr das Oberkommando über die imperialen Streitkräfte und beorderte alle erreichbaren loyalen Legionen zurück nach Terra. Seine eigenen Imperial Fists, die durch einen mächtigen Warpsturm auf halben Weg nach Istvaan im Phall-System aufgehalten wurden, behielten dort ständig höchste Alarmstufe bei. Als die Vorhut der Iron Warriors eintraf, konnten sie somit dem Angriff vorbereitet entgegentreten. Als aber der Befehl ihres Primarchen einging, Terra zu entsetzen, brachen die Imperial Fists bei der ersten Gelegenheit den Kampf ab und begaben sich Richtung Terra.29 K.5

Beginn Thramas-Kreuzzug

siehe auch Thramas-Kreuzzug

Die Dark Angels bekämpften im Thramas-Sektor die Night Lords.28 K.9

Zweites Kriegsjahr

Befestigung des Sol-Systems

Das Sol-System wird befestigt, indem mit dem Bau des Ardent Reef begonnen wird, einer riesigen Kette aus Asteroiden mit befestigten Geschützstellungen. Von Anfang an geht man davon aus, dass diese Linie die Verräter nicht aufhalten kann, aber entscheidend ausdünnen könnte. Um geeignete Truppen für die Anlagen zu finden, entscheiden Rogal Dorn und Malcador gemeinsam das Edikt von Nikaea zu ignorieren. Space Marines des Crusader Host und die von den Knights Errant nach Terra geschickt werden, werden in eine geheime Anlage gebracht, wo ihre Gedanken von Skriptoren beeinflusst werden. Den Marines werden Gefechtssituationen implantiert, um zu sehen, ob sie loyal und vorallem aufopferungsvoll sind. Bestehen sie nicht, werden sie aussortiert. Bestehen sie, werden ihre Gedanken gelöscht und man wiederholt das Prozedere einige Male, um sicher zu gehen.43

Schlacht im Alaxxes-Nebel

Sowohl die Space Wolves als auch die White Scars wurden von der Alpha Legion aufgespürt. Die Space Wolves wurden angegriffen und musste sich in das Innere des Alaxxes Nebulas zurückziehen.34a

Die Flotte der White Scars wurde von der Alpha Legion nur blockiert und es gelang der V. Legion sich zu lösen.34b Da sich Jaghatai Khan nicht sicher war, wer in diesem Krieg gegen wen kämpft, führte er die White Scars nach Prospero, um den Verbleib seines Bruders Magnus zu klären, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband.34c Mortarion unternahm auf der Welt einen letzten Versuch, um die Scars auf die Seite der Verräter zu ziehen, dieser scheiterte aber. Jaghatai Khan war sich über seine weiteren Schritte im Unklaren, entschied aber zur Entscheidungsschlacht auf Terra anwesend zu sein.34d
Vier Jahre kämpften die White Scars an vorderster Front gegen die Speerspitzen der Verräter. In den ersten beiden Jahren erzielten sie dabei große Erfolge, da den Verrätern ihre Kampfweise nicht vertraut war, vorallem die Iron Warriors verloren dabei fiel. Doch dann begannen die Verräter sich anzupassen und immer mehr Gefechte der White Scars endeten in Rückzügen oder Pyrrussiegen.57 K.3, K.7 Im vierten Jahr ihres Kampfes wurden die White Scars schließlich zwischen den Warpstürmen vor Terra und den Verrätern auf der anderen Seite eingekesselt und Jaghatai Khan musste eine Entscheidung treffen. Sollte er weiter seine Legion gegen die Verräter schicken und langsam aufreiben lassen, oder sollte er seinen Schwur ehren und nach Terra zurückkehren. General Ilya Ravallion erzählte ihm von einem überragenden Novator namens Pieter Helian Achelieux, der in ihrem Gebiet des Raumes sein sollte und vermutlich der Einzige sei, dem es möglich wäre einen Weg durch die Warpstürme zu finden. In der Folge verfolgten Trupps Achelieux' Spuren über mehrere Welten bis sie schließlich von Dark Glass erfuhren.57 K.6, K.10
Jaghatai Khan rief alle seine Truppen im Aerelion-System zu sich, auch die sagyar mazan durften zurückkehren. Sie machten sich auf den Weg in den Catullus Rift und entgingen nur knapp einer Flotte der Death Guard und Emperor's Children.57 K.9, K.12, K.13 Dort angekommen drangen der Primarch und weitere White Scars in die Station vor und erfuhren vom geheimen Imperial Webway Project.57 K.16 Als sie von den Verrätern im Rift gestellt wurden, koordinierte Jaghatai die Verteidigung und sein Sturmseher Targutai Yesugei aktivierte das Warptor. Der Primarch setzte seinen Schlachtkreuzer Schwertsturm ein, um den Rückzug zu decken. Mortarion befahl seiner Flotte die Feuerkonzentration auf dieses Schiff und teleportierte sich an Bord. Während Eidolon mit seinen Schiffen weiter die anderen White Scars verfolgte.57 K.22, K.23, K.24 Mortarion war in eine Falle gelockt worden, die Reaktoren der Schwertsturm operierten im kritischen Bereich und nach seiner Teleportation aktivierten sich die Schilde wieder, sodass er nicht fliehen konnte. Dann stürzten sich 132 sagyar mazan auf den Primarchen und seine Deathshroud. Nur nach einem harten Kampf gelang es ihm, rechtzeitig zurück zur Standhaftigkeit zu fliehen und der Explosion zu entgehen.57 K.24, K.27 Jaghatai Khan organisierte derweil von der Lanze des Himmels den Rückzug seiner Legion durch das Warptor.57 K.24
Da der Imperator das Warptor in Terra geschlossen hatte, um einen Dämoneneinfall zu verhindern, war die V. Legion gezwungen, einige Wochen Reise außerhalb des Sol-Systems das Netz der Tausend Tore zu verlassen. Wieder im Normalraum trafen sich die Flotten der Space Wolves und White Scars in den Thalion Shoals. Leman Russ spürte dabei ein Verlangen, dass Feuer auf die V. Legion eröffnen zu lassen, um sich für seine Verluste im Alaxxes-Nebel zu rächen. Jaghatai Khan teleportierte sich an Bord der Hrafnkel und führte allein eine Unterredung mit seinem Bruder. Im Anschluss wurden die Schiffe der White Scars und Raumschiffe der VI. Legion nach Terra eskortiert, während der Wolfskönig mit seiner Hauptflotte zurückblieb, um nicht doch noch in Versuchung geführt zu werden.57 Epilog Die Hälfte der ursprünglichen Flotte der V. Legion hatte es zurück nach Terra geschafft und dort erwartete den Khagan ein Gespräch mit Malcador.57 Epilog

Angelus Exterminatus

siehe auch Angelus Exterminatus

Nach der Schlacht von Phall griffen die Iron Warriors die Imperial Fists-Festung auf Hydra Cordatus an.49 K.1
Fulgrim lockte Perturabo zum Planeten Iydris im Wirbel des Chaos. Angeblich waren dort ein Wesen namens Angelus Exterminatus und apokalyptische Eldar-Waffen versteckt.49 K.6 In Wahrheit wollte Fulgrim Perturabo dort in einem Ritual des Chaos opfern, um zu einem Dämonenprimarchen aufzusteigen.49 K.23 Eine Einheit Iron Hands von der Sisypheum sabotierte Fulgrim aus Prinzip und ruinierte dessen Ritual und rettete damit unwissentlich Perturabo das Leben. Perturabo überlebte, aber das Ritual lief immer noch und Fulgrims Aufstieg zerstörte nun den Planeten. Die Iron Warriors und die Sisypheum entkamen knapp.49 K.27
Perturabo war danach verständlicherweise nicht gut auf Fulgrim zu sprechen und beschloss, nur noch Horus zu vertrauen.49 K.27

Die Iron Warriors griffen danach Tallarn an.50 K.1

Drittes Kriegsjahr

Ende des Thramas-Kreuzzugs

siehe auch Thramas-Kreuzzug

Die Dark Angels verjagten die Night Lords aus dem Thramas-Sektor. Die Night Lords spalteten sich auf und flohen.30 K.7,Epilog

Die Dark Angels teilten ihre Flotte danach33 K.10 und der Teil unter Führung von Lion El'Jonson, etwa 20.000 Legionäre,45 K.6 wollte sich auf den Weg nach Macragge machen, um Roboute Guillaumes Loyalität sicherzustellen, sie landeten allerdings im Warpsturm über Ultramar.33 K.11

Einem Teil der Dark Angels-Flotte gelang es im dritten Kriegsjahr die Alpha Legion aus dem Alaxxes Nebula zu vertreiben und damit die Space Wolves aus ihrer Belagerung zu befreien. Leman Russ führte danach seine Flotte nach Terra um dringende Reparaturen durchzuführen. Einer Bitte Malcadors Cthonia zu zerstören, wollte der Primarch nicht nachkommen, stattdessen erbat er sich einige Knights Errant, die ihn direkt zu Horus führen sollten.45 K.2 Die Flotte der Dark Angels widmet sich anschließend wieder der Jagd auf die Flotte von Death Guard-Captain Calas Typhon.45 K.1

Die Blood Angels, eine der stärksten Legionen, konnten die dämonischen Feinde auf Signus Prime vernichtend schlagen und machte sich, ohne die eigenen Verluste durch ein feierliches Begräbnis zu ehren, sofort auf, um dem Imperator auf Terra beizustehen.33 K.24; 44 Die Flotte geriet allerdings in einen Warpsturm über Ultramar und erreichte erst im dritten Kriegsjahr Macragge.33 K.24 Währenddessen hielt man die Legion für vernichtet und Malcador entsandte den Knights Errant Tylos Rubio nach Baal, dieser überbrachte der zwanzigköpfigen Garnison die Nachricht, dass die Legion sich als aufgelöst betrachten kann. Die Space Marines könnten sich den Knights Errant anschließen, aber die Ordensfestung werde demontiert und die Schiffe beschlagnahmt. Erst im letzten Moment erreichte eine astropathische Mitteilung den Planeten, dass Sanguinius noch leben würde und Malcadors Agenten zogen sch zurück.44

Der Warpsturm machte längere Warpreisen für die Ultramarines für zwei Jahre unmöglich und sie waren in Ultramar gefangen.33 K.1 Erst als es gelang die geheimnisvolle Anlage in Mount Pharos auf Sotha in Betrieb zu nehmen, wurde Macragge zu einer Art zweiten Astronomican und im Warp gestrandeten Schiffen wurde es möglich, die Welt zu erreichen,33 K.8 darunter eine Flotte der Dark Angels unter Führung von Lion El'Jonson und die Raumflotte der Blood Angels.33 K.24

Im dritten Kriegsjahr erobern die Sons of Horus den Planeten Dwell, Horus Ziel ist an die Archive des Planeten zu gelangen, um weitere Informationen über den Planeten Molech zu erhalten. Auf diesem Planeten stieg der Imperator angeblich zu einem gottgleichen Wesen auf und der Warmaster möchte es ihm gleichtun. Um dieses Ziel erreichen zu können, schart er die Death Guard um sich und nimmt Fulgrim zu dieser Reise mit.45 K.2

Die komplette Legion der Emperor's Children begibt sich ohne ihren Genvater stattdessen in die Halikarnaxes Stars.45 K.4

Auf der Makropolwelt Thranx starben über eine Million Krieger an einem einzigen Tag auf den Leichenfeldern von Perdagor; in den brennenden Wüsten von Tallarn in der Tiefebene von Ka’an trafen über 50.000 gepanzerte Fahrzeuge in der größten Panzerschlacht aller Zeiten aufeinander. Bei der Sturmlandung der Rebellen auf Vanaheim entvölkerten sie drei komplette Makropolen als Warnung an die Verteidiger, dennoch blieben diese unbeeindruckt und kämpften bis zum bitteren Ende weiter.Quelle?

Corvus Corax begann nach mehreren Jahren der Guerillakriegsführung mit einer Änderung seiner Strategie. Zu seinen etwa 4.000 Überlebenden Raven Guard sammelte er auf Scarato über 300 weitere Loyalisten und stellte ihnen sein Plan vor: Von nun an sollten kleine Trupps, manchmal nur einzelne Space Marines, auf besetzte Welten geschickt werden und dort Rebellionen auslösen, so sollte langsam der feindliche Nachschub unterbrochen werden und die Verräter aufgehalten werden, bevor sie Terra erreichen.47 K.5

Verhältnis innerhalb der Verräter

Die Seite der Verräter wurde im Großen Bruderkrieg einzig von Horus zusammengehalten.

Die Iron Warriors unter Perturabos Kommando griffen den Planeten Tallarn an.50 K.1, K.6 Perturabo bat ausgewählte Kommandeure, auf der Welt spezielle und geheime Patrouillen durchzuführen. Sie sollten dabei nach dem Warptor von Alganar suchen. Der Herr des Eisens wollte dieses Chaosrelikt, um eine wirksame Waffe gegen seine Feinde zu besitzen. Er war einzig durch sein Vertrauen in Horus zu den Verrätern gewechselt und glaubte daran, dass die Leute in dessen Umfeld die Iron Warriors schlecht redeten und sich schließlich gegen seine Legion wenden würden. Darauf wollte er vorbereitet sein, um ihnen unerbittlich entgegentreten zu können. Er sprach sogar von einem Zweifrontenkrieg gegen Loyalisten und heuchlerische Verräter.50 K.7

Am Ende der Schlacht im Thramas Sektor übernahm Jago Sevatarion kurzeitig das Kommando über Night Lords, während Konrad Curze auf der Krankenstation lag. Er baute die Kyroptera neu auf und teilte die Reste der Legion in sechs Großkompanien. Jede Großkompanie wurde, mit Ausnahme von Alastor Rushal, einem Mitglied der Kyroptera zugeteilt. Jedes Mitglied erhielt die Freiheit mit seiner Großkompanie den Bruderkrieg so weiter zu führen, wie es ihm beliebte.30 K.4 Curze beschloss seine Söhne zu verlassen, in der festen Absicht sie zu sterben zu lassen.51 K.24
Einige neue Mitglieder der Kyroptera offenbarten ihre Geltungssucht und begannen sich kleinere Flotten einzuverleiben und damit große Armadas zu bilden. Das Schicksal ihres Primarchen war ihnen dabei vollkommen egal. Sie wollten ihre eigenen Herren sein, auch wenn das bedeuten würde sich temporär dem Kriegsherrn unterzuordnen, um diese Freiheit zu erhalten.51 K.29

Mortarion wollte Jaghatai Khan überzeugen, sich Horus anzuschließen und ein Imperium der Krieger zu schaffen, aber der Primarch der White Scars durchschaute Mortarions Absicht. Der Primarch hatte sich verkalkuliert, er wollte auf Nikaea die Psioniker ausrotten, aber fand sich im Bruderkrieg auf der Seite wieder, die den Warp teilweise anbetete. Mortarion ging es lediglich um die Unterstützung eines normalen Kriegers, um seine Ambitionen zu erfüllen, da er wusste diese Unterstützung würde er nicht von Perturabo oder Angron erhalten.34e
Nach seiner Begegnung auf Dwell entsetzt darüber, dass seine Brüder Horus und Lorgar mit Dämonen paktierten und Fulgrim zu einem geworden war, kamen Mortarion die Worte Jaghatais wieder in Erinnerung. Er musste etwa unternehmen, er begann Schutzzeichen und Siegel zu studieren und fing einen Dämon zur Befragung. Mortarion wollte ihn foltern, um zu erfahren, wie er das Chaos ausrotten könnte. Der Dämon befreite sich und Mortarion konnte ihn mit seiner übermenschlichen Kraft nicht abwehren und musste schließlich das Einsetzen, was er verachtete, "Zauberei" in der Form von Bannsprüchen. Von nun an entschied Mortarion, dass er Feuer nur mit Feuer bekämpfen konnte, dies hatte der Dämon beabsichtigt, denn nun machte der Primarch weitere Schritte in Richtung eines Dämonenprimarchen.52
Einige Kommandeure der Death Guard folgten nicht mehr ihrem Primarchen, sondern eher den Einflüsterungen Nurgles.28 K.9

Alpharius und Omegon erinnerten sich daran, dass der Sieg über das Chaos der größte Traum des Imperators war. Also beschlossen sie, sich auf die Seite von Horus zu schlagen, um Menschheit und Chaos von innen heraus zu vernichten.13 T2K11
Da sich Horus der Loyalität der Alpha Legion nicht gewiss war und diese zudem während des Landungsplatzmassakers zurückhaltend kämpfte, befahl der Warmaster ihnen die Eroberung des Paramar-Systems.46 S.20 Sie gewann, plünderte die Nachschubdepots und lies das Dunkle Mechanicum zurück. Dieses beschwerte sich bei Horus, da sie die Welt nicht allein verteidigen konnten. Als Horus eine Nachricht an Alpharius sandte, damit dieser sein Verhalten erklärt, bekam er zur Antwort, die Legion sollte Paramar erobern und das hätte sie getan, von einer Garnison sei nie die Rede gewesen.46 S.30
Im dritten Jahr des Bruderkrieges gab es in der Alpha Legion auch Space Marines, die nicht mit Alpharius Vorgehen einverstanden waren und sich von ihrer Legion absetzten. Die Legionäre, die eigentlich die wahre Position der XX. Legion wiederspiegelten, wurde unter anderem vom Primarchen persönlich gejagt und zur Strecke gebracht.53 K.10
Zu Zeiten des Großen Bruderkrieges gelangte die Legion in den Besitz der Metasaat, die sie der Raven Guard auf Deliverance stahl. Die Primarchen wollten damit für ihre Legion in Zukunft fertige Space Marines klonen, anstatt mit der Gensaat aufwändig Rekruten zu modifizieren. Horus übergaben sie eine unbrauchbare Kopie davon.27 Epilog
Während des Bruderkrieges entsandte die Alpha Legion einige Sparatoi nach Tallarn. Sie sollte dort unter den Adligen und dem Militär weitere Agenten rekrutieren.54 K.6 Der Planet spielte schon lange keine große Rolle mehr im Großen Kreuzzug, verfügte aber immer noch über große Bunkeranlagen und Munition für Millionen von Soldaten. Die angeworbenen Agenten sollten den loyalen Gouverneur stürzen und den Planeten dann an Horus übergeben.54 K.6 Zumindest war das der offizielle Grund ihrer Mission, im Geheimen suchte die Alpha Legion nach dem Warptor von Alganar. Die Alpha Legion benötigte einige Zeit, um herauszufinden, dass die IV. Legion ebenfalls auf der Suche nach dem Warptor von Alganar war. Daraufhin schalteten Truppen der XX. Legion immer wieder Spürtrupps der Iron Warriors aus, die dem vermuteten Gebiet zu nahe kamen.50 K.11

Lorgar verwandelte Angron auf Nuceria zu einem Dämonenprimarchen. Lorgar führte das Ritual aus, um Horus Sache zu unterstützen, indem er Ultramar von Terra isolierte. Vorallem aber tat er es für Angron, da es die einzige Möglichkeit war ihn von seinen Neocortex-Implantaten zu befreien und dem Primarchen der Word Bearers war aufgefallen, dass sein Bruder immer mehr abbaute und nur noch für sinnlose Gewalttaten lebte. Angron war danach in das Innere des Flagschiffes Eroberer gebannt, da er unmittelbar nach seiner Verwandlung Amok gelaufen war.31 Epilog Nach und nach begann Angron das Schiff und dessen Maschinengeist zu mutieren und verwandelte es in ein Abbild seiner Wut.55

Ein Teil der Word Bearers, angeführt von Kor Phaeron, stellte den Ultramarines auf Calth eine Falle.21 Epilog Lorgars Absicht war, dass seine Truppen zwar gewinnen, aber auch stark dezimiert werden sollten. Die Loyalität der Truppen die er nach Calth schickte, stand außer Frage, denn alle Illoyalen waren in den Jahrzehnten davor aussortiert worden. Die Kompetenz der Krieger, die nach Calth geschickt worden waren, war fragwürdig. Sie waren einfach zu ambitioniert und kümmerten sich mehr um ihr eigenes Schicksal, als der gemeinsamen Sache zu dienen.31 K.11

Magnus Rolle im Bruderkrieg war zunächst unklar und stellenweise widersprüchlich:
In den Ruinen Prosperos erschien ein Teil von ihm seinem engen Bruder Jaghatai Khan und teilte ihm mit, er müsse sich im Bruderkrieg für eine Seite entscheiden, Neutralität sei keine Option. Er versuchte den Khan jedoch nicht auf eine bestimmte Seite zu ziehen, sondern überlässt ihm die freie Wahl.34 K.18
Während des Schattenkreuzzuges der Word Bearers und World Eaters erscheint Magnus mehrfach seinem Bruder Lorgar, ohne jedoch auf Seiten der Verräter in die Kämpfe einzugreifen. Ratschläge gab er auf Nachfragen dennoch.31 K.1, K.3, K.17 Immer weiter sendet Lorgar Bittgesuche und erinnerte Magnus an die Taten der Space Wolves auf Prospero.34 K.18
Als Alpharius die Promethiumstation Lerna 2-12 säuberte, ließ er auf Magnus' Wunsch hin, den Raven Guard Nykona Sharrowkyn am Leben.53 K.11
Als 67 Salamanders im Bruderkrieg Vulkans Leichnam nach Nocturne überführten, wurden sie von Word Bearers angegriffen. Magnus griff ein, teleportierte die Angreifer zurück auf ihr Schiff und das Raumschiff der Salamanders zu den Ausläufern des Segmentum Solars.56 K.48

Die militärische Ordnung innerhalb der III. Legion zerbrach zusehends und Eidolon spaltete sich mit einem Drittel der Legion ab. Er diente zwar noch Horus, aber sehnte die Zeit herbei, wenn die Gaben des Chaos sie vervollständigen würden und sie nicht mehr auf die "children-gods" (Primarchen) angewiesen seien.57 K.1

Befehlshaber der loyalistischen Legionen schlossen sich Horus aus verschiedenen Gründen an, einige waren zum Beispiel Überlebende von Istvaan V, die von Lorgar nach der Schlacht überzeugt wurden, ihre Primarchen hätten sie durch Flucht im Stich gelassen und ihn als neuen Vater akzeptierten.47 K.15

Truppen der Imperialen Garde kämpften für den Kriegsherrn, einfach weil jemand da war und ihnen Befehle erteilte, wie sie es gewohnt waren und es nicht hinterfragten.57 K.3 Andere verband eine Ehrenschuld mit den Legionen, an deren Seite sie zu den Verräter überliefen.50 K.12

Imperium Secundus

Inthronisierung von Sanguinius3

Nach einer jahrelangen Isolation Ultramars durch den Ruinstorm gelang es den Ultramarines, durch eine Xenosanlage auf Sotha, Macragge wie ein zweites Astronomican zu beleuchten und das Reich zu konsolidieren.33 K.2; K.4 Nacheinander gelangten vormals durch den Ruinstorm gestrandete Schiffe nach Macragge, sie stammten unter anderem von den Space Wolves, den Iron Hands, der Raven Guard, den Salamanders33 K.3, den White Scars und den Imperials Fists.33 K.4 Da eine Kommunikation mit Terra immer noch unmöglich war und kein Schiff in der Lage war, den Bereich Ultramars zu verlassen, forderten Guillaumes Berater ihn auf, den Platz des Imperators einzunehmen.33 K.4 Als die Dark Angels den Planeten erreichten, versuchte Guillaume seinen Bruder Lion El'Jonson für seine Idee des Imperium Secundus zu gewinnen. Dieser war der Idee nicht abgeneigt, doch herrschte zwischen beiden Brüdern Misstrauen und keiner wollte den anderen an der Spitze des neuen Imperiums vertrauen.33 K.8 K.9, K.10, K.12 Die Lösung ihres Problems erschien in der Ankunft von Sanguinius. Nur widerstrebend nahm der Primarch ihren Vorschlag an, befürchtete er doch als Verräter, wie Horus gesehen zu werden.33 K.24 In einer öffentlichen Zeremonie erklärten Lion und Roboute ihren Bruder im Jahr 010.M31 zum temporären Regenten des Imperium Secundus60 S.18 und vereinbarten mit ihren Legionen sofort nach Terra aufzubrechen, sobald sich die Warprouten ins Segmentum Solar öffnen würden.33 K.24
Der Krieg in den 500 Welten Ultramars war zwar offiziell gewonnen, nachdem die XVII. und XII. Legion zurückgeschlagen worden waren, doch außerhalb der Kernwelten litt das neue Imperium und musste sich weiterhin Verrätern und Dämonen stellen.56 K.2 Auch auf Macragge kommt es zu Kämpfen, als sich Konrad Curze mehrfach seinen Brüdern im Kampf stellt.51 K.22, K.24; 58 T5K25, T5K28 Er wird schließlich gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Nur der Einspruch des Löwen rettete ihn 011.M31 vor dem Tod.58 T6K35
(Siehe auch: Imperium Secundus)

Solar War

Als Solar War wird die Periode zwischen 010.M31 und 015.M31 bezeichnet, in der sich die Angriffe vereinzelter Schiffe der Verräter auf das Sol-System immer weiter intensivierten, bis es schließlich zu Horus Angriff kommt.60 S.30
Den Beginn markiert dabei 010.M3160 S.30 mit einer Explosion im Orbit von Terra und dem organisierten Aufflammen von Aufständen.59 T1K4 Ein Trupp der Alpha Legion stieß in den Imperialen Palast vor und zerstörte mit Sprengladungen, die Primarchenstatuen im Investiary.59 T1K4, T1K5 In der Folge kam es zu einem massierten parallelen Angriff der Alpha Legion auf drei Verteidigungssphären des Sol-Systems, unter Einbeziehung von über 300 Raumschiffen und der Aktivierung von versteckten Space Marines und Agenten im gesamten System.59 T4K3 Als es Rogal Dorn auf dem Pluto-Mond Hydra gelang, Alpharius zu töten,59 T4K5 brach Harrowmaster Kel Silonius den Angriff ab.59 T4K6
(Siehe auch: Solar War)

Schlacht auf Terra

"Terra is a fortress with two walls, the Emperor, my father, stands on the inner wall that is the war of the paths beyond the golden gates. We stand on the outer wall that is the Solar System. If either wall falls, humanity falls. That is what is at stake. Not honour or rightness, but existence. If we fail for an instant, all is lost."
+++ Rogal Dorn +++59 T1K2

Angriff der Verräter

White Scars im Einsatz

Auf dem Mars herrschte blutiger Bürgerkrieg, wie auch im Rest des imperialen Territoriums, die lunaren Basen fielen eine nach der anderen, und die Imperiale Flotte war in ihrem geschwächten Zustand nicht in der Lage, den massiven Ansturm der Verräter aufzuhalten.36 S.364 Innerhalb von dreißig Tagen gelang es Horus, die Systemverteidigungsanlagen auszuschalten und seine Truppen auf Terra zu landen.1Quelle?

Kurz vor dem Beginn der Schlacht um Terra, erreichten die Überreste der Imperial Fists-Flotte das Solsystem, die zu Beginn des Bruderkrieges ins Phall-System entsendet worden waren.36 S.360 Kurze Zeit später erschienen die Raumflotten der White Scars und Blood Angels auf den Sensoren.36 S.360 Rogal Dorn wies ihnen die Verteidigungspunkte um Terra zu und befahl Jaghatai Khan und Sanguinius für ein Notfalltreffen zu sich.36 S.360

Gerade als die Schiffe in den Orbit eintraten, erhielten die Loyalisten Berichte über die Musterung der Verräter an den Raumhäfen des Mars.36 S.360

Die drei loyalen Legionen wurden von anderthalb Millionen Soldaten der Imperialen Garde und drei kompletten Titanenlegionen unterstützt. Alle Verteidiger wurden um den Imperialen Palast angeordnet.36 S.360f Der Imperator sandte die Legio Custodes aus den Tiefen des Palastes an die Oberfläche.36 S.361 Die loyale Raumflotte, verstärkt durch orbitale Waffenplattformen des Mechanicums, Raketenstationen und Minenfelder, bildete die erste Verteidigungslinie im Orbit.36 S.361

Horus war im Herzen des Imperiums angekommen, um sein Werk zu vollenden. Am dreizehnten Secundus des Jahres 114.M31 begann die Rebellenflotte die unbarmherzige Bombardierung Terras mit dem Ziel, die Verteidigungsstellungen um den Imperialen Palast zu schwächen und eine Invasion zu ermöglichen.36 S.364 Der Himmel über Terra war schwarz vom aufgewirbelten Staub und die tektonischen Platten begannen unter dem Druck des Bombardements aufzubrechen, Gebirgsketten verschoben sich, und ganze Meere verdunsteten, um nichts als salzige Wüsten zu hinterlassen. Überall kam es zu dunklen Vorzeichen und Omen, Blut und Asche regneten aus den schwarzen Wolken, und viele Menschen fielen dem Wahnsinn anheim.36 S.364

Den verbliebenen imperialen Kräften war klar, dass ihre einzige Chance darin bestand, so lange auszuhalten bis endlich Verstärkungen eintreffen würden, um den Belagerungsring zu sprengen. Innerhalb des Imperialen Palastes bestand die Verteidigungslinie aus der Legio Custodes und den Blood Angels unter Führung von Sanguinius36 S.364 In den Ruinen der Imperialen Basilika bereiteten sich die Imperial Fists auf den Kampf vor und außerhalb der Mauern versammelten sich die White Scars unter Jaghatai Khan.36 S.364

Trotz des Bombardements rollten loyale Panzerarmeen in Stellung, um sich der Invasion entgegenzustellen, und die verbliebenen Verteidigungslaser bereiteten sich darauf vor, den Verrätern einen höllischen Empfang zu bereiten. Im Imperialen Palast wartete man schreckenerfüllt auf die ehemaligen, vom Chaos korrumpierten, Brüder.36 S.364

Als die Landungskapseln schließlich eintrafen, offenbarte sich den Verteidigern, was aus den ehemals noblen Kriegern geworden war: das Chaos hatte ihre Körper und Seelen auf das grässlichste entstellt.36 S.364

Angron führte seine rotgerüsteten World Eaters gegen die Verteidiger des Raumhafens Wall der Ewigkeit, fest entschlossen Blut für den Blutgott zu vergießen, die verwesenden Marines der Death Guard rückten unter dem Kommando Mortarions unaufhaltsam und Schrecken verbreitend auf den Gegner vor, und auch die Thousand Sons von Magnus dem Roten und die Legion von Fulgrim landeten auf Terra.36 S.364

Doch der größte und abscheulichste Akt des Verrates sollte erst jetzt stattfinden. Niemand kann sagen, ob die Soldaten einfach verrückt wurden, seit langem vom Chaos korrumpiert waren, oder ob sie vielleicht gar mit den Rebellen verhandeln wollten, jedenfalls fielen sie ihren Kameraden in den Rücken und richteten ein Blutbad unter den nichtsahnenden Loyalisten an. Auf diese Weise fiel der Raumhafen Löwentor, und noch während die Kultisten im Siegestaumel sangen und schrien, materialisierten die ersten Dämonen unter ihnen.36 S.366

Den Verteidigern Terras muss es wie das Ende des Universums erschienen sein, als Große Dämonen des Chaos erschienen und Tod und Verderben brachten.36 S.366

Nach den Landungskapseln begannen auch die riesigen Landungsschiffe ihren Abstieg durch die Atmosphäre in der Hoffnung, die Verteidiger durch schiere Übermacht hinwegzufegen. Doch im Gegensatz zur ersten Welle boten die Schiffe hervorragende Ziele für die Verteidigungsstellungen: viele Rebellenschiffe wurden abgeschossen und tausende Tonnen von Schrott stürzten aus dem Himmel.36 S.366 Ein Wrack stürzte in ein Wohngebiet und tötete dort 100.000 Menschen, ein anderes stürzte brennend ab und ließ seine menschliche Fracht in geschmolzenem Gestein umkommen, und das Schiff der Titanenlegion der Warped Dogs wurde von Energiestrahlen vaporisiert, was ihre vollständige Vernichtung bedeutete.Quelle?

Sofort nach der Landung machten sich die Verräter daran, die Verteidigungslaser auszuschalten, die ihnen so schwere Verluste beibrachten und die imperialen Bastionen zu belagern. Schon bald fiel Wall der Ewigkeit und mehr und mehr seltsam verzierte Landungsschiffe begannen auf terranischem Boden zu landen.36 S.366 Die mutierten Chaos Titanen der Storm Lords und der Flaming Skulls wurden ausgeladen und marschierten gegen die imperialen Kräfte, und am Löwentor wurden die Kriegsmaschinen Khornes von Minotauren und Kultisten mit wildem Geschrei begrüßt.36 S.366

Mit diesen Verstärkungen war Horus in der Lage, bis zu den Mauern des Imperialen Palastes selbst vorzurücken und Slaanesh-Dämonen drangen bis zum Düsteren Tor vor.36 S.368

Belagerung des Imperialen Palastes

Die imperialen Verteidiger des Palastes waren anfangs noch in der Lage, durch Ausfälle die Straßen um den Palast ein um das andere mal von Rebellen zu säubern, aber auf Dauer konnten sie das nicht durchhalten, da für jeden gefallenen Feind schon neue Angreifer bereitstanden. Die Raumhäfen waren fest in der Hand der Rebellen, und hunderttausende frischer Truppen marschierten unter dem Banner von Horus in die Schlacht. Die Lage erschien den Verteidigern aussichtslos, und viele bereiteten sich auf ihre letzte Schlacht vor, in der festen Überzeugung, dass es keine Gnade geben würde.36 S.368

Angron trat vor und forderte die Kapitulation der Verteidiger, und seine schmähenden Worte säten Verzweiflung in die Herzen der Loyalisten. In diesem Moment erreichten Sanguinus und seine Blood Angels die Wälle, und beide Primarchen standen sich lange Zeit stumm gegenüber. Niemand weiß, ob die beiden telepathisch kommunizierten oder was genau geschah, aber am Ende wandte sich Angron ab. Es würde keine Kapitulation und keine Gnade geben.Quelle?

Durchbruch eines Verräter-Titanen

Die Horden des Chaos stürmten mit allem, was sie hatten, immer wieder gegen die Mauern des Imperialen Palastes an und dreimal gelang es ihnen, auf die Wälle zu kommen. Dreimal wurden sie von den Verteidigern wieder von den Zinnen gefegt, und Sanguinus richtete die Verteidiger ein ums andere Mal wieder auf. Horus jedoch warf ohne Rücksicht auf Verluste Truppen um Truppen in die Schlacht, und langsam aber sicher bröckelten die Verteidigungsstellungen der Loyalisten.36 S.370

Die imperialen Truppen, die in den anderen belagerten Bastionen eingeschlossen waren, versuchten immer wieder, den Imperialen Palast zu erreichen, doch sie konnten den Belagerungsring nicht durchbrechen. Horus beobachtete all dies zuversichtlich vom Orbit aus, aber er wusste, dass imperiale Verstärkungen bereits auf dem Weg waren, und eine Entscheidung schnell fallen musste. Horus hatte alles für diesen Angriff gewagt, und nun musste er auch gelingen. Die Verluste waren astronomisch, und auf den Zufahrtswegen zum Düsteren Tor mussten die Leichen von Panzern weggeräumt werden, der Gestank von Verwesung und brennendem Fleisch verpestete die Luft, und die Fire Wasps duellierten sich mit Chaos-Titanen über die Mauern hinweg. Schritt für Schritt wurden die Verteidiger zurückgedrängt, aber die Mauern des Imperialen Palastes waren ein Labyrinth aus Gängen und Verteidigungsstellungen und schnell waren viele Zugänge von toten Körpern verstopft. Horus sah, dass zu langsam vorwärts kamen und befahl den Chaos-Titanen der Death's Heads, ganze Sektionen der Mauer niederzureissen. Durch diese Lücken konnten die Rebellen, ihnen voran Angron und seine World Eaters, endlich tiefer in die Palastanlagen vordringen.36 S.370

Dämonenprimarch Fulgrim war dieses vor und zurück überdrüßig geworden, er zog seine Emperor's Children ab und suchte sich leichtere Zeile, damit brachte er eine Orgie der Zerstörung über Terra.36 S.370

Währenddessen hatte Jaghatai Khan seine Taktik geändert, da er keinen Sinn in der Verschwendung von Menschenleben gegen die Hauptmacht der Rebellen sah: In einem Blitzangriff, der von seinen White Scars angeführt wurde, und der die Reste der 1. Panzerdivision und der überlebenden Einheiten der Imperialen Armee beinhaltete, gelang es, den Raumhafen Löwentor zurückzuerobern und gegen alle Gegenangriffe zu halten. Mit einem Schlag war so der Nachschub der Verräter halbiert worden. Von diesem Beispiel inspiriert, versuchten die Loyalisten auch Wall der Ewigkeit zurückzuerobern, aber hier waren die Verräter vorgewarnt und der Angriff misslang.36 S.370

An der Porta Ultima

Beide Seiten kämpften mit äußerster Entschlossenheit, in den Inneren Gärten tobte ein Stellungskrieg in hastig ausgehobenen Gräben, und alle wussten, dass das Ende nicht mehr fern war. Sanguinus musste sich in den Inneren Palast zurückziehen, und tötete in einem titanischen Kampf den mächtigen Blutdämon Ka'bandha an der Porta Ultima, während die letzten Verwundeten in Sicherheit gebracht wurden.36 S.371

Die große Himmelsfestung brachte Rogal Dorn und seine Imperial Fists in den Inneren Palast, und nachdem diese dort gelandet waren, flog sie eilends ab, um auch noch die White Scars zu holen. Bei diesem Versuch wurde sie allerdings von den Death's Heads abgeschossen, und in einem letzten Racheakt steuerte ihr Kommandant sie noch in das Zentrum der Chaoshorde, wo sie einen drei Kilometer durchmessenden Krater hinterließ. Die Verteidiger im Inneren Palast wussten, dass sie nun abgeschnitten waren.36 S.372 Das Ende der Belagerung hatte begonnen, und mehr und mehr Truppen und Ausrüstung erreichten die Wälle des Inneren Palast. Horus selbst bereitete sich darauf vor, auf die Oberfläche zu teleportieren und den letzen Angriff höchstpersönlich zu führen. Doch da erreichte ihn die Nachricht, die er so lange insgeheim gefürchtet hatte: eine Flotte der Loyalisten der Space Wolves und der Dark Angels unter Leman Russ und Lion El'Jonson war nur noch Stunden von Terra entfernt. Selbst unter seiner Führung würde es noch Tage dauern, in den Inneren Palast einzudringen, was mit zwei frischen, rachedurstigen Legionen im Rücken ein Ding der Unmöglichkeit wäre.36 S.377

Zur gleichen Zeit präsentierte Malcador dem Imperator acht Space Marines, die den Grundstein der Grey Knights bilden sollten und vier Menschen, die Begründer der Inquisition.36 S.375

Duell des Imperators mit Horus

Horus hatte eine letzte Chance: er ließ alle Kommunikationswege blockieren und nutzte seine beträchtlichen psionischen Kräfte, so dass der Imperator keine Informationen über die nahenden Verstärkungen erhalten konnte, und dann ließ er die Schutzschilde seines Flaggschiffes herunterfahren.36 S.377 Diese persönliche Herausforderung konnte der Imperator nicht ignorieren, und am 55. Tag der Belagerung begannen die Verteidiger des Inneren Palastes bereits zusammenzubrechen. Der Imperator wusste, dass dies der entscheidende Moment sein würde, und seine Kräfte hatten ihn nicht über diesen Zeitpunkt in die Zukunft sehen lassen können. Es spielte keine Rolle, ob es ein Versehen, Übermut oder eine Falle von Horus war, der Imperator ergriff die sich bietende Chance.36 S.388 Malcador nahm den Platz des Imperators auf dem Goldenen Thron ein, damit sich dieser Horus stellen konnte. Teile des Adeptus Custodes, der Imperial Fists mit Rogal Dorn und der Blood Angels unter Sanguinus, teleportieren sich auf die Vengeful Spirit.36 S.388 Vermutlich nutzte Horus Hexerei, um die Angreifer beim Teleportieren auseinander zu bringen, und der Imperator und einige wenige Marines waren alleine. Sanguinus war direkt in Horus’ Thronraum teleportiert worden, und der Verräter versuchte, ihn zum Chaos zu verführen, um ihn und seine Blood Angels gegen die heraneilenden Space Wolves und Dark Angels einsetzen zu können. Sanguinus jedoch weigerte sich, und Horus erwürgte ihn. Der geflügelte Primarch hatte in seinem geschwächten Zustand keine Chance, obwohl er den Kriegsherrn verwunden konnte.36 S.392

Der Imperator trifft auf Horus

Als der Imperator Horus und den leblosen Körper von Sanguinus endlich fand, begann ein titanischer Kampf, in dem die Chaosgötter Horus mit mehr und mehr Energie speisten und es so schien, als ob der Imperator nicht gewinnen könnte. Irgendetwas hielt den Imperator davon ab, all seine Macht gegen Horus einzusetzen, und Horus verwundete ihn aufs schwerste.36 S.393 Die Auseinandersetzung tobte jedoch nicht nur im materiellen Universum, sondern auch im Warp, als der Imperator alle seine Kräfte fokussierte und die Kräfte des Chaos aus der Seele des Kriegsherrn trieb. Zum ersten Mal erkannte Horus, was er getan hatte, und er brach zusammen. Der Imperator jedoch fühlte, wie seine Lebensenergie schwand, und er konnte nicht erlauben, dass Horus wieder in die Fänge seiner dunklen Meister fallen würde, und er vernichtete Horus vollständig.36 S.394

Als wenig später Rogal Dorn im Thronraum eintraf, fand er den sterbenden Imperator neben der zerstörten Hülle in der Rüstung von Horus vor und teleportierte sich mit ihm nach Terra.36 S.399

Rogal Dorn und Jaghatai Khan transportierten den Körper des Imperators zum Goldenen Thron, ein Techpriester entfernte den Körper Malcadors und der Imperator wurde eingebettet.36 S.399

"Dorn and Jaghatai, you have much work to do. Though the head of the serpent has been destroyed, its coils still choke the safety of mankind. You and your loyal brothers must fight on. Cleanse the taint of treachery from our stars. Never again must we allow the Ruinous Powers of Chaos to have such chance."
Die letzten Worte des Imperators36 S.399


Auf Terra erhielten alle Blood Angels gleichzeitg eine Vision vom Tod ihres Primarchen. Ihre tiefe Wut verzerrte sie und sie entliessen ihre gesamte Wut an der Armee des Warmasters.36 S.400 Auf Terra fühlten alle die Erschütterungen, die der Tod von Horus auslöste, und die Dämonen begannen, sich aufzulösen. Die Verräterprimarchen waren geschockt, und durch die zusammenbrechende Kommunikationsblockade sickerten die ersten Meldungen über das Eintreffen der Space Wolves und Dark Angels. Die Rebellenstreitkräfte brachen zusammen, und zogen sich in vollkommenem Durcheinander zurück, um der Rache der Loyalisten zu entgehen.36 S.400 Angron, Fulgrim, Magnus der Rote und Mortarion zogen sich mit ihren Legionen in ihre Schiffe zurück und überließen die Chaoshorden ihrem Schicksal. Die Schlacht um Terra war vorbei, und sie mussten in Schande fliehen.36 S.400 Die Sons of Horus waren die ersten, die flohen, und sich ihren Weg zu ihren Landungsschiffen freikämpften. An Bord von Horus’ Flaggschiff eroberten sie unter dem Captain der 1. Kompanie Abaddon den Thronraum und die Leiche von Horus zurück und zogen sich in den Warp zurück.36 S.400

Es mussten noch viele Welten von Chaos und Rebellion befreit werden. Die Horus Häresie war endgültig gescheitert, und die Verräterlegionen mussten sich im Wirbel des Chaos vor der Rache der Loyalisten verstecken.36 S.404

Nachwehen

Nachdem die Rebellen zu Verrätern am Imperator und an der Menschheit erklärt worden und die Verräterlegionen in den Wirbel des Chaos verbannt worden waren, entschied der Imperator, dass alle Aufzeichnungen über die Verräter aus den Archiven gelöscht werden sollten. Alle ihre Anhänger und Unterstützer wurden in kaum raumtüchtigen Raumschiffwracks ebenfalls in den Wirbel des Chaos gejagt.1Quelle?

Als die Nachricht der Rebellen-Niederlage allgemein verbreitet wurde, flammten überall in der Galaxis die Kämpfe erneut auf, als die Loyalisten die Rebellen vor sich her trieben. Nicht viel besser war das Schicksal der zahlreichen Einheiten der Imperialen Garde und der Imperialen Flotte, die sich für keine der beiden Parteien entschieden und sich abwartend verhalten hatten: Die Loyalisten verheizten diese Einheiten nun bevorzugt bei blutigen Angriffen auf starke feindliche Stellungen und die geschlagenen, auf dem Rückzug befindlichen Rebellen fielen ohnehin über alles und jeden in ihrer Reichweite her.1Quelle?

Alle Rebellen, die dazu in der Lage waren, flohen zum Wirbel des Chaos, allerdings fielen die meisten von ihnen dort rasch den Chaoskultisten zum Opfer.1Quelle?

Insgesamt dauerten die Kämpfe noch sieben Jahre, bis die letzten Rebelleneinheiten vernichtet oder verbannt worden waren.1Quelle?

Jene der loyalen Legionen, die beinahe ausgelöscht worden waren, wurden langsam wieder aufgebaut und die rebellischen Systeme wie beispielsweise Davin und Istvaan wurden gereinigt und stehen seitdem unter dem Schutz der Inquisition.1Quelle?

Rache

Die Verräter führten den Krieg im Wirbel des Chaos fort, als sie gegen Chaoskultisten, Dämonen und gegeneinander um Ressourcen und Planeten kämpften, ein ewiger Kampf, der bis heute ununterbrochen andauert.42 K.7

Doch immer wieder schafft es auch eine Einzelperson, meist ein Dämonenprimarch oder ein mächtiger Chaos Space Marine, einen sogenannten Schwarzen Kreuzzug zu sammeln, der dann in das Imperium einfällt, um Rache für die Niederlage im Großen Bruderkrieg zu nehmen. Diese Feldzüge gehören zu den größten Bedrohungen, denen sich das Imperium gegenübersieht.42 K.7

Geschichte aus Sicht der Chaosanhänger

Black Legion

Unter den Mitgliedern der Black Legion sind die Gründe und der Hergang des Großen Bruderkriegs anders überliefert. Ihre Version der Geschichte lautet etwa so :5 K.7

In der Frühzeit des Imperiums war der Imperator noch bei Bewußtsein und vollen Kräften, und die Primarchen waren lebendig, um ihre Bestimmung zu erfüllen. Diese Bestimmung bestand darin, die ganze Galaxis in Besitz zu nehmen. Diese Primarchen waren so perfekt gewesen, dass ihr genetisches Material schon am Vorabend ihrer Erschaffung zur Erschaffung der zwanzig ursprünglichen Space Marine Legionen gedient hatte. Die Primarchen wurden über die ganze Galaxis verstreut. Niemand weiß mehr ob sie vom Chaos entführt oder vom Imperator fortgeschickt wurden, um sich zu beweisen und zu lernen. An der Spitze seiner Astartes-Legionen eroberte der Imperator die Galaxis und fand dabei die Primarchen wieder. Sie wurden mit ihren Legionen wiedervereint und eroberten die Raumgebiete, die heute den Kern des Imperiums bilden.
Der größte der Primarchen war Horus, der Primarch der Lunar Wolves. Es gab nichts, was die Lunar Wolves nicht erreichen konnten. Als der Imperator Horus als den größten Kriegsherrn des Imperiums anerkannte, wurden aus den Lunar Wolves die Sons of Horus. Je länger der Kreuzzug andauerte, desto klarer wurden Horus die Arroganz und Tyrannei des Imperators. Er tat das was er tat nicht für die Menschheit, sondern für sich: Er wollte die Gewissheit, dass die gesamte menschliche Rasse unter seiner Herrschaft lebte und starb. Die absolute Macht hatte ihn korrumpiert und nicht einmal Horus konnte ihn in seinem Glauben schwankend machen, dass Er der Herr der Menschheit war.
Horus begriff, dass die Bestimmung der Menschheit jenseits der Sterne lag, im ungezähmten Warp. Dort lebten Wesenheiten die wahrhaftig Anbetung verdienten: die Chaosgötter, die wollten, dass die Menschheit sich ihrer Körper entledigte und zu reinen erleuchteten Geistern werden würde. Der Imperator zürnte Horus, weil er so leichtfertig seine Dienste verließ und Horus war gezwungen, die Kräfte des Chaos um Hilfe anzurufen.
In den folgenden sieben Jahren spaltete eine Rebellion die Galaxis und Horus führte seine Streitkräfte bis an die Mauern des imperialen Palastes. Die Hälfte der Legionen des Adeptus Astartes marschierten an seiner Seite, da er die Primarchen von seiner Sache überzeugt hatte. Die andere Hälfte blieb an der Seite des Imperators, das Wissen fürchtend, das Horus über die Galaxis bringen könnte. Zu den größten der Sons of Horus gehörte Ezekyle Abaddon, die rechte Hand von Horus. Er erlebte selbst mit, wie der Imperator und der Primarch Sanguinius Horus auf seinem Flaggschiff auflauerten. Horus tötete sie beide, doch das Schwert des Imperators fügte auch ihm eine schwere Wunde zu. Mit seinem letzten Atemzug befahl er Abaddon die Sons of Horus am Leben zu erhalten und nicht sinnlos an den Mauern des Palastes zu opfern. Also zog Abaddon sich mit der Legion zurück, wobei er den rachsüchtigen Legionen des Imperiums meisterhaft auswich. Er suchte Zuflucht im Wirbel des Chaos.
Nachdem Horus tot war, verschworen sich die Legionen des Imperiums, die Menschheit zu täuschen und sie glauben zu machen, der Imperator wäre noch am Leben, ein lebendiger Gott, der nun einen Leichnam bewohnte. Die Sons of Horus benannten sich in Black Legion um, ein Ausdruck ewiger Trauer um Horus. In der Zwischenzeit versank das Imperium in Korruption und Wertlosigkeit. Seine Bevölkerung geriet in Sklaverei und wurde gezwungen, einen lange toten Verräter als Gott zu verehren, einen Gott dessen Institutionen sich der Auslöschung der Wahrheit verschrieben.

Anmerkung

Der Originaltext ist episch formuliert und in einer blumigen, emotionalen Sprache verfasst. Er enthält zahlreiche Lobpreisungen auf den Imperator, die Primarchen und die Astartes im Allgemeinen, sowie auf Horus und die Sons of Horus im Speziellen. Die positiven Darstellungen des Imperators und seiner Getreuen gehen in Verbitterung über ihre Ignoranz und Niederträchtigkeit über.

Zusätzliche Informationen

Schlachtenschema vom Orbit aus

Hier eine Übersichtskarte (aus dem Spiel Horus Heresy mit Legende des Hauptkampfgebietes auf Terra):

Anm.: Einer Abbildung aus dem Regelbuch der 3. Edition nach erstreckt sich der Imperiale Palast über ganz Europa, was die Größenverhältnisse auf der Karte stark relativieren würde.

Quellen

vormalig benutzte, aber unbestätigte, Quellen: