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Corvus Corax

Aus Warhammer 40k - Lexicanum
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Corvus Corax war der Primarch der Raven Guard.7 DP

Allgemeines

Corax5

Corvus Corax ist der Primarch der Raven Guard. Er wird als groß und schlank, mit einem adlerähnlichen Gesicht beschrieben. Er trug eine Rüstung in den Farben seiner Legion, wobei die Ränder der Schulterpanzer aus Elfenbein bestanden, in der Schlacht benutze er ein Sprungmodul das mit gewaltigen, schwarzen, Schwingen verziert war und seine Energieklauen.4 K.23 Er zeichnete sich durch großes taktisches Geschick und Flexibilität aus. Obwohl er selbst auch einige wenige Gräueltaten begangen hatte, hatte er sie nur um den eines großen ganzen besseren Ganzen begangen. Corax hatte eine Abneigung gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit.1Quelle?

Corvus Corax besitzt das Talent, unsichtbar zu werden. (Details sind nicht bekannt.) Das funktioniert auch im Kampf und mit Servorüstung. Schüsse, die ihn in diesem Zustand treffen, scheinen mitten in der Luft zu explodieren.5 K.7,K.18 Während der Kämpfe zur Befreiung Lycaeus' spionierte er beispielsweise sogar unsichtbar die Besprechungen der Wachmannschaften aus.5 K.7 Während des Angriffs auf Narsis, während der Horus Häresie, tötete er unsichtbar und nahezu ohne Gegenwehr mehrere Trupps Emperor's Children.5 K.18
Er kann auch verhindern, dass Worte, die er spricht, von anderen gehört werden.9 K.4

Corax besaß auch das Talent, aus nächster Nähe Korruption durch das Chaos an einer Person wahrnehmen zu können. Für ihn war es wie ein besonderer Gestank.5 K.10

Nach dem Landungsplatzmassaker wurde er sehr nachdenklich. Beispielsweise begann er, über sich und Konrad Curze nachzudenken. Sie beide waren in ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen, aber während Corax im Gefängnis von den anderen Gefangenen eine Ausbildung und Erziehung erhalten hatte, war Curze allein aufgewachsen. Corax dachte darüber nach, dass er ohne diese Unterstützung vermutlich wie Curze geworden wäre.5 K.1

Fähigkeiten

Corax besaß große taktisches Geschick und zeichnete sich durch seine Flexibilität aus. Er konnte jedes imperiale Fahrzeug schon weit entfernt an seinem Geräuschen erkennen, kannte diese sogar besser als Adepten des Mechanicums.1 Außerdem konnte andere dazu bringen ihn nicht wahrzunehmen. Er konnte nicht unsichtbar werden, aber er wurde einfach nicht wahrgenommen wenn er das wollte. Das ging so weit, das sogar Scanner und Alarmmeldungen als fehlerhaft ignoriert wurden.1Quelle?

Geschichte

Entdeckung

Von der frühen Geschichte des Primarchen der Raven Guard ist nur sehr wenig mit Sicherheit bekannt. Sogar die Legenden der Raven Guard selbst sind nur vage, wenn es um den bleichen Jungen geht, der auf dem mineralreichen, aber dennoch kargen Mond Lycaeus aufwuchs. Dieser Mond umkreiste Kiavahr, einen technologisch sehr weit fortgeschrittenen Planeten, dessen Oberfläche von gewaltigen Fertigungshallen und riesigen Fabrikkathedralen überzogen war. Lycaeus besaß gewaltige Mineralienvorkommen und wurde von Menschen bewohnt, die vom Planeten verbannt worden waren und unter groben Kuppeln lebten, die sie vor dem Vakuum des Alls beschützten.Quelle?

Die herrschenden Tech-Gilden von Kiavahr nutzten die Minen auf Lycaeus als billige Möglichkeit, ihre schlimmsten Kriminellen und diejenigen, die ihre Produktionsraten nicht einhalten konnten abzuschieben. Schwer bewaffnete Aufseher beherrschten den Mond von einer dunklen Bergspitze aus, die über die Minenanlagen hinausragte. Es kam einer Todesstrafe gleich, nach Lycaeus verbannt zu werden. Uralte, vergilbte Texte im Librarium der Raven Guard erzählen, dass die Bewohner von Lycaeus schon lange die Sklaven Kiavahrs waren und unter grausamen Bedingungen in den schwer bewachten Minen schufteten. Viele Arbeiter kamen bei Unfällen ums Leben und die verschmutzte Atmosphäre ließ viele ihrer Kinder schwer erkranken. Wer einmal zu einem Leben in den Minen verdammt war konnte nie mehr entkommen.Quelle?

Die Sklaven beteten zum Imperator, ihnen einen Erretter zu senden. Der Retter kam in Gestalt eines Kindes, dessen Haut so weiß war wie Schnee. Viele Geschichten ranken sich um die Entdeckung von Corax, und die Wahrheit wird niemals vollständig ans Licht kommen. Eine Geschichte berichtet vom Einsturz einer Höhle, der hunderte Sklaven das Leben kostete, die unter einem Gletscher geschürft hatten, doch gleichzeitig eine Kammer freilegte, in der sich der junge Primarch befand. Ein andere spricht von einem feurigen Kometen, der auf einem großen Eisenberg zerbarst, und aus dessen Trümmern ein in goldenes Licht getauchter Jüngling trat. In einer weiteren Geschichte ist von einem sterbenden, gewaltigen Krieger die Rede, der den Sklaven das Kind überbrachte und sie anflehte, das Kind vor den Dunklen zu beschützen.Quelle? Wie der Primarch auch zu ihnen kam, die Sklaven nahmen den weißhäutigen Jungen mit dem tiefschwarzen Haar auf und nannten ihn Corax - den Erlöser.5 K.9,K.12

Kindheit & Jugend

Sie versteckten das Kind vor ihren Wächtern und zogen ihn als einen der ihren auf. Nach nur wenigen Jahren, als sein beschleunigtes Wachstum deutlich wurde, frohlockten die Sklaven, denn sie sahen dies als ein Zeichen der Gnade des Imperators. Sie lehrten den Primarchen alle Arten von Fertigkeiten und die Herkunft der Sklaven sorgte dafür, dass Corax ein profundes Wissen in Stadtkriegführung, Sabotage, Explosivstoffen und Kampffertigkeiten erwarb. Sie brachten ihm alle Dinge bei, von denen sie meinten, dass ein Anführer sie beherrschen sollte, und Corax lernte erstaunlich schnell, denn seine Stärke, sein scharfer Intellekt und seine verschlossene Art machten ihn zu einem schnellen und wissbegierigen Schüler. Schon in jungen Jahren wurde Corax erzählt, dass es seine Berufung sei, die Menschen von Lycaeus zu retten, und während die Jahre verstrichen begann er die Saat zu säen, die ihnen die Freiheit bringen würde. Aufgrund der begrenzten Ressourcen der Sklaven konnten nur sehr grobschlächtige Waffen gefertigt werden, und große Mengen dieser Waffen wurden in geheimen Kammern an wichtigen strategischen Punkten in den Minen versteckt. Corax organisierte die Sklaven in Sturmtrupps, stellte fähige Anführer auf und hämmerte ihnen ihre jeweiligen Aufgaben ein. Er begann außerdem mit psychologischer Kriegsführung gegen die Wachen, indem er regelmäßig Streiks organisierte und Aufstände vorspielte, welche die Ressourcen der Garnison aufzehrten und die Moral der Wachen untergruben. Die Ereignisse waren so choreographiert, dass sie wie ein langsamer Aufbau von Unzufriedenheit wirkten, und bald war Lycaeus ein Pulverfass, das nur darauf wartete, zu explodieren.Quelle?

Die Reifeprobe

Als die richtige Zeit kam schlugen Corax und seine trainierten Sklaventrupps zu. Gewaltige Bergwerksmaschinen rumpelten durch die Straßen und wichtige Sicherheitskontrollen. Sabotageteams, bewaffnet mit Felsbohrern und Laserschneidern gelang es, Energieleitungen, Kommunikationsnetze und Lebenserhaltungssysteme an vielen Stützpunkten ihrer Feinde zu kappen. Eine Kuppel, in der ein großer Teil des Militärs von Lycaeus stationiert war wurde vollständig abgeschnitten, was die Bewohner dem Vakuum des Alls überließ. Corax und eine kleine Gruppe seiner besten Kämpfer griffen den festungsartigen Turm ihrer Aufseher an und nahmen ihn in nur einer Nacht ein. Dabei nutzte Corax seine Fähigkeit, dass er andere dazu bringen konnte ihn nicht wahrzunehmen.1Quelle?

Nach Jahrhunderten des Missbrauchs gab es keine Gnade für diejenigen, welche die Sklaven in Ketten gehalten hatten, und jeder gefangene Feind wurde exekutiert.Quelle?

Die Tech-Gilden von Kiavahr waren geschockt über den Fall von Lycaeus und entsandten sofort Truppen, um die Rebellion niederzuschlagen. Der Krieg war kurz und brutal. Das Gravitationsfeld des Planeten nutzend konnten Corax' Truppen den Planeten von Lycaeus aus mit Frachtcontainern bombardieren, in die sie grobschlächtige atomare Sprengsätze eingebaut hatten, und so große Teile von Kiavahrs Industrielandschaft in Schutt und Asche legen. Als schließlich die Truppen von Kiavahr auf dem Mond landeten, um die Aufständischen niederzuwerfen empfing sie Corax mit ausgewählten Kriegern. Der schwarzhaarige Primarch plante und kämpfte so gerissen, dass er seine Feinde bei jedem Kampf besiegte, mit chirurgischer Präzision die Kommandostruktur der Truppen von Kiavahr lahm legte, Nachschublinien unterbrach und sie in die Defensive zwang. Schließlich war Corax siegreich und die Truppen von Kiavahr zogen sich zurück, als ihre Wirtschaft ohne die Mineralien von Lycaeus zusammenbrach. Kiavahr verfiel in Anarchie, als die verschiedenen Fraktionen der Tech-Gilde um die noch auf dem Planeten verbliebenen Rohstoffe kämpften. Die Feiern auf Lycaeus dauerten Tage und die ehemaligen Sklaven benannten den Mond in Gedenken an ihren Sieg in Deliverance um. Die vollständigste Aufzeichnung des Großen Kreuzzuges, das Speculum Historiale, hat nur wenig über Corax' Wiedervereinigung mit dem Imperator der Menschheit zu sagen. Bekannt ist, dass der Imperator Corax fragte, ob er ihn erkennen würde, was Corax bejahte. Der Imperator bemerkte daraufhin: ,,Interessant".1Quelle?

Es bleibt den Scriptoren der Raven Guard überlassen, die kompletten Aufzeichnungen über dieses bedeutsame Ereignis zu bewahren, und wie immer ist ein Großteil der Wahrheit von Mysterien umschleiert.Quelle?

Ankunft des Imperators

Es heißt, der Imperator sei während den Siegesfeiern auf Deliverance erschienen, und dass Corax bereits auf ihn gewartet habe, neugierg darauf, wer der Fremde war, der alleine auf seiner Welt gelandet war. Der Imperator sprach einen Tag und eine Nacht lang mit Corax, aber was sie besprachen ist nicht bekannt. Bei Sonnenaufgang akzeptierte Corax den Befehl über die Space Marine Legion der Raven Guard und nahm seinen Platz an der Seite des Imperators ein. Eine Bedingung seiner Annahme war es, dass der Imperator ihm dabei helfen solle, den Frieden auf Kiavahr wiederherzustellen. Frieden durch Waffengewalt, aber nichtsdestotrotz Frieden. Noch taumelnd unter der Niederlage auf Deliverance und nicht in der Lage, eine zusammenhängende Streitmacht gegen die Raven Guard aufzubieten wurde die Macht der Tech-Gilde gebrochen und das Adeptus Ministorum nahm den nun frei gewordenen Platz ein. Bald wurde die Produktion auf Deliverance wieder aufgenommen, unter deutlich verbesserten Bedingungen, und die Welt Kiavahr wurde unter der Anleitung des Imperiums neu aufgebaut.Quelle? Voraussetzung für die Übergabe an das Mechanicum, war jedoch die Zusicherung an Corax, dass zukünftig einmal im Jahr der Deliverance Day gefeiert werden würde.7 K.8

Der Große Kreuzzug

Der dunkle Turm, der einst die Unterdrücker beherbergt hatte wurde die Festung der Raven Guard und erhielt den Namen Rabenhorst. Während des Großen Kreuzzuges führte Corax die Raven Guard zu einigen der bemerkenswertesten Siege in dieser turbulenten Zeit. Er hatte das Training, das er auf Deliverance erhalten hatte nicht vergessen, und sein Talent für Sabotage und präzise Planung wurde während des Kreuzzugs des Imperators gut genutzt. Planeten, die als uneinnehmbar galten fielen durch Corax' List und die schnellen, tödlichen Aktionen der Raven Guard. Morde, verdeckte Operationen hinter den feindlichen Linien und Sabotage wurden zum Markenzeichen der Legion, und ihre Fähigkeiten in diesen Bereichen sind nach wie vor unübertroffen. Corax war ein Meister darin, die Machtstrukturen eines Planeten zu analysieren und exakt genug militärischen Druck auszuüben, um die Anführer zu stürzen oder das Militär auszuschalten. Die ganze Macht der Raven Guard wurde selten benötigt, wenn es aber so war zögerte Corax nicht, jeden seiner Krieger in die Schlacht zu werfen. Corax' Legion verdiente sich einen so Furcht erregenden Ruf, dass Kriegsherr Horus oft ihre Hilfe in Feldzügen anforderte und es heißt, dass es der Raven Guard zu verdanken sei, dass Horus so viele Siege erringen konnte.Quelle?

Corax geriet einmal in Streit mit Horus, weil dieser mehrmals der Raven Guard die Drecksarbeit überließ und dann selbst den finalen Angriff führte und damit den Sieg beanspruchte. Corax schlug deswegen einmal Horus.7 K.7 Die beiden Primarchen trafen nie wieder aufeinander, und als der Große Bruderkrieg die Galaxis zu zerreißen drohte, kämpfte die Raven Guard an der Seite der Iron Hands und der Salamanders.Quelle?

Corax unterhielt während des Kreuzzuges eine Leibwache, die Shadow Wardens, unter dem Kommando von Commander Gherith Arendi.7 K.3

Der Primarch beabsichtigte von seiner Position als Anführer der Raven Guard zurückzutreten, doch machte Horus' Verrat diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Dennoch glaubte Corax an eine Zeit, in der er zurücktreten würde.7 K.2

Der Große Bruderkrieg

Diesen drei Legionen der Raven Guard, Iron Hands und Salamanders wurde befohlen, Horus' Hauptquartier auf dem Planeten Istvaan V anzugreifen und zu vernichten. Vier weitere Legionen würden ihnen folgen, bereit, die Landung zu unterstützen und die Invasion zu verstärken. Horus mochte sich vom Imperator abgewandt haben, aber er hatte nichts von seiner Schläue verloren, die ihm den Titel des Kriegsherrn eingebracht hatte. Die loyalen Legionen wurden bei ihrer ersten Landung übel zugerichtet und erlitten schwere Verluste. Die Stellungen der Verräter waren sehr gut befestigt und nach langen, brutalen Feuergefechten wurden die loyalen Legionen gezwungen zurückzufallen und sich mit den unterstützenden Legionen zu vereinen. Die Landezone war von den Iron Warriors befestigt worden. Als die sich zurückziehenden Truppen diese Befestigungen erreichten wurden sie von ihren vorgeblichen Alliierten mit einem Feuerhagel empfangen. Die Legionen auf dem Planeten wussten nicht, dass Horus vier der sieben Legionen, die gegen ihn entsandt worden waren, korrumpiert hatte. Gefangen zwischen dem Feind, den sie bereits bekämpften und einem Überraschungsangriff von hinten wurden die loyalen Legionen zerschlagen, und nur eine Hand voll Space Marines konnte aus Horus' Falle entkommen und dem Imperator von diesem groß angelegten Verrat berichten.Quelle?

Während des Ausbruchs nach dem Landungsplatzmassaker befahl er seine Shadow Wardens von sich weg, während er sich allein auf die Suche nach Lorgar machte.7 K.3 Es gelang ihm beinahe den Verräter Lorgar zu töten, allerdings griff Night Haunter im letzten Moment ein und verhinderte den Todesstoß.3Quelle?

Auf der Flucht aus dem Istvaan-System übernahm Corax den Schlachtkreuzer Avenger von Branne Nev als sein Flaggschiff, der letze Schlachtkreuzer der gesamten Legion.7 K.1

Da seine Legion zerschlagen war erhielt Corax den Auftrag, nach Deliverance zurückzukehren und sie so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Es war eine sorgenvolle Zeit für den Primarchen der Raven Guard; das Imperium stand am Rande des Zusammenbruchs und brauchte dringend mutige Krieger, aber er hatte keine zur Verfügung.Quelle? Diese verzweifelte Situation verlangte nach verzweifelten Maßnahmen, und Corax schloss sich im Scriptorium des Rabenhorsts ein, um über Büchern mit vergessenem Wissen zu brüten und nach einer Lösung zu suchen. Seine Nachforschungen führten ihn zurück zu den frühesten Tagen der genetischen Manipulation, als eine beschleunigte Zygotenernte eingesetzt wurde um die ersten verbesserten Krieger zu schaffen, mit denen der Imperator vor langer Zeit Terra befriedet hatte. Corax erkannte, dass dieser Prozess modifiziert werden konnte, um ausgewachsene Space Marines mit erstaunlicher Geschwindigkeit zu erschaffen. Doch die uralten Bücher warnten ihn auch vor schrecklichen Gefahren und den grauenhaften Monstern, die dabei entstehen konnten. Obwohl er wusste, dass er die Vernichtung seiner Legion riskierte befahl er den Apothecarii zögernd, den Prozess in die Wege zu leiten. Von den ersten Kreationen der Apothecarii ist nichts mit Sicherheit bekannt. Die Aufzeichnungen der Raven Guard wurden mit Eiden und Siegeln von unaussprechlicher Macht verschlossen und kein Mitglied des Ordens oder seiner Nachfolger spricht über diese verfluchten Tage. Berichte aus anderen Quellen sind selten und unzuverlässig, da die Raven Guard zu dieser Zeit die anderen Legionen mied und lieber allein und ungesehen kämpfte. Eine fragwürdige Geschichte wird von den Runenpriestern der Space Wolves erzählt, die so genannte "Saga von den Werbestien", die von Monstern berichtet, die sabbernd und beinahe wahnsinnig vor Blutdurst von den Brüdern der Raven Guard in die Schlacht getrieben wurden. Vielleicht machte die Erfahrung der Space Wolves mit dem Fluch der Wulfen sie empfindsamer für die Leiden der Raven Guard, da sie niemals die Verwendung solch verbotener Technologie meldeten. Nur eine von zehn dieser Kreaturen konnte einen Bolter halten und selbst unter diesen gab es vielleicht einen von Hundert, dessen genetische Struktur stabil genug war, um zu einem vollwertigen Space Marine zu werden.Quelle?
Corax machte sich stets Vorwürfe wegen der fehlgeschlagenen Genexperimente auf Deliverance und den daraus hervorgegangenen entstellten Raptors.7 K.1

Unter dem Kommando des Primarchen führte die Legion über mehrere Systeme verteilt einen Guerillakrieg gegen die Verräter.7 K.1 Während dieser Zeit wurden auf Corax' Wunsch hin, Kiavahr und Deliverance durch Captain Noriz und seine Kompanie aus Imperial Fists etwa ein Jahr lang befestigt.7 K.1

Bei der Befreiung von Constanix von Streitkräften der Word Bearers und Dunklem Mechanicus kämpfte Corax gegen den Hexer Azor Nathrakin. Dieser behauptete, der Imperator hätte die Primarchen mit Hilfe des Chaos erschaffen. Corax glaubte ihm nicht, aber er bekam Zweifel.8 K.6

Corax rief seine Kommandeure zusammen und verkündete, mit ihnen zu der vor kurzem befreiten Welt Scarato zu fliegen, von der aus eine Nachricht ins All geschickt werden sollte, um versprengte Loyalistengruppen zu sammeln.7 K.1 Auf dem Planeten schaffte er es, seine etwa 4.000 Raven Guard mit 312 weiteren zu verstärken. Um eine Unterwanderung wie auf Deliverance zu verhindern, befahl er das Aufbrechen existierender Formationen und die Rotation von Kommandeursposten.7 K.2 Auf Scarato verkündete er die neue Doktrin seiner Legion, von nun an sollten kleine Trupps oder einzelne Marines auf besetzten Welten der Verräter eindringen und dort Rebellionen anzetteln, um deren Nachschub zu unterbrechen. Den Angehörigen der anderen Legionen bot er die Teilnahme am Kampf um Carandiru an, um dort die Kriegsführung der Raven Guard zu erlernen.7 K.5 Auf dem Weg dorthin führte er seine Truppen im Angriff auf Kapel-5642A.7 K.7 Auf Carandiru begleitete Corax seine Hauptstreitmacht beim Angriff und trennte sich dann von ihr. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung gegen die ersten Gegenangriffe der Verräter zu verteidigen. Nachdem er einen Mastodon ausgeschaltet hatte, identifizierte er anhand dessen Kommunikationspanele, denn möglichen Aufenthaltsort des planetaren Kommandeurs und brach dorthin auf.7 K.10 Beim Angriff auf diesen Ort stand der Primarch plötzlich fünf von Fabius Gallus' New Man gegenüber, bewaffnet mit Plasmawaffen, Boltern, Klingen, Energiefäusten und ihm unbekannten Waffen. Eine Schuss aus einer diesen Waffen traf seinen linken Arm, machte ihn taub und deaktivierte Teile seiner Rüstung. Zwei Bolterschüsse, psionisch verstärkt, durchschlugen sein rechtes Bein und seine Schulter. Zwei weitere Schüsse gingen daneben, doch ein Kettenschwert erwischte seinen linken Arm. Danach erwischte Corax ein Terata mit Schlägen gegen den Helm. Es gelang dem Primarchen zwei Angreifer zu töten, bevor ein weiterer Energieschuss seine Rüstung gänzlich lahmlegte. Am bodenliegend wurde ein Schuss in seine Schulter abgegeben. Dann erschien der Kommandeur vor ihm, der ehemalige Raven Guard Nathian, der sich nach seinem Zurücklassen auf Istvaan V Lorgar angeschlossen und ihn in diese Falle gelockt hatte. Vor Corax' Hinrichtung kamen dem Primarchen die ehemaligen Angehörigen der Shadow Wardens zu Hilfe. Mit vereinten Kräften gelang es ihnen Corax zu retten.7 K.14 Corax stellte Nathian persönlich und richtete ihn hin.7 K.15 Offene Kritik musste der Primarch von Branne Nev erfahren, als der Commander seine entstellten Raptors unter den Hauptgefängniskomplex in den Kampf gegen die New Man schicken musste.7 Epilog

Die Raven Guard operierte in der Folge in mehrere Einheiten aufgespalten, sammelte sich aber wieder als Horus' Streitkräfte dem Solsystem bedenklich nahe rückten.9 K.1,K.2 Ein Schiff der Iron Hands berichtete von einer großen Schlacht, die sich bei Beta-Garmon, direkt vor den Toren des Solsystems, zusammenbrauen würde. Während Corax überlegte, wie er die dortigen Verteidigeram Besten unterstützen konnte, ohne die Raven Guard in einer Massenschlacht zu verheizen, berichtete ein Schiff der Space Wolves, dass die Space Wolves-Legion bei Yarant III in der Falle saß und gegen eine Übermacht kämpfte.9 K.2,K.3
Während Corax in der Folge weiter nach einer Strategie suchte, geschahen mehrere wichtige Dinge: Navar Hef von den Raptoren gestand, dass er Space Wolves getötet hatte, weil diese die mutierten Raptoren gesehen hatten. Navar Hef hatte befürchtet, Leman Russ würde die Raven Guard als korrumpiert betrachten und angreifen, falls er davon erführe. Corax tadelte Hef dafür, stimmte der Argumentation aber zu. Er bekam dennoch Zweifel, ob die Raptoren wirklich so unverdorben seien, wie er annahm.9 K.3 Später in der Nacht kam Marcus Valerius zu ihm und berichtete ihm von den Visionen, die ihm der Imperator geschickt hatte, und die ihn dazu gebracht hatten, überhaupt Corax von Istvaan V zu retten. In einem Wutanfall jagte Corax ihn davon. Dann schloss er sich drei Tage alleine ein.9 K.3

Anschließend hatte er einen Nervenzusammenbruch. Dass die Primarchen vom Chaos verseucht waren, dass die von ihm erschaffenen Raptoren verdorben waren, dass er auf Istvaan V hatte sterben sollen und dass eine mysteriöse Macht Marcus Valerius manipuliert hatte, ihn zu retten... Das alles war zuviel für ihn. Er beschloss, sein Leben in Ordnung zu bringen und dann Selbstmord zu begehen.9 K.4
Nach Ablauf der drei Tage berief Corax eine Versammlung ein und verkündete seine Befehle. Sie waren zwar strategisch sinnvoll, aber es war deutlich, dass er jene in den Tod schickte, denen er nicht mehr vertraute. Nur die Mitglieder der Raven Guard verstanden, dass Corax das Prinzip der Langschatten anwandte. Die Bodentruppen der Therionischen Kohorte wurden zur Verstärkung der imperialen Verteidiger nach Beta-Garmon geschickt, wo sich inzwischen eine gewaltige Schlacht entwickelt hatte, die Truppen beider Seiten verschlang und zerstörte. Die Kriegsschiffe der Therionischen Kohorte würden bei der Raven Guard bleiben. Vize-Caesari Marcus Valerius akzeptierte das offenkundige Todesurteil ohne Protest. Die Raptoren mussten ihre Schusswaffen abgeben und wurden zu einer Nahkampfeinheit umdeklariert. Das war angeblich, weil sie für alle anderen Rollen auf dem Schlachtfeld inzwischen zahlenmäßig zu wenige waren und ihre Kampffähigkeiten immer weiter abnahmen. Branne Nev protestierte, Corax würde die Raptoren als unrettbare Fälle betrachten und opfern. Dieser kommentierte das nicht. Desweiteren wurden sämtliche Angehörige fremder Legionen nach Terra geschickt. Das betraf sowohl die Custodes unter Arcatus Vindix Centurio, die Imperial Fists unter Captain Noriz, als auch loyalistische Angehörige der Verräterlegionen. Den Scriptoren der Raven Guard wurde die Anwendung ihrer Fähigkeiten verboten, gemäß dem Edikt von Nikaea. Der oberste Scriptor Balsar Kurthuri sollte nach Terra reisen, um dort von Malcador das Urteil für den Verstoß zu erfahren. Die anderen beiden ehemaligen Scriptoren würden bei der Raven Guard bleiben, für den Fall, dass Malcador die Anwendung psionischer Fähigkeiten doch nicht verbot.9 K.3

Dann führte Corax seine Legion in die Schlacht von Yarant III. Während er einen genialen Angriff formuliert hatte, um die feindliche Flottenblockade um Yarant III zu durchbrechen, hatte er keine Strategie für einen Rückzug. Nachdem die Raven Guard sich zur Festung der Space Wolves durchgekämpft hatte, gestand Corax Leman Russ seine Gedanken: Die Primarchen wären ein Fehler, verdorben, unnatürlich, und das Universum würde ihren Tod wollen. Und sie würden diesen Tod verdienen. Corax würde nicht mehr gegen seinen Tod ankämpfen.9 K.4

Corax befahl den Space Wolves, vom Planeten abzuziehen, doch sie weigerten sich: Das Wergeld sei noch nicht bezahlt. Die Space Wolves hätten sich diese Feinde gemacht und sie könnten nicht einfach so abziehen. In der folgenden Schlacht kämpften Corax, die Edlen der Raptoren der Raven Guard und die Space Wolves gegen eine gewaltige Übermacht. Die Wilden der Raptoren warteten in Landungskapseln auf den Abschuss, während der Rest der Raven Guard im Orbit wartete: Corax wollte die Raptoren mit in den Tod nehmen. Ein sauberer Abschluss und ein ehrenhafter Tod als Krieger. Corax wütete während der Kämpfe unsichtbar unter den World Eaters und tötete mit Leichtigkeit Hundert von ihnen, aber diese waren so zahlreich und so von ihren Implantaten gefangen, dass sie das nicht einmal bemerkten. Als Artilleriebeschuss Corax zu Boden schleuderte, sah er durch den Rauch das Wappen der Sons of Horus und das löste etwas in ihm aus: Er sah das Wappen, das Auge Terras, das jetzt das Auge des Horus war. Das erfüllte ihn mit gewaltiger Abscheu, wie sie es hatten wagen können, sich gegen das Imperium zu wenden. Und das erinnerte ihn an seine Pflicht: Er hatte kein Recht, Selbstmord zu begehen. Das hier war sein Wergeld, die Vergeltung für seine Sünden: Zu kämpfen. Den Schmerz zu fühlen, zu überleben und zu kämpfen. Corax half Björn Wolfsklaue auf und schärfte ihm ein, sich daran zu erinnern, falls sie überleben, dass dies ein Krieg war, den die Legionen über die Menschheit gebracht hatten. Dann befahl er der Flotte der Raven Guard den Angriff. Diese begann mit einem präzisen Orbitalbombardement, während ihre Flieger die Frontlinie der Verräter attackierten und die Evakuierung vorbereiteten. Der Raven Guard und den Space Wolves gelang der Rückzug, aber die Space Wolves hatten schwere Verluste erlitten.9 K.4


Verschwinden des Primarchen

Die verbliebenen Wilden der Raptoren wurden auf Deliverance eingekerkert, auf der Roten Ebene, dem früheren Foltergefängnis der Aufseher.9 Prolog, Epilog

Nach dem Großen Bruderkrieg sollte die Raven Guard in der Zweiten Gründung aufgespalten werden und Corax war damit völlig einverstanden: Die Sterblichen und die Space Marines sollten ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen, anstatt Spielfiguren zu sein. Während die Raven Guard sich auf die Umorganisation vorbereitete, verabschiedete Corax sich von ihnen.9 Prolog

Auf Corax wartete eine Aufgabe. Er hatte einst leichtfertig einen Schwur geleistet, und er nahm seine Schwüre sehr ernst. Er hatte auf Constanix II dem Hexer Azor Nathrakin geschworen, alle vom Chaos verseuchten Kreaturen zu vernichten.9 Epilog Bevor Corax Deliverance verließ, ging er auf die Rote Ebene und gab den dort eingekerkerten wilden Raptoren den Gnadentod.9 Prolog, Epilog

Name und Bedeutung

Corax ist als Corvus corax die biologische Bezeichnung des Raben (Kolkrabe um genau zu sein). Der Bezeichnung Corax stammt ursprünglich vom griechischen Rhetoriker Korax.

Bezogen auf die Abschiedsworte des Primarchen bietet Edgar Allan Poe's Gedicht Der Rabe einige Parallelen. Der Ausruf "Nimmermehr" steht hier als Abschluss diverser Strophen in denen ggf. eine Verbindung hin zur Person des Primarchen gesehen werden kann.

Quellen